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| KW-Baureihe (auch KV) (schwerer Panzer) |
KW-1 Modell 1941Die KW-Serie (auch KV-Serie) wurde nach Marschall Kliment Woroschilow benannt und begann am 1. Februar 1938, obwohl die offizielle Genehmigung erst am 27. Februar erteilt wurde. Der erste Prototyp wurde am 1. September 1938 fertig gestellt. Die KW-Serie besaß zwar eine schwere Panzerung (zu diesem Zeitpunkt die dickste der Welt) und war nach sowjetischen Maßstäben ein schwerer Panzer, nach deutschen Maßstäben allerdings war der KW-1 nur ein mittelschwerer Panzer. Er verfügte über eine 7,62 cm-Kanone M-1038/1939 (L/30,5), welche auch in den ersten T-34 Modellen zum Einsatz kam, und hatte eine Höchstgeschwindigkeit im Gelände von nur 20 km/h und sein Antrieb war sehr unzuverlässig. Bei den deutschen Soldaten erheilt der KW-1 den Spitznamen "Dicker Bello". Erstmals wurde der KW-1 im Winterkrieg 1939/1940 gegen Finnland eingesetzt und das obwohl die Testphasen des KW-1 noch nicht mal abgeschlossen waren. Bei weiteren Tests zeigten sich große technische Mängel, doch da die Produktion bereits in vollem Gange war, wurden diese Testergebnisse einfach ignoriert. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war der KW-1 der stärkste Panzer der Roten Armee und als deutsche Soldaten erstmals auf ihn trafen waren diese entsetzt von seiner Stärke. Die deutschen Panzer konnten nur sehr wenig gegen den KW-1 ausrichten. Nur wenn es gelang einzelne KW-1 zu isolieren konnte man mit Schüssen ins Heck den KW-1 zerstören. gezielte Schüsse in das Laufwerk oder in die Ketten konnten den KW-1 bewegungsunfähig machen. Die wirkunsgvollste Waffe der Deutschen gegen den KW-1 war die 8,8 cm-Flak, mit ihr gelang es den KW-1 auf normale Entferung zu vernichten. Im Herbst 1941 wurde die Leningrad Kirvskiy (LKZ oder Zavod Nr.100) evakuiert. Die Ausstattung und die Arbeiter wurden in die Chelyabinsk Kirovyskiy Zavod (ChKZ oder Zavod Nr.100) gebracht, wo diese mit der Charkow-Dieselfabrik und der Traktoren-Fabrik zusammengeschlossen wurde um so die neue Schwere Maschinenfabrik Chelyabinsk Nr. 100 (ChZTM) zu bilden. Diese Stadt wurde auch unter dem bekannten Namen "Tankograd" bekannt. Nach den immensen Panzerverlusten im Sommer 1941 nahm die Rote Armee wieder die Produktion des schweren KW-Panzers auf. Um den Produktionsaustoss zu erhöhen und um den neuen deutschen Pak-Geschützen entgegen wirken zu können wurde ein neuer Turm entwickelt, der nun eine Panzerung von 100 mm aufweisen konnte. Weiters wurden neue Speichenräder entwickelt. Die ZiS-5 Kanone, die identisch zur F-34 Kanone der neusten T-34 Serie war, ersetzte die F-32. Da der Turm nun geschweißt war und aufgrund der anderen Verbesserungen, sollte der KW nun eine Herausforderung für die deutschen Truppen sein. Als die deutschen Panzer Tiger und Panther auf den Schlachtfeldern erschienen, waren die Tage der KW-Serie gezählt. Auf Seiten der Sowjetunion entschied man sich nun für die Entwicklung der IS-Serie, die die KW-Serie 1943 ersetzte. KW-2Nach dem der Generalstab einen schweren Panzer zur Bekämpfung von Bunkern und befestigten Stellungen forderte, wurde der KW-2 mit dem Chassis des KW-1 entwickelt. Um die kommenden Aufgaben zu meistern wurde als Bewaffnung ein 152 mm Artilleriegeschütz ausgewählt. Hierzu musste der Turm strak vergrößert werden um dieses Geschütz überhaupt aufnehmen zu können. Durch die auffällig Höhe des Turmes musste nun eine verstärkte Panzerung angebracht werden. Das Gewicht stieg nun auf 57 Tonnen und die Höchstgeschwindigkeit sank auf unter 30 km/h. 1940 wurde der Entwurf des KW-2 genehmigt und so ging der Panzer in Serienproduktion. Später gab es noch eine Variante des KW-2 mit der bezeichnung KW-2b, der über ein überarbeitetes Chassis verfügte. Insgesamt wurden 330 KW-2 produziert. Im Gelände erwies sich der KW-2 als zu schwer und konnte nach den modernen Grundsätzen des Panzerkampfes nicht effektiv eingesetzt werden. Da die Geschwindigkeit und Beweglichkeit beim Panzerkampf auf deutscher Seite eine große spielte, musste man auf sowjetischer Seite umdenken. Der KW-2 litt zudem immer noch an vielen technischen Mängeln, so ließ sich der Turm auf unebenem Gelände nicht drehen. Hinzu kam das der Kw-2 sehr reparaturanfällig war. Viele KW-2 die sich in schwierigem Gelände festgefahren hatten, wurden von den sowjetischen Besatzungen einfach aufgegeben. Im Vergleich zu den wendigen deutschen Panzern hatte der KW-2 eine sehr niedrige Feuergeschwindigkeit und eine langsame Turmschwenkmechanik. Auch wenn zu beginn des Krieges keine deutsche KwK die Panzerung des KW-2 durchschlagen konnte, hatte er einfach zu viele Nachteile. Öfters wurde der KW-2 bewegungsunfähig geschossen und die Besatzungen somit zur Aufgabe gezwungen, doch zum Großteil übernahm die deutsche Luftwaffe die Zerstörung der KW-2 Panzer. Dennoch war der Kw-2 auf deutscher Seite gefürchtet. In manchen Fällen blockierte ein einzelner KW-2 einen Geländengpass und hielt so ganze Panzerkompanien auf. Erst durch Einsatz von 8,8-cm-Flak oder der Luftwaffe konnte der Weg freigemacht werden. Nach dem die deutschen Truppen alle Produktionsstätten des Kw-2 eingenommen hatten, endete die Produktion des Kw-2 da die Produktion nicht an anderer fortgesetzt wurde. Insgesamt sah man den KW-2 auf sowjetischer Seite als Fehlschlag. Kommentare (1)
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 08. September 2010 um 21:30 Uhr |