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| BT-Baureihe (schnelle Panzer) |
BT-2 In den 30er-Jahren war Walter Christie einer der größten Panzerkonstrukteure weltweit. Er bot seine Entwrüfe der US-Armee an, doch diese verfügte nur über ein sehr geringes Budget für die Panzertruppe. Die Sowjetunion machte Christie ein Angebot von 3 Mio. US-Dollar für seine Entwürfe und Lizenzrechte für die Produktion in der Sowjetunion. 1930 besichtigten sowjetische Ingenieure dann die Christie Fabrik um anschließend die Produktion zu planen. Im Dezember 1939 verschiffte Christie dann zwei Chassis des M1930 in Richtung Sowjetunion. Als die US-Regierung davon erfuhr erklärte Christie das es sich dabei um Traktoren handelte. Die beiden Chassis erreichten 1931 die Lokomotiven-Werke in Charkow (spätere militärische Bezeichnung Zavod Nr. 183), wo bereits alles vorbereit war um die ersten in der Sowjetunion produzierten Christies zu beginnen. Am 23. Mai 1931 wurde beschlossen die Christies für die Rote Armee freizugeben, obwohl die ersten sowjetischen Prototypen noch nicht fertig gestellt waren. Die in der Sowjetunion produzierten Christies erhielten die Bezeichnung BT (Bystokhodnyi Tank, was so viel wie "schneller Panzer" bedeutete). Als BT-1 wurden die beiden amerikanischen Prototypen bezeichnet. Die ersten sowjetischen Modelle erhielten die Bezeichnung BT-2. Bis zum 31. Oktober 1931 wurden die ersten drei unbewaffneten Prototypen fertig gestellt und nahmen an der 7. November-Parade in Moskau teil. Der Christie war ein konvertierbarer Panzer. Er konnte sowohl auf Rädern als auch auf Kette fahren. Die Besatzung benötigte rund 30 min. um den Modus zu wechseln. Auf Rädern betrug die Straßengeschwindigkeit bis zu 110 km/h und auf Ketten bis zu 62 km/h. 1932 begann dann die Massenproduktion des BT-2 in Charkow. Es gab zwei Standardmodelle: Eine Version mit einer Modell 30 37mm Kanone und Turm-MG und eine Version mit insgesamt drei MGs, darunter zwei DT-Panzer-MGs. Im Jahr 1932 wurden insgesamt 396 BT-2 gefertigt. 1933 wurden nur noch einige wenige Modelle fertig gestellt. Der BT-2 war innerhalb der Roten Armee sehr hoch angesehen, da er der erste moderne sowjetische Panzer war. Allerdings litt der BT-2 unter vielen Mängeln. Die Bewaffnung war sehr unhandlich angebracht worden und der Platz für die 2-Mann-Besatzung war sehr beengend. Weiters war der Antrieb sehr unzuverlässig. So kam es das bei der Novemberparade 1932 in Moskau zwei von zehn BT-2 liegen blieben. BT-5 Ende 1932 wurde die Lokomotivenfabrik Charkow damit beauftragt den BT-2 zu Verbessern. Der neue Panzer sollte u.a. eine stärkere Bewaffnung erhalten, Vorrichtungen für Funk besitzen und mehr Raum im Turm und Kampfraum bereit stellen.Eine bessere Mobilität wurde mit dem sowjetischen 12-Zylinder M-5 Panzermotor erreicht, der eine modifizierte Version des amerikanischen Liberty-Motors war. Als Bewaffnung wurde eine 45mm M1932 20K Panzerkanone gewählt und der erweiterte Turm erhielt eine Funkausrüstung. Bezeichnet wurde der modifizierte Panzer BT-5. Die Mündungsgeschwindigkeit und die Feuerkraft der Kanone des BT-2 war höher als alle anderen leichten Panzer weltweit. Teilweise übertraf sie sogar die Leistung von mittelschweren Panzern. Die Kommandopanzer des BT-2 war mit einem 71-TK-1 Funkgerät ausgestattet und wurde als BT-5 TU ("Tank Upravleniya") bezeichnet. Zu erkennen waren diese an der markanten Bügelantenne auf dem Turm. Der BT-5 ging Ende 1932 in Produktion und befand sich dort bis 1934, als er dann vom BT-7 Modell 1935 abgelöst wurde. Insgesamt wurden 1.884 BT-2 produziert. Damit wurde er bis 1941 zum Standardmodell. Obwohl der BT-2 den deutschen Panzer I und II überlegen war und teilweise mit den ersten Panzer III Modellen mit halten konnte, gelang es ihm nicht sich auf dem Schlachtfeld durchzusetzen. Wie so oft innerhalb der Roten Armee, lag dies vor allem an den ungenügend ausgebildeten Panzerbesatzungen und dem Mangel an Ersatzteilen. Die Sowjets legten größten Wehrt auf Massenproduktion und