1935: Saar Abstimmung

Während der Verhandlungen in Versailles pochte der französische Ministerpräsident Clemenceau darauf, dass die Saarländer französischer Abstammung seien und daher Bürger Frankreichs werden sollten. Trotz des vehementen Willens Frankreichs, das Saarland zu annektieren, findet dieser Vorschlag keine Mehrheit unter den Siegermächten des Ersten Weltkrieges. besonders England sträubt sich gegen den Willen Frankreichs.
Es wird ausgehandelt, das Saarland zunächst für 15 Jahre unter die Verwaltung des Völkerbundes zu stellen, danach sollte eine Volksabstimmung über die Zukunft des Saarlandes entschieden werden. Es wurde daher eine international besetzte "Saarkommission" eingesetzt, die das Saarland in dieser Zeit und im Auftrag des Völkerbundes regieren sollte. Diese "Saarkommission" stand jedoch unter dem Vorsitz des französischen Präsidenten und so entpuppte sich diese Kommission bald als alleinige Vertretung französischer Interessen. Aus Protest dagegen verliesen das kanadische und deutsche Mitglieder diese Kommission, was aber nichts daran änderte, dass Frankreich weiter im Saarland herrschte.
Nach Protesten der betroffenen Bevölkerung verlegt Frankreich rund 5.000 Soldaten in das Saargebiet. Weiters wurde die deutschen Beamten und Firmenleitungen ausgewiesen und durch französische Beamte ersetzt. Dies alles geschah gegen die Bestimmungen im Versailler Vertrag.

Als 1935 die vereinbarten 15 Jahre vorbei waren, musste Frankreich die im Vertrag festgelegte Volksabstimmung dulden. Schon Monate vor der Abstimmung begann die französische Regierung einen enormen Wahlkampf, während Deutschland nicht einmal Zutritt zu den Gebieten hatte.
Hitler machte der französischen Regierung den Vorschlag auf die Volksabstimmung zu verzichten und das Ganze per freundschaftlicher Vereinbarung zu regeln. Dabei sollte das Saargebiet wieder an Deutschland angeschlossen werden und per Wirtschaftsbertrag festgelegt werden, dass Frankreich und deren Industrie weiterhin die Bodenschätze an der Saar ausbeuten dürfe. Die französische Regierung lehnte diesen Vorschlag Hitlers jedoch ab.
Am 13. Januar 1935 wurde also unter Aufsicht des Völkerbundes gewählt. Dabei wählten 90,8 % der Saarländer für einen Anschluss an das Deutsche Reich, 8,8% votierten für die Unabhängigkeit des Saarlandes und nur 0,4% für den Anschluss an Frankreich.
Somit waren alle französischen Bemühungen und Propaganda gegen das Deutsche Reich vergeblich gewesen und Frankreich bescherte Hitler einen großen innenpolitischen Erfolg. Am 1. März 1935 gehört das Saarland wieder zum Deutschen Reich.
Innerhalb des Deutschen Reichs bildete das Saarland gemeinsam mit der bayrischen Pfalz den Gau "Saar-Pfalz".

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. April 2010 um 17:54 Uhr
 

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