Ungarn Panzer und gepanzerte Fahrzeuge Turan I, II, III - mittelschwerer Panzer
Turan I, II, III - mittelschwerer Panzer
Ungarischer Turan IIDer mittelschwere Panzer Turan entstand auf der Basis des tschechischen LT vz. 35 (in Deutschland auch als Panzerkampfwagen 35 (t) eingesetzt).
Als das Deutsche Reich die Tschechoslowakei annektierte, arbeitete Skoda gerade an einem mittelschweren Panzer der auf dem erfolgreichen LT vz. 35 basieren sollte. Im März 1939 trugen die Prototypen dieses Panzers die Bezeichnung "T-21". Zwei fertig gestellte Prototypen des T-21 wurden 1941 an Ungarn übergeben.
In Ungarn wurde die Frontpanzerung auf 50mm (vorher 30 mm) verstärkt und die 47-mm-Kanone gegen eine 40-mm-Skoda-A17-Kanone ausgetauscht. Das Gesamtgewicht betrug nun 18 t (vorher 16,5 t).

Turan I
Der Turan I konnte für seine 40-mm-Kanone die die gleiche Munition wie die schwedische Bofors-40-Flak nutzen, welche ebenfalls in Ungarn eingesetzt wurde. Insgesamt wurden vom Turan I 230 Fahrzeuge gebaut, davon 70 bei MVG in Gyor, 70 bei Manfred Weisz in Cspel, 50 bei Ganz in Budapest und 40 bei MAVAG ebenfalls in Budapest.
Der Turan I wurde in der ungarischen Panzerdivision, der 1. Pancelos Hadosztaly, eingesetzt. Der Panzer erwies sich gegen die sowjetischen Modelle als unzureichend und so wurden Zusammenstöße mit sowjetischen Panzerverbänden möglichst vermieden.

Turan II
Nach dem Debakel der 2. Magyar Honved (2. Ungarische Armee) in Stalingrad, wurde endgültig klar das die 40-mm-Kanone völlig veraltet war. Als Ergebnis entwickelte MAVAG Dios-Gyor die 75mm 41M Panzerkanone, die auf der Österreichisch-Ungarischen Bohler 75mm 18M Feldkanone basierte. Diese Kanone wurde dann im Turan II eingesetzt. Der 41 M Turan II besaß einen etwas größeren Turm um die neue 75-mm-Kanone aufnehmen zu können, ansonsten gab es keine nennenswerten Veränderungen gegenüber dem Turan I. Später erhielt der Panzer die Bezeichnung 41M Turan 75. Die ersten drei Panzer des Typs Turan II wurden zwischen dem 13. und 15. Mai 1943 an die Truppen ausgeliefert.
Bei ersten Kämpfen stellte sich heraus, dass die Geschosse der neuen 75-mm-Kanone die Frontpanzerung der sowjetischen T-34 nicht durchschlagen konnte. Dies lag hauptsächlich an der langsamen Mündungsgeschwindigkeit. Lediglich aus kurzer Entfernung war der Turan II in der Lage dem T-34 Schaden zuzuführen. Auf der anderen Seite war es dem T-34 möglich, die 50-mm-Panzerung des Turan II auch auf weite Entfernung zu durchschlagen.
Insgesamt wurden 139 Fahrzeuge des Typs Turan II hergestellt, hauptsächlich im Jahr 1943.
Die Kanonen des Turan wurden bei MAVAG Dios-Gyor gefertig. Die Motoren bei Manfred Weisz, MVG und MAVAG.
Das Chassis des Turan diente auch als Basis für das ungarische Sturmgeschütz Zrinyi II.

Im April 1943 erschien eine andere Variante des Turan II. Diese war mit einer 43M (L/43) Kanone bewaffnet, welche eine ungarische Weiterentwicklung der deutschen 7,5 cm PaK 40 war, welche auch beim deutschen Panzer IV zum Einsatz kam. Obwohl sich die ungarische Version dieser Kanone erheblich von dem deutschen Modell unterschied, konnte sie neben spezieller ungarischer auch weiterhin deutsche Munition verschießen.
Dieser Turan II erhielt einen modifizierten Turm und eine etwas dickere Panzerung, ansonsten glich er dem Turan II 75.

Turan III
Der Turan III enthielt nur minimale Änderungen gegenüber dem Turan II mit 43M-Kanone. In der zweiten Jahreshälfte 1944 wurden einige Turan I und II mit einer Art Schürzen, ähnlich wie beim deutschen Panzer III, zusätzlich geschützt.

Technische Daten

 Besatzung 
 5
 Länge 5,55 m
 Breite
 2,44 m
 Höhe 3,39 m
 Gewicht 18,2 t
 Panzerung
 15 - 50 mm
 Hauptbewaffnung
 40 mm Skoda A17
 Sekundärbewaffnung
 7,92 mm MG
 Motor Benziner Manfred Weisz, 260 PS
 Geschwindigkeit 47 km/h
 Leistung/PS 14 PS/Tonne
 Reichweite 165 km

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. September 2009 um 23:43 Uhr
 

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