vernachlässigten daher den Gebrauch von Ersatzteilen. BT-7 Modell 1937 Den Nachteil von genieteten Panzern wurde bei den Kämpfen im fernen Osten zwischen 1934 und 1935 deutlich. Daher wurde beschlossen den BT-5 zu überholen und komplett zu verschweißen. Weiters sollten die bekannten Probleme des BT-5 beseitigt werden.1935 schloss man die Arbeiten an einer neuen Kupplung und einem neuen Bremssystem in Charkow ab. Den bisherigen M-5 Motor, der auch in Flugzeugen eingesetzt wurde, ersetzte man durch einen deutschen BMW-Motor wie er auch schon im T-28 zum Einsatz kam. Nachdem man den Rumpf überarbeitet hatte, erheilt der neue Panzer die Bezeichnung BT-7 Modell 1935. Der BT-7 glich sehr dem BT-5, da beide den gleichen Turm nutzten. Nur der Rumpf wurde beim BT-7 stark überarbeitet und hatte jetzt eine eher runde Form. Die Auspuffanlage am Heck war nun vollkommen eingefasst. Eine weitere wichtige Änderung war das Überarbeiten der Kette, welche nun über eine kleinere Auflagefläche verfügte und so schneller gewechselt werden konnte. Der Rumpf war nun komplett geschweißt und konnte mehr Treibstoff aufnehmen. Weitere Tanks konnten bei Bedarf außen angebracht werden. Der BT-7 Modell 1935 blieb bis 1937 in Produktion. BT-7 Modell 1937 / BT-81937 wurde ein voll verschweißter Turm eingeführt, welcher dann zum BT-7 Modell 1937 führte. Der neue Turm besaß nun abgeschrägte Seitenwände und in der Kanonenblende wurden spezielle Scheinwerfer eingebaut um auch Nachts effektiv zu kämpfen. Diese Scheinwerfer wurden bei allen früheren Panzermodellen nachgerüstet. 1938 begann dann die Entwicklung des letzten Modells der BT-Serie. Im BT-7 wurde ein Versuchsdieselmotor (V2, basierend auf dem Hispano-Suiza 12Y Flugzeugmotor) eingebaut und der Rumpf des BT-5 verwendet. Nach Tests wurde der BT-7 dann für den Dienst freigegeben. Die BT-2 Modelle die den 2 Motor eingebaut hatten wurden vorerst als BT-7M bezeichnet doch später entschloss man sich für die Bezeichnung BT-8. Wie die späteren Modelle des BT-7 Modell 1937 hatte auch der BT-8/BT-7M eine MG an der Turmrückseite und überarbeitete Luken um eine P-40 MG zur Luftabwehr einzusetzen. Die Produktion des BT-8 begann Ende 1939. 1940 wurden 706 BT-8 fertig gestellt. Von den insgesamt rund 8.000 gefertigten BT-Panzern waren 1.000 das Modell BT-8. 1941 wurde die Produktion wieder eingestellt, da die Produktion auf den T-34 umgestellt wurde. BT-7A1935 experimentierte die Izhorsky-Fabrik in Leningrad mit einer Artillerie-Variante des T-26, welche als T-26/4 bezeichnet wurde. Ein Prototyp wurde zu den Lokomotivwerken in Charkow geschickt, wo gerade die Produktion des BT-7 begonnen hatte. Der Artillerie-Turm war mit einer 76,2mm KT-28 Modell 1927/32 Haubitze ausgerüstet. Als Chassis wurde das des BT genutzt. So wurden 155 neue BT-7A bis Ende 1937 produziert. Einige fahrzeuge wurden gegen Japan in Khalkin-Gol eingesetzt. Von den produzierten Fahrzeugen erhielt die Rote Armee 133 Stück, die bis zum Sommer 1941 allerdings alle vernichtet wurden. Technische Daten
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| BT-2 | BT-5 | BT-7 | BT-7A | BT-7M | |
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| Quelle | Zaloga & Grandsen: Soviet Tanks and Combat Vehicles of World War Two | ||||
| Besatzung | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 |
| Gewicht | 10,2 t |
11,5 t |
14 t |
14,5 t | 14,7 t |
| Maße LxBxH |
5,58x2,23x2,20 | 5,58x2,23x2,25 | 5,66x2,29x2,42 | 5,66x2,29x2,52 | 5,66x2,29x2,42 |
| Panzerung | 6-13 mm |
6-13 mm | 6-13 mm | 6-13 mm | 6-22 mm |
| Motor | Liberty 400 PS |
M-5 400 PS |
M-17T 500 PS |
M-17T 500 PS |
V-2 450 PS |
| Hauptbewaffnung | 37 mm Model 30 |
45 mm Model 32 |
45 mm Model 35 |
76,2 mm Model 27/32 |
45 mm Model 38 |
| Nebenbewaffnung | DT MG |
DT MG |
DT MG |
2x DT MG |
3x DT MG |
| Geschwindigkeit | 100 km/h |
72 km/h |
86 km/h |
86 km/h |
86 km/h |
| Treibstoff | 400 l Benzin |
360 l Benzin |
620 l Benzin |
620 l Benzin |
620+170 l Diesel |
| Taktischer Bereich | 100 km |
90 km |
120 km |
120 km |
400 km |
