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Polen Die Leibstandarte kämpfte im Polenfeldzug als motorisiertes Regiment und war Teil der Panzerdivision Reinhardt. Der Kommandeur der Leibstandarte war Sepp Dietrich. Die Leibstandarte war in 3 motorisierte Bataillone gegliedert, hinzu kamen die 15. SS-Motorradgespann-Kompanie, ein Pionierzug und eine kleine Abteilung "Panzerspähzug". Die Panzerwehrabteilung wurde von Kurt Meyer (Panzermeyer) kommandiert, der die Abteilung kurz vor dem Einmarsch in Polen in Panzerjäger-Abteilung umbenannte. Bereits eine Woche nach Kriegsbeginn befanden sich die deutschen Truppen bereits vor Lodz. Bei der Schlacht um Lodz spielte die Leibstandarte eine wichtige Rolle. Die Stadt Pabianice (15 km südwestlich von Lodz) sollte abgeschnitten werden. Dabei sties das I. Bataillon der LAH von Norden her auf Richtung Pabianice vor, während das II. Bataillon von Süden her auf die Stadt zu marschierte. Das III. Bataillon wurde als Reserve gehalten und besetzte sämtliche Zufahrtsstrassen. Unterstützung bekam die LAH von einer Kompanie der 17. Infanterie-Division und einigen Panzern (Typ IIF) des Panzerregiment 23. Das I. Bataillon, dass von Norden her auf die Stadt zu kam, traf auf wenig Widerstand und konnte recht schnell sein Ziel erreichen. Im Süden gab es dagegen erbitterten Widerstand der polnischen Einheiten. Dort gab es eine zweite Verbindungsstrasse nach Lodz, welche vom II. Bataillon der LAH eingenommen und besetzt werden sollte. Hier hatte die polnische Armee eine Starke Verteidigung aufgebaut, in dem sie entlang der Strasse Gräben und Bunker errichtet hatten. Aus den Wäldern südlich der Stadt stiessen polnische Kavallerie und Infanterie in Richtung der Linien der LAH vor. Das II. Bataillon schaffte es aber unter schweren Verlusten die Strasse zu sichern und den polnischen Angriff abzuwehren. Bei diesem Kampf kam es auch zu Nahkämpfen, bei denen ein SS-Mann teilweise auf 2-3 polnische Soldaten traf. Die LAH kesselte die Stadt und alle darin befindlichen polnischen Einheiten ein. Bis zum Ende des Feldzuges gegen Polen hinderte die LAH die polnischen Truppen an mehreren Ausbruchsversuchen aus dem Kessel. Holland Im Feldzug gegen Holland hatte die LAH wieder einige der wichtigsten Aufgaben während des Feldzuges. Sie sollte mit einem Überraschungsangriff die holländischen Verteidigungslinien durchbrechen und weit in das Hinterland vorstossen. Das Gelände in Holland war sehr schwer zugänglich, das das gesamte Land von Flüssen und Kanälen durchzogen war. Zu Beginn des Feldzuges wurden die wichtigsten Brücken von Fallschirmjägern der 7. Fliegerdivision und der 22. Luftlande-Division besetzt. Nach dem die LAH sehr schnell vorgestossen war, kam sie am Fluss IJsel erstmals zum stehen, da die dortige Brücke von den holländischen Soldaten gesprengt worden war. Schnell wurde ein anderer Übergang über den Fluss in der Nähe von Zutphen gefunden. Bevor die Dämmerung einbrach hatte die LAH bereits am 10. Mai eine Strecke von 75 km zurück gelegt. Insgesamt hatte das I. SS-Motorisierte-Regiment "Leibstandarte“ eine Strecke von 215 km überwunden, was eine der weitesten Strecken des gesamten Krieges war, welche je von einer kämpfenden Einheit zurück gelegt worden war. Die LAH setzte ihren Blitzkrieg fort und nahm an der Einkesselung Amsterdams teil. Frankreich Nach den Kämpfen in Holland stand die LAH unter dem Kommando der Armeegruppe B, welche aus 3 Panzer-Divisionen und einigen motorisierten Einheiten bestand, inkl. der Einheiten der Waffen-SS. Die Leibstandarte und die Standarte "Der Führer" stellten die Speerspitze dar, während die Standarte "Totenkopf" als Reserve am Rhein gehalten wurde. Während die LAH südwärts transportiert wurde, war die Standarte "Totenkopf" die erste SS-Einheit die am 19. Mai auf dem französischen Kriegsschauplatz eintraf. Sie war ein Teil der 7. Panzer-Division, die von Erwin Rommel geführt wurde, und säuberte das von der 7. Panzer-Division eroberte Gebiet vor Partisanen. Rommel sties sehr schnell vor und erst bei Arras traf die Standarte "Totenkopf" wieder auf die 7. Panzer-Division, als diese am 21. Mai von zwei Bataillonen des britischen königlichen Panzer-Regiment und einer Infanterie-Brigade angegriffen wurde. Die Flanken waren durch den schnellen Vortoss zu schwach geworden und so wurde die LAH direkt nach seiner Ankuft mit der SS-Verfügungsdivision (die spätere Division "Das Reich" ) in den Kampf geworfen. Die LAH und die Verfügungsdivision sollten nun gegen die britischen Truppen im Bereich Dünkirchen vorgehen. Zwar waren die Einheiten der Waffen-SS zahlenmäsig den alliierten Truppen unterlegen, doch die Waffen-SS erzielte bemerkenswerte Erfolge bei ihrem Marsch auf Dünkirchen. Die Standarte "Deutschland" unter Felix Steiner überquerte alleine und ohne jede Unterstützung den Fluss Leie, wehrte britische Panzerangriffe ab und errichtete einen kleinen Brückenkopf. Bei dieser Operation verlor die Standarte "Deutschland" eine ganze Kompanie. Die Leibstandarte preschte weiter in