USA US-Panzerdivisionen Vergleich mit deutschen Panzerdivisionen 1944
Vergleich mit deutschen Panzerdivisionen 1944
Die deutsche Panzerdivision hatte weniger Panzer aber mehr Infanterie als eine amerikanische Pz.Div.
Die deutsche Pz.Div. setzte sich aus einem Regiment und zwei Bataillonen zusammen, die US-Pz.Div. besas drei Bataillone. Allerdings waren die deutschen Bataillone größer als die amerikanischen (zumindest auf dem Papier): 83:53 mittleschwere Panzer, auf Divisionsebene 162:168 Panzer.

Eine deutsche Panzerdivision der Wehrmacht besas 4 Panzergrenadier-Bataillone, die Pz.Div. der Waffen-SS 6. Auf amerikanischer Seite waren es 3 Bataillone mit gepanzerter Infanterie. Jedoch war nur rund der Hälfte der deutschen Bataillone Halbkettenfahrzeuge zugeteilt und der Rest war nur theoretisch motorisiert. So waren in einer deutschen Pz.Div. 237 und in einer US-pz.Div. 448 Halbkettenfahrzeuge.

Sowohl das deutsche als auch das amerikanische Artillerie-Regiment in einer Panzerdivision besas drei Artillerie-Bataillone (Waffen-SS vier). Allerdings war deutscherseits nur ein Bataillon mit selbstangetriebener Artillerie ausgestattet - auf Seiten der USA waren dies alle 3 Bataillone.

Etwas kurios ist, dass auf deutscher Seite eine Pz.Div. auf dem Papier - also nach Sollstärke über 2.538 Fahrzeuge (LKW, Transport usw.) verfügte, gegenüber 1.103 in einer US-Pz.Div.

Von der Gesamtstärke war eine deutsche Pz.Div. viel größer als eine amerikanische 14.727:10.616.
Allerdings hatte eine deutsche Pz.Div. Bestandteile die in einer US-Pz.Div. nicht vorhanden waren, z.B. eine Flak-Abteilung oder eine Panzerjäger-Abteilung.

In der Realität gab es allerdings ein ganz anderes Bild:
Amerikanische Panzerdivisionen kämpften zum Großteil nahe an ihrer Sollstärke, während die deutschen Panzerdivisionen fast immer unterbesetzt waren.
Als Beispiel:
Zu Beginn der Ardennen-Offensive am 15. Dezember 1944 besas die deutsche 2. Panzer-Division 92 Panzer (57% Sollstärke), während die amerikanische 2. Panzerdivision über 203 Panzer verfügte (87% Sollstärke).
Die Einheiten der Waffen-SS, welche meist Offensiven anführten und daher bevorzugt ausgestattet wurden, 1. SS-Panzer-Division "Leibstandarte" und 12. SS-Panzer-Division "Hitlerjugend", welche die Ardennen-Offensive innerhalb der 6. Armee anführten, besasen nur 107 und 77 Panzer für diese Offensive.
Die US-Armee versuchte stets die Stärke einer Einheit auf Sollstärke zu halten, während die deutsche Seite es erlaubte erschöpfte Einheiten aus der Front zu ziehen und aufzufrischen und durch eine andere Einheit zu ersetzen.
Als weiteres Beispiel:
Am 1. Januar 1945 besas die deutsche 2. Panzer-Division noch 26 mittelschwere Panzer (16% der Sollstärke) nach dem sie kurzzeitig verstärkt wurde, während die 2. US-Panzerdivision über 199 mittelschwere Panzer (86% der Sollstärke) verfügte, nach dem die Verluste durch neue Panzer ersetzt wurden.
Kommentare (1)Add Comment
er
August 24, 2010
80.89.78.14
...

Der Vergleich Halbkettenfahrzeuge für gep. Infanterie ist, aus folgenden Grund, nicht realistisch.
Die deutschen Panzergrenadiere kämpften von und aus ihrem SdKfz 250/251 und saßen nur bei Notwendigkeit ab. Die US-Infanterie nutzte ihre gep. Halbkettenfahrzeuge NUR als Fahrzeug und NICHT als Kampfmittel. Darum hatte ein deutsches gep. Panzergrenadierbtl eine erheblich größere Beweglichkeit und Schlagkraft als -im Vergleich- ein US-"gep."-Infanteriebtl.

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