Rumänische Pioniere
Vor dem Krieg bestanden 7 Pionier-Regimenter (1.-7.). Bei Ausbruch des Krieges waren diese wie folgt aufgeteilt:
8 Bataillone für die 7 Korps und Gebirgskorps (51.-55., 57., 58., 61.), 26 Divisionsbataillone (1.-11., 13.-15., 18.-21., 25., 27., 30.-32., 35., 36., 40.), 4 Gebirgs-Pionier-Bataillone (1.-4.), ein motorisiertes Pionier-Bataillon (1. Panzerdivision) und 2 Bataillone (1.-2.) für die Festungsdivision.
Weiters gab es 8 Strassenbau-Pionier-Bataillone und 22 verschiedene Pionier-Kompanien.

Ein Divisionsbataillon bestand aus 3 Pionierkompanien und einem Bataillonszug. Jede Kompanie setzte sich aus 3 Pionier-Zügen und einer Flammenwerferabteilung zusammen. Ein Pionierzug hatte 3 Gruppen mit je 3 Mann. Der Bataillonszug besas Abteilungen für Flussüberquerung, Minen- und Sprengabteilung, Werkstatt usw.

Ein Gebirgs-Pionier-Bataillon bestand aus 2 Kompanien und einem Bataillonszug mit Sanitätsabteilung, Minen- und Sprengabteilung, Flussüberquerung, Werkstatt usw.

Ein Pionierbataillon das einem Korps zugetiel twar hatte folgende Struktur:
1. motorisierte Pionier-Kompanie, 2. berittene Pionier-Kompanie und 3. Strassenbau-Kompanie. Die 1. und 2. Kompanie hatten die gleiche organisation: 3 Pionier-Züge und einen Kompaniezug mit 3 Gruppenn mit je 3 Mann. Die 3. Kompanie hatte zwei Pionier-Züge und einen Brückenzug.

Die Pioniere waren mit rumänischen MAN Modell 1939 Antipanzer-Minen ausgestattet, welche auch gut gegen Infanterie eingesetzt werden konnten. Die Minen wurden auf Sprengkarrenn Modell 1935 transportiert, welche von Resita hergestellt wurden. Sie nutzten wasserdichte Sicherungen welche von Brickfort produziert wurden.
Die Flussbrücken Modell 1893 und Modell 1912 wurden zur Flussüberquerung genutzt. es gab auch teilweise das Modell MAN 1939. Ein Team hatte 15 Boote und konnte brücken mit 60 m Länge legen, welche von der Infanterie überquert werden konnten.

Nach den ersten Kriegshandlungen erhielten die Pioniere aus Deutschland Berlin 40 Minensuchgeräte. nach dem die Operationen in bessarabien und Bukowina beendet waren, wurden die Pionier-Bataillone der Korps unter deutsches Kommandi gestellt um Minenfelder zu räumen und Blindgänger zu sprengen.

Während der Schlacht um Odessa wurden die Pioniere erstmals nach der deutschen Doktirn eingesetzt und als Sturmtruppen gegen Befestigungsanlagen eingesetzt. Sie nutzten verschiedene Sprengladungen um Lücken in die Hindernisse zu reisen, Stacheldraht zu entfernen und räumten Minenfelder. Weiters setzten die Pioniere Granaten, Molotowcocktails, Rauchgranaten und Flammenwerfer des Typs Pignone 1937 ein.

Die Erfahrungen von 1941 bestimmten die Reorganisation der Pioniere. Die neuen Pionier-Bataillone waren nun für Infanterie, Gebirgsjäger und Panzereinheiten identisch. Die bisher angwandte französische Taktik wurde komplett durch die deutsche Doktrin der Sturmpioniere ersetzt.
Die 2. und 3. Kompanie waren gleich einer Infanteriekompanie, Sie hatten jetzt einen Mörserzug (3 81,4 mm Mörser) und einen Panzerjägertrupp mit 3 Pak. Zusätzlich wurde eine Kommandokompanie eingeführt. Sie setzte sich aus einem MG-Zug (4 MGs), einem Pak-Zug (3 47 mm Pak) und einem Nachrichtenzug zusammen.

Während der Kämpfe im Winter 1942/43 wurden die Pioniere als reguläre Infanterie eingesetzt um vergelblich den Vorstoss der Roten Armee zu stoppen. Ab 1943 war dies häufige Praxis innerhalb der rumänischen Armee. Ab 1944 wurden die Pioniere wieder als solche eingesetzt.
1943 wurden 8 Straßenbau-Bataillone (1.-8.) östlich des Dniester eingesetzt.
Im herbst 1943 wurde in Brasov eine Gebirgs-Pionier-Gruppe aufgestellt. Diese galt als Ausbildungseinheit. Im gleichen jahr wurde das motorisierte Pionier-Bataillon in das 8. motorisierte Pionier-Regiment umgewandelt.

1943 wurden die Pionier-Regimenter in 2 Typen organisiert: A und B.
Typ A hatte 2 Pionier-Bataillone ( 3 Kompanien mit 3 Zügen) und ein Spezialbataillon mit einer Spezialkompanie (2 Flammenwerferzüge und ein Nachrichtenzug), einer Werkstatt- und Motorkompanie.
Typ B-Bataillone hatten nur 2 Kompanien (3 Züge) und eine Spezialkompanie mit einem Flammenwerferzug.

1943 erhielten die Pioniere importiertes deutsches Equipment: Modell 1924 Granaten, Flammenwerfer 35 und mittlerer Flammenwerfer, Rauchgranaten, Minen, Minensuchgeräte (Berlin 40 und Köln), Übersetzboote u.a. Der rumänische Minensucher MAN Modell 1941 wurde in diesem jahr ebenfalls eingeführt.

Nach dem Waffenstillstand mit der Sowjetunion im Oktober 1944 wurden die Pioniereinheiten stark reduziert.
Durch die hohen verluszte an der Moldawienfront, wurden die Divisions-Bataillone auf eine Piuonier-Kompanie reduziert.
Troz der starken Reduzierung hatten die rumänsichen Pioniere großen Anteil bei dem erfolgreichen Vorstoss der Roten Armee gegen die deutsche Wehrmacht.
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