Rumänien Feldzüge und Schlachten der rumänischen Armee 1942-44: Die rumänsiche Armee am Scharzen Meer
1942-44: Die rumänsiche Armee am Scharzen Meer
Das Kavallerie-Korps bildete den rechten Flügel des deutschen Vorstoßes in Richtung Kaukasus Ende Juli 1942. In einer wichtigen Operation säuberte es die Küste des Asowschen Meers und dreht dann nach Süden ab um am 12. September die Schwarzmeerküste zu erreichen. Dort nahm das Korps den Hafen von Anapa ein und erbeutete dabei sowjetische schwere Artillerie.
Durch diesen Vorstoss wurden Teile der sowjetischen 47. Armee auf der Halbinsel Taman abgeschnitten. Diese isolierten Verbände mussten dann über die See evakuiert werden.
Die 10., 19. und 3. Gebirgsdivision überquerten mit einigen deutschen Divisionen dann die Meerengen und liesen nur das Gebirgskorps auf der Krim zurück.

Am 19. September startete die 3. Gebirgs-Division eine Offensive über die Kaukasischen Berge bei Tuapse. Nach ca. 6 km Landgewinn wurde der Angriff allerdings zurückgeschlagen.
Am 25. Oktober startete die 2. Gebirgsdivision, welche mit deutschen Truppen im Juli im Kaukasus eintraf, einen Überraschungsangriff auf Nalchik. Innerhalb 1,5 Tagen überquerte die Division drei Gebirgsflüsse und nahm die Stadt mit 7.000 Gefangenen ein.

Durch die Niederlage in Stalingrad mussten sich die deutsch-rumänischen Verbände aus dem Kaukasus in den Kuban-Brückenkopf auf der halbinsel Taman zurückziehen. Dort wurden die rumänischen Truppen von der deutschen Führung hauptsächlich zum Küstenschutz und zur Bekämpfung der Partisanen eingesetzt. Die Moral der 10. und 19. Division war so schlecht, dass die Angehörigen schließlich innerhalb der deutschen Division aufgeteilt wurden. Nur innerhalb der rumänischen Gebirgs- und Kavallerieeinheiten blieb der Zusammenhalt bestehen.
Am 8. Februar 1943 bildeten die 80.000 rumänischen Soldaten rund 40% der im Kuban-Brückenkopf stationierten Verbände. Bis zur Evakuierung des Gebietes im Oktober verloren die rumänischen  Einheiten 1.598 Soldaten, weitere 7.264 wurden verwundet und 806 galten als vermisst.

Die rumänische Stärke lies weiter nach und die Verluste konnten nicht mehr ausgeglichen werden. Im November 1943 isolierte die Rote Armee die Krim und landete in zwei Wellen auf der Halbinsel Kretsch. Die 6. Kavallerie- und 3. Gebirgs-Division (beide wurden bei den Deutschen hoch angesehen) attackierten die Landungstruppen im Süden bei Eltigen am 7. Dezember und nahmen dabei 2.000 Gefangene.

Am 8. April 1944 griff die Rote Armee die 10. Division über den Sivash an und brach nach drei Tagen an heftigen Kämpfen schließlich durch. Dadurch mussten sich alle verbündeten Einheiten zum einzigen Evakuierungspukt in Sewastopol zurückziehen.
Die rumänischen Verbände wurden dabei meist zum Sichern des rückwärtigen Gebietes eingesetzt, hauptsächlich die 1. und 2. Gebirgsdivision, die in den Bergen von Yaila die Flanke des deutschen V. Korps sicherte, doch bis Sewastopol erreicht wurde, waren die meisten Einheiten bereits zerfallen.
Von 64.712 Rumänen auf der Krim wurden 42.190 per rumänischer Luftwaffe oder Marine evakuiert. Die gesamte Ausrüstung wurde dabei zurückgelassen.
Das Desaster bei Stalingrad und auf der Krim kostete die Rumänen die Ausrüstung von 24 Divisionen und die fast die gesamte Armee musste neu gebildet werden.
Derartige Verluste verhinderten die Neuaufstellung von Felddivisionen während des Krieges in Rumänien.

Nach den sowjetischen Offensiven in Richtung Westen standen nicht mehr genügend Einheiten für die Verteidigung Bessarabiens zur Verfügung. Die letzten rumänischen Verbände zogen sich aus dem Gebiet zurück und überliesen der Roten Armee Bessarabien am 10. April 1944.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Dezember 2009 um 20:43 Uhr
 

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