Die rumänische Marine
Die rumänische Marine wurde von zwei großen taktischen Einheiten gebildet: die See-Division und die Donaudivision.
Die See-Division hatte die Aufgabe die Küste vor feindlichen Angriffen zu schützen. Sie setzte sich aus der Hauptstreitmacht, dem "Constanta"-hafen-Kommando, der "Constanta" Küsten-Artillerie-Gruppe (6 Batterien), der Seeflugzeug-Flotte (3 Staffeln mit 20 Flugzeugen) und dem Marine-Ausrüstungs-Depot zusammen.

Die Hauptstreitmacht bestand aus:

- Zerstörerstaffel: 4 Schiffe
- Kanonenboot-Abteilung: 3 Schiffe
- Korvetten-Gruppe: 3 Schiffe
- Minenleger-Abteilung: 5 Schiffe
- U-Boot und Torpedoboot-Gruppe: 1+3 Schiffe

Die Donaudivision hatte die Aufgabe den rumänischen Teil der Donau zu schützen und hatte rund ein Dutzend Schiffe zur Verfügung. Im oberen Donausektor bestand die Aufgabe darin den Fluss von Cazane bis Portile-de-Fier zu verteidigen.

Am 22. Juni 1941 hatte die Marine rund 40 militärische Schiffe im Einsatz: 23 Schiffe im Schwarzen Meer und 17 auf der Donau. Die 4 zerstörer (NMS Regele Ferdinand, NMS Regina Maria, NMS Maraseti und NMS Marasti) waren die wichtigsten Schiffe der rumänischen Marine, wobei nur die beiden ersten neueren Typs waren (1928-29).
Das U-Boot NMS Delfinul wurde 1936 gebaut. Die 3 Korvetten (NMS naluca, NMS Smeul und NMS Sborul) und die 3 Kanonenboote (NMS Ghiculescu, NMS Stihi und NMS Dumitrescu) wurden bereits vor dem Ersten Weltkrieg gebaut. Die 3 Torpedoboote (NMS Viforul, NMS Vijelia und NMS Viscolul) und das Minenlegerschiff NMS Amiral Murgescu waren die modernsten Schiffe (1939) innerhalb der rumänischen Marine.

Auf der Donau waren die 7 Schiffe NMS Kogalniceanu, NMS Bratianu, NMS Lahovari, NMS Catargui, NMS Basarabia, NMS Bucovina, NMS Ardenal. Die ersten 4 wurden 1907 gebaut und die anderen 3 kurz vor dem Ersten Weltkrieg. 4 Torpedoboote wurden 1907 gebaut, 2 gepanzerte patroullienboote und 5 Flussboote wurden 1940/41 aus der Tschechoslowakei importiert.

Da die sowjetische Schwarzmeerflotte der rumänischen Flotte weit überlegen war, begrenzte sich der Einsatz der rumänischen Schiffe auf Konvoijagd, Minenlegen und Küstenverteidigung.
Die Präsenz von deutschen Schiffen im Schwarzen Meer war bis Oktober 1942 unbedeutennd. Die Seeoperationen wurden vom deutschen "Admiral Schwarzes Meer" in Varna/Bulgarien koordiniert.

Vom Ausbruch des Krieges bis August 1944 erhöhte die Marine die Anzahl der Schiffe und Marinepersonal. Die See-Division erhielt 6 neue Torpedoboote die in Galati mit holländischer Lizenz gebaut wurden, 2 U-Boote (NMS Rechinul und NMS Marsuinul) welche ebenfalls in Galati mit holländisch/deutscher Lizenz (IA U-Boot) gebaut wurden, 5 kleinen italienischen Mini-U-Booten, 3 deutsche KFK U-Boot-Jäger, 3 Motortransportboote, 8 Schlepper.
Die Donau-Division erhielt ein gepanzertes Patroullienboot (ein erbeutetes sowjetiwsches Kanonenboot), 5 Minenschlepper, 7 Patroullienboote und 6 Schlepper. Weiters wurden mehrere Zivilboote eingesetzt.

zwischen 1943/44 wurden neue Artilleriegeschütze aus Deutschland und Italien importiert und neue Küstenartillerie entlang der Küste installiert. Die größte wurde nahe Constanta und Mangalia eingerichtet. Nahe dem Hafen von Constanta befand sich eine deutsche "Tirpitz"-Batterie, welche 3x280 mm Geschütze und viel Flak besas.

Am 19. August, einen Tag bevor die sowjetische Großoffensive startete, hatte die rumänische Marine 54 Schiffe im Schwarzen Meer und 137 auf der Donau, 1 marine-Regiment, 1 marine-Ingeneurs-Regiment und ein Küstenartillerie-Regiment.

Die letzten Änderungen innerhalb der rumänischen Marine gab nach dem 5. September 1944. Die Hauptschiffe wurden der Sowjetunion übergeben, welche die Schiffe in kaukasische Häfen brachten. Die Schiffe auf der Donau wurden ebenfalls von der Sowjetunion übernommen und waren bis Kriegsende im Einsatz.
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