Waffen-SS SS-Brigaden 3. Estnische SS-Freiwilligen Brigade
3. Estnische SS-Freiwilligen Brigade

Im März 1943 plante das SS-Führungshauptamt mit weiteren angeworbenen Freiwilligen die bereits nestehende Estnische SS-Legion auf Brigadestärke zu bringen.
Nach dem sich Teile der Estnischen SS-Legion bereits an der Ostfront befanden wurden aus den zurückgebliebenen Teilen das 1. Estnische SS-Freiwilligen-Regiment gebildet. Teile der 1. SS-Infanterie-Brigade (mot.) sollten ebenfalls zur Aufstellung der Brigade herangezogen werden.
Die Brigade bestand nach Bildung der einzelnen Teile aus:

SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 1
SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 2
SS-Panzerjäger-Abteilung
SS-Artillerie-Abteilung
SS-Flak-Abteilung
SS-Nachrichten-Kompanie
SS-Feldersatz-Bataillon

Nach Meldung zur Einsatzbereitschaft besichtigte Heinrich Himmler als Reichsführer-SS mitte September 1943 die Brigade auf dem Truppenübungsplatz Debica und zeigte sich sehr zufireden.
Als am 22. Oktober 1943 alle Einheiten der Waffen-SS durchnummeriert wurden, erhielt die Brigade den Namen 3. Estnische SS-Freiwilligen-Brigade.

Unternehmen "Heinrich"
Ende Oktober 1943 wurde die Brigade mit dem Zug zur Heeresgruppe Nord gebracht, dort wurde sie dem Kommandierenden General der Sicherungstruppen und Befehlshaber im Heeresgebiet Nord zugeteilt.
Anfang November nahm die Brigade am Unternehmen "Heinrich" teil. Dieses Unternehmen war eine groß angelegte Offensive gegen die Partisanen im Raum Rossony zu zerschlagen.  Innerhalb diser Aktion war die Brigade dem Chef der Bandenkampfverbände, SS-Obergruppenführer und General der Polizei Erich von dem Bach, direkt unterstellt.
Am 1. November begann das Unternehmen. Die Brigade bekämpfte fünf Tage lang die Partisanen in den Wäldern von Rossony. Die Brigade sties bei den Kämpfen bis nach Albrechtovo vor, welches eine der Hochburgen der Partisanen war. Am 6. November drehte die Brigade dann nach Osten ab und ging in Richtung Nesherda-See.

An der Hauptkampflinie der Front

Zur gleichen Zeit durchbrachen starke sowjetische Verbände die naheliegende Front. Das Unternehmen wurde daraufhin abgebrochen und die Einheiten der Brigade an der HKL (Hauptkampflinie) eingesetzt um diese zu halten. Der Brigade gelang es ihren Sektor zu sichern und die sowjetischen Angriffe abzuwehren. Während dieser Kämpfe unterstand die Brigade der Polizei-Kampfgruppe "Jeckeln".
An anderen Stellen der Front riss der Feind große Lücken in die deutschen Linien.  Diese Lücken mussten umgehend geschlossen werden, doch zuvor musste die sowjetische 3. Stoßarmee bei Pustoschka geschlagen werden. Für diesen Einsatz wurde die Kampfgruppe "Jeckeln" eingesetzt.
Der folgende Angriff der Kampfgruppe und der estnischen Brigade brachte keinen Erfolg und wurde am 8. Dezember wieder eingestellt. Die deutschen Verbände zogen sich zurück um wieder eine durchgehende Front aubauen zu können.
Die Kämpfe flauten in den nächsten Tagen ab und die estnischen Soldaten begannen Winterfeste Unterkünfte zu errrichten.

Am 16. Dezember 1943 war es der Roten Armee gelungen die Fronten der Heeresgruppe Mitte mit einer Breite von 80 km zu durchbrechen und 30 km weit vorzutsossen. Die Heeresgruppe Nord sendete draufhin die verstärkte 132. Infanterie-Division an den rechten Flügel der Heeresgruppe Mitte. Die Division wurde unter anderem auch mit der 3. Estnische SS-Freiwilligen Brigade verstärkt.
Am 17. Dezember meldete die Brigade eine Stärke von 178 Führern, 864 Unterführer, 4.057 Mannschaften, was eine Gesamtstärke von 5.099 Mann ergab,
Die Brigade war gut ausgerüstet und viele der Angehörigen hatten bereits Kriegserfahrung.

Im Januar des Jahres 1945 wurde die 3. Estnische SS-Freiwilligen Brigade dann in die 20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estnische Nr. 1) umgewandelt.

Kommandeur
SS-Obersturmbannführer Franz Augsberger (22 Okt 1943 - 21 Jan 1944)
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