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| 1941: Die rumänische Armee beim Kampf um Odessa |
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Das rumänische III. und V. Korps der 4. Armee sties in der Nacht vom 2.-3. Juli 1941 über den Prut nach Bessarabien vor. An den Flanken befanden sich die 35. Reserve-Division und Teile des II. Korps (teilweise mit Marinepersonal besetzt). Die Grenzgarde und die 21. Division errichten einen Brückenkopf bei Falcui, werden aber umgehend von drei sowjetischen Divisionen attackiert und in schwerste Kämpfe verwickelt. Weiter nördlich haben die 15., 11., eine Grenzdivision, die 7. Kavallerie-Brigade und eine deutsche Division mehr Glück: mit der 1. Panzerdivision an der Spitze gelingt es am 15. juli die Hauptstadt Bessarabiens, Chisinau, einzunehmen. Sie prescht in Richtung Nistru (Dnjestr) vor und zwingt am 26. Juli alle dort stationierten sowjetischen Truppen zum Rückzug über den Fluss. In Nord-Bessarabien stößt die deutsche 11. Armee, welche die rumänische 5., 6., 8., 13. und 14. Division unter ihrem Kommando hat, noch schneller vor, während das 3. rumänische Gebirgskorps und das Kavalleriekorps schnell Nord Bukowina besetzen. Rumänien hat 4.112 Tote, 12.120 Verwundete und 5.506 Vermisste in Bessarabien und Nord Bucovinazu beklagen - hat aber seine Kriegsziele gegenüber der Sowjetunion innerhalb eines Monats erreicht. Odessa war der Hauptstützpunkt der sowjetischen Schwarzmeerflotte und wichtiger Verbindungspunkt. Die Wehrmacht musste Odessa unbedingt einnehmen, doch es fehlte an verfügbaren Truppen und so musste rumänische Hilfe angefordert werden. Nach einigem Zögern stimmte Antonescu schließlich zu. Die Entscheidung weiter auf sowjetisches Territorium vorzustoßen brachte ihm in Rumänien viele politische Feinde und später eine Kriegserklärung seitens England und Amerika ein. Am 7. August überquert die 4. Armee den Dnjestr und bis zum 13. August erreichen Teile der 1. Panzer-Division und der 1. Kavallerie-Brigade die Schwarzmeerküste hinter Odessa und isolieren somit die Stadt. In der Stadt liegen 5 sowjetische Division in Garnison, die sich in drei Verteidigungsringen um die Stadt positioniert haben. Über die See kann die Rote Armee weiterhin Nachschub und Verstärkungen in die Stadt schiffen. Bis Anfang Oktober wächst die Garnison auf 86.000 Mann an, obwohl es täglich Opfer und Verwundete (bis zu 2.000 an einem Tag) gibt. Rumänische Planungen sehen für die Einnahme der Stadt den 2. September vor. Der erste Angriff auf die Stadt erfolgte am 18. September vom I. und III. Korps von Norden aus. Dabei wurde ein Einbruch erzielt und einiges an Boden gewonnen. Weiters wurde die Wasserversorgung der Stadt eingenommen. Ein völliger Durchbruch gelang jedoch nicht. Weitere Fortschritte konnten erst am 23. September erreicht werden, als das V. Korps vn Osten aus eine Offensive startete. In den folg,enden tagen gelang es dem Korps zwischen 10 und 20 km vorzustoßen und dabei 7.000 Gefangene zu machen. Am 28. Sept. wurde dann Fontanka eingenommen. Von hier aus konnte die schwere rumänische Artillerie das Hafengebiet unter Beschuss nehmen. Dies war die kritischste Situation für die sowjetischen Verteidiger, doch den Rumänen gelang es nicht in die Stadt einzudringen, da sie sich eher auf die Sicherung und Verteidigung ihrer Linien konzentrierten. Am 28. August wurde der Angriff von der nördlichen Seite wieder aufgenommen. Hier waren zuvor die frischen XI. und IV. Korps eingetroffen. Zum wiederholten Male konnte zwar Boden gewonnen werden, hedoch kein Durchbruch erzielt werden. Die Garde und die 14. Division schafften es bei Lenintal die sowjetischen Verteidiger fast einzukreisen, doch ein Gegenangriff der Roten Armee auf die rumänische linke Flanke (8. Division) lies den Vorstoß stoppen. Sie waren unfähig den Ring zu schließen und somit die sowjetischen Truppen einzukesseln. Der Angriff wurde am 5. September abgebrochen. Antonescu forderte von den Deutschen technische Hilfe, doch das bisher geleistete keinen wesentlichen Einfluss auf die Schlacht um Odessa. Ein neuer Plan wurde gemacht, nach dem zwei Offensiven eine sichere Ausgangsstellung für den finalen Angriff auf die Stadt bringen sollte. Am 12. September nehmen das XI., I., III. und IV Korps den Kampf wieder auf und attackieren von Nord-Westen aus. Dabei werden wichtige Fortschritte gemacht und in der Nacht von 14. auf 15. September werden die sowjetischen Verteigier gezwungen in ihre zweite Verteidigungslinie zurückzufallen. Durch diesen Erfolg angespornt starteten die Rumänen ihre zweite Offensive, in dem soe die starken Verteidigungsstellungen der Sowjets bei Dalnik angriffen. Die Kämpfe dauerten bis 21. September an, als dann die rumänischen Truppen kurz vor ihrer Ziellinie den Kampf aufgrund heftiger Verteidigung der Sowjets aufgeben musste. Die rumänischen Verbände gruppierten sich daraufhin neu um am 22. Sep. einen Angirff