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| 1944: Die rumänische Armee bei der Heimatverteidigung |
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Die Rote Armee befand sich nun an der rumänischen Grenze. Die Verteidigungslinien wurden ausgebaut und die Rückzugswege der deutschen Verbände gesichert. Diese verstärkten die Front nach Bassarabien. Antonescu sah einen kontrollierten Rückzug zur Verteidigungslinie Karpaten-Donau vor, wo seit 1942 bei Focsani das Gebiet befestigt wurde, doch Hitler lehnte diesen Vorschlag ab und versprach deutsche Kräfte für die Sicherung der Grenze nach Bessarabien bereit zu stellen. da die Deutschen mittlerweile aber an alle Fronten zum Rückzug gezwungen waren, blieb die Front sehr brüchig. Am 19. August hatte die 3. Armee das II., III. und ein deutsches Korps unter dem Kommando. Die benachbarte deutsche 6. Armee beinhaltete die rumänische 14. Division. Beide Armeen waren unter der rumänischen Heeresgruppe Dumitrescu zusammengefasst, welche die 1. Kavallerie-Division in Reserve hatte. Im Norden der Heeresgruppe befand sich die Heeresgruppe Wohler, welche die 1. Panzer-, 8. Infanteriedivison beinhaltete und die 18. Gebirgsdivision in Reserve hielt. Die deutsche 8. Armee beinhaltete die rum. 11. Division und das rum. IV. Korps, während sich die rum. 4. Armee aus dem VI. Korps, einem deutschen Korps, dem V., I. und VII. Korps zusammensetzte. Die Moral der Rumänen war mittlerweile am Boden und viele spielten mit dem Gedanken einen Friedensabschluss zu finden. Darunter litten besonders die deutschen Einheiten welche unter rumänischem Kommando standen. Am 20. August attackierte die Rote Armee gleichzeitig die 3. Armee südlich von Tirasppol und die 4. Armee nördlich Iasi. nach heftigen Kämpfen brachen sie durch die Linien der 4. gebirgs- und 21. Infanterie-Division und stießen tief in das Gebiet der 3. Armee vor. Die 3. Armee begann daraufhin mit einem zuvor geplanten Rückzug zur Verteidigungslinie an der Donau. Die Einheiten wurden allerdings von mechanisierten Verbänden der Roten Armee gestellt und bis zum 23. August fast vollständig eingeschlossen. Nach sowjetischen Angaben unternahm die 3. Armee mehrere heftige Ausbruchsversuche. Nördlich von Isasi durchbrachen die sowjetischen Verbände Teile des V., VI. und IV. Korps. Die 1. Panzer-Division und die 18. Gebirgs-Division unternahmen umgehend einen Gegenangriff, doch die Rote Armee hatte eine enorme Überzahl und verfügte über 6x so viel Panzer wie die Rumänen. Schnell waren die rumänischen Truppen eingeschlossen. Verstreute und zerschlagene verbände versuchten die Verteidigungslinie Karpaten-Donau zu erreichen - nicht wissend, dass diese Linie das Ziel der sowjetischen Offensive war. Antonescu sammelte seine gesamten verfügbaren Feldeinheiten um das Land vor der Einnahme durch die Sowjets zu retten. Gegen die Übermacht der Roten Armee konnte die rumänische Armee nicht viel ausrichten, doch gab es immer wieder Gegenangriffe der rumänischen Truppen. Die Deutschen, die durch die sowjetischen Verstärkungen immer weiter in Bedrängnis geberacht wurden, glaubten bereist am 20. August von den Rumänen verraten worden zu sein. Während des Sommers zeigten sich zwar vermehrt unkooperative rumänische Offiziere, doch Absprachen mit der Roten Armee seitens der Rumänen gab es erst nach dem 23. August. Der sowjetische Sieg wurde weitgehend durch gute Planung und Umsetzung erreicht. Für drei Jahre, trotz aller Niederlagen und Fehler, stellte sich die rumänische Armee als effektivster Verbündeter an der Ostfront heraus. Insgesamt betrugen die rumänischen Verluste 71.000 Tote, 243.000 Verwundete und 310.000 Vermisste. Viele starben nach dem Krieg an ihren Verletzungen oder in den Lagern der Sowjets. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Dezember 2009 um 20:44 Uhr |