Schweden

Es wird davon ausgegangen, dass ca. 300 Schweden während des Krieges in der Waffen-SS dienten.
Wie die Spanier meldeten sie sich freiwillig um gegen den Bolschewismus und weniger für Hitler zu kämpfen. Mehr als die Hälfte aller freiwilligen Schweden waren Mitglieder oder Anhänger einer der zahlreichen schwedischen nationalsozialistischen Parteien (die bekannteste davon war die "Svensk Socialistisk Samling", kurz "SSS").

Die meisten schwedischen Freiwilligen dienten in der SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Nordland" und der Panzergrenadier-Kompanie 3, welche auch als "Schwedenkompanie" bekannt und in deren 4. Zug dienten ausschlieslich Schweden, so dass dieser ebenfalls "Schwedenzug" genannt wurde.
Andere Einheiten in denen mehrere Schweden dienten waren die SS-Panzer-Division Wiking und die SS-Gebirgs-Division Nord.
Einzelne schwedische Freiwillige dienten in folgenden Einheiten:
SS-Panzer-Division Leibstandarte SS Adolf Hitler, SS-Panzer-Division Totenkopf, SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nederland, SS-Panzer-Division Frundsberg, Waffen-Grenadier-Division der SS Charlemagne, SS-Standarte Kurt Eggers und SS-Panzer-Brigade Gross.

Den höchsten Rang, den ein schwedischer Freiwilliger (in diesem Fall Hans-Gösta Pehrsson) je erreichte, war der Rang eines SS-Hauptsturmführer , was einem Hauptmann entspricht.
Die höchste Auszeichnung eines Schweden war das Deutsche Kreuz in Gold für SS-Oberscharführer Sven-Erik Olsson.
Viele Schweden waren an der Offiziersschule "SS-Junkerschule Bad Tölz".

Die "Schwedenkompanie" der SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 11 "Nordland"
Die Abteilung gliederte sich in 5 Kompanien:
- 2 Spähkompanien (2cm Spähwagen)
- 2 SPW-Kompanien (Panzergrenadiere)
- 1 schwere Komapnie (u.a. Panzerjäger)

Die 3. Kompanie setzte sich aus drei leichten SPW-Zügen mit volksdeutschen Panzergrenadieren aus Rumänien und dem IV. (schweren) Zug zusammen, der mit Granatwerfern und sMG auf SPW bewaffnet war.
Dieser Zug bestand aus schwedischen Kriegsfreiwilligen und umfasste rund 40 Soldaten.
In der Regel waren es 1-2 Führer, 5 Unterführer und 30-35 Männer.
Weil in der 3. Kompanie auch manche Estlandschweden (eine seit etwa 1400 in Estland ansässige Gruppe) dienten, wurde die ganze Einheit als "Schwedenkompanie" der SS-Pz.A.A. 11 benannt.
Weiters befanden sich weitere skandinavische Freiwillige und einige Schweizer in der Abteilung.

Die SS-Pz.A.A. 11 stellte aufgrund ihrer Fahrzeugaustattung eine sehr bewegliche, dabei personall schwache aber mit großer Feuerkraft versehene Einheit dar.
Als eine der besten Einheiten der Division "Nordland" galt sie als "Feuerwehr" und kannte selten geschlossene Einsätze.
Oft wurde sie kompanieweise und bei anderen Einheiten, sogar auserhalb der Division eingesetzt.

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