n Richtung Süden nach Tatarka durchzuführen. Hinter der 15. Division, welche zu diesem zeitpunkt Fontanka verteidigte, landete ein sowjetisches Marine-Regiment. Zeitgliech starteten zwei sowjetische Schützendivisionen einen Frontalangriff auf das V. Korps. Durch diese Offensive überrascht, wurde das V. Korps mehrere Kilometer zurückgedrängt und verlor über 2.000 Männer. Die wichtigen Artilleriestellungen bi Fontaka mussten dabei aufgegeben werden. In Folge der letzten Kämpfe gingen die rumänischen Verbände zur Verteidigung ihrer Stellungen über und erwarteten Ende Oktober auf deutsche Verstärkungen. Am 30. September entscheidet die Führung der Rotan Armee Odessa zu evakuieren, da die Versorgungsbasis in der Krim von deutschen Truppen bedroht war. Um dieses Vorhaben zu vertuschen unternahmen zwei Schützendivisionen eine Offensive westlich von Dalnik am 2. Oktober. Nach die dortigen rumänischen Verbände Boden aufgeben mussten, gelang es ihnen am Abend mit schweren Verlusten die Sowjets in ihre Ausgangsstellung zurückzutreiben. An den Folgetage gab es diverse kleinere lokale Kämpfe. Am 6. Oktober schaffte es dann die frische 10. Division wichtige Stellungen in den sowjtischen Linien südlich von Dalnik einzunehmen. In der Nacht von 15.-16. Oktober zog die Rote Armee ihre 86.000 Mann aus Odessa zurück. Die rumänische Luftwaffe verpasste ihre Gelegenheit und war unfähig das Vorhaben zu unterbinden. Die Rumänen marschierten am nächsten Tag nach Odessa und konnten noch 7.000 sowjetische Nachzügler gefangen nehmen. Aufgrund von Nachschubproblemen seitens der rumänischen Armee, betrug die Stärke der 4. Armee statt 340.000 nur 160.000 Mann. Insgesamt verloren die rumänischen Verbände bei den Kämpfen um Odessa 17.729 Soldaten. Weitere 63.345 waren verwundet und 11.471 vermisst. Trotz des Triumphes schlugen sich die vergangenen Ereignisse auf die Moral der Soldaten aus. Schlechte Führung, mangelnde Ausbildung und zu wenig Ausrüstung waren mitschuld an den herben Verlusten. Über den Winter hinweg wurden die meisten Einheiten zurückgezogen und reorganisiert. Dennoch war Odessa einer der wenigen Erfolge die durch verbündete Truppen der Deutschen Wehrmacht - wenn auch mit dessen Hilfe - erreicht wurde. Durch die Bindung der sowjetischen Truppen in Odessa, half dies indirekt dem deutschen Vormarsch auf die Krim. Das Gebiet um Odessa wurde von den Rumänen besetzt, jedoch nicht annektiert. Im Laufe der Zeit kam es dort immer wieder zu Übergriffen durch Partisanen. Die Rumänen stationierten dort eine Festungsdivision und drei Sicherungsdivisionen. Das Kavalleriekorps der 3. Armee und das Gebirgskorps wurden währenddessen der deutschen 11. Armee unterstellt. Sie wurden bei Operationen am Dnjepr Anfang September eingesetzt. Dort errichteten rumänische Pioniere einen Teil der Berislavl-Brücke - die jemals längste brücke die unter Feindbeschuss errichtet wurde. Diese erlaubte den weiteren Vormarsch der rumänisch-deutschen Verbände in Richtung Krim. Am 26. September wurde die 3. Armee im rückwärtigen Gebiet der deutschen 11. Armee eingesetzt. Dort, in der Steppe von Nogai, sicherten sie das Gebiet, während die 11. Armee 12 Sowjetdivisionen gegenüber stand. Die Sowjets griffen gezielt die Stellungen der Rumänen an, die meisten rumänischen Verbände hielten stand, doch die 4. Gebirgsdivision wurde teilweise von der Roten Armee überrannt. Deutsche Kräfte mussten eingreifen und stellten die Lage wieder her. Am 1. Oktober gingen die rumänisch-deutschen Verbände zur Offensive über und bis zum 7. Oktober waren die sowjetischen Truppen eingekreist. Die Rumänen machten 6.700 Gefangene. Bis 11. November verlor allein die 3. Armee seit Juni 2.559 Männer. Hinzu kamen 6.366 Verwundete und 1.913 Vermisste. Die 3. Armee wurde dann zur Küstenverteidigung in der Ukraine eingesetzt. Die 1. und 4. Gebirgsbrigade und die 8. Kavalleriebrigade wurden zur Krim verlegt um die überforderte deutsche 11. Armee zu unterstützen. Am 30. Dezember gelang es diesen Brigaden allerdings nicht eine sowjetische Landung in Feodosiya zu verhindern. Den Sowjets gelang es auf der Kretsch-Halbinsel starke Truppen zu sammeln. Das verfügbare VII. Korps unterstützte die deutschen Verbände beim Räumen des sowjetischen Brückenkopfes in Kretsch im Mai 1942. Im März wurden die Gebirgs- und Kavalleriebrigaden zu Divisionen ausgeweitet. Im Juni nahm das X. Gebirgs-Korps am deutschen Angriff auf Sevastopol teil. Hier nahm die 1. Gebirgs-Division Mitte Juni wichtige Stellungen ein und die 4. Gebirgs-Division nahm rund 10.000 Gefangene bei der Einnahme Balaklava Anfang Juli. Die Operationen auf der Krim waren der Höhepunkt der deutsch-rumänischen Zusammenarbeit. Die Rumänen füllten dort hauptsächlich die Lücken der langgezogenen deutschen Linien. Die Rumänen verloren dort 6.306 Soldaten und 16.735 weitere wurden verwundet. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Dezember 2009 um 20:41 Uhr |