Ungarn Panzer und gepanzerte Fahrzeuge Sturmgeschütz 40/43M Zrinyi
Sturmgeschütz 40/43M Zrinyi
Zrinyi II Ungarisches SturmgeschützDas Zrinyi Sturmgeschütz basierte auf dem Turan-Chassis und war mit einer 105 mm Haubitze ausgestattet. Es hatte eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem italienischen Sturmgeschütz Semoventi 105/25.
Als Bewaffnung wurde erst eine lange 75-mm-Kanone vorgeschlagen. Gefertigt wurde das StuG bei Manfred Weisz und MAVAG. Eine Modifikation fand 1944 statt, als an dem Sturmgeschütz Schüzren zum Schutz vor Hohlladungen angebracht wurden.

Nach dem die Ungarische Armee auf die Erfolge der deutschen Sturmgeschütze an der Ostfront aufmerksam wurden, erhielt die Entwicklung eines eigenen Sturmgeschützes höchste Priorität bei der Produktion - besonders nach dem Einsatz der Turan-Panzer innerhalb der 2. Ungarischen Armee bei Stalingrad, wo die Panzer gegen die sowjetischen T-34 kaum etwas ausrichten konnten.
Es wurden 2 Versionen geplant: Zrinyi I, bewaffnet mit einer langen 76mm-PaK und ein Zrinyi II, bewaffnet mit einer 105mm-Haubitze. Der Name "Zrinyi" stammt von Nikolaus Graf Zrinyi, einem ungarischen Nationalhelden, der erfolgreich die Türken bekämpfte und 1566 bei der Schlacht um Szigetvar fiel.
Insgesamt wurden 8 Sturmgeschütz-Bataillone geplant. Jedes dieser Bataillone sollte mit rund 30 Sturmgeschützen ausgerüstet werden. Sie sollten als Infanterieunterstützung eingesetzt werden.

Der Motor, das Getriebe und das Chassis waren vom Turan übernommen worden. Das Chassis wurde allerdings um 45 cm verbreitert um mehr Raum für die Bewaffnung zu schaffen.
Im Dezember 1942 hatte die Firma Manfred Weisz den ersten Prototypen des Zrinyi II fertig gestellt. Der Prototyp verfügte über eine 105mm 40/43M (L/20.5) Haubitze, welche von MAVAG Dios-Gyor produziert wurde. Diese Haubitze war eine modifizierte Version der von MAVAG entwickelten 105mm 40M Haubitze. Diese Bewaffnung sollte sich im weiteren Verlauf des Krieges als sehr nützlich gegen die sowjetischen T-34 herausstellen.

Der Prototyp des Zrinyi II wurde auf dem Artillerie-Übungsgelände bei Hajmasker in West-Ungarn getestet. Die Test verliefen vom 12. Dezember 1942 bis zum 20. Januar 1943. Nach dem die Tests größtenteils positiv ausfielen, wurde das nun bezeichnete 43M Zrinyi II rohamtarack (Sturmgeschütz) für die Produktion frei gegeben. Später wurde es in 43M Zrinyi 105 umbenannt.

Manfred Weisz erheilt den Auftrag 40 Fahrzeuge herzustellen. Später wurde die Anzahl der bestellten Fahrzeuge auf 104 erhöht. Von diesen wurden 54 1943 und 50 1944 von Manfred Wesz und Ganz produziert.
Die ersten Fahrzeuge waren im August 1943 einsatzbereit. Insgesamt wurden von manfred Weisz 60 Fahrzeuge produziert, bevor die Produktion dann im Juli 1944 gestoppt wurde. Es ist möglich, aber nicht bestätigt, dass Ganz im August und September 1944 noch 6 weitere Fahrzeuge gefertigt hat.

Die Produktion des Zrinyi I wurde niemals in Auftrag gegeben, lediglich ein Prototyp wurde zu Testzwecken eingesetzt.

Technische Daten

 Besatzung 
 4 Mann
 Länge 5,90 m
 Breite 2,89 m
 Höhe 1,90 m
 Gewicht 21,5 t
 Panzerung
 13 - 75 mm
 Hauptbewaffnung
 105 mm MAVAG 40/43M Haubitze
 Sekundärbewaffnung
 8 mm Danuvia 34/40 MG
 Motor Weisz V8, 260 PS
 Höchstgeschwindigkeit
 40 km/h
 Leistung/Gewicht
 12,2 PS/Tonne
  

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. September 2009 um 23:45 Uhr
 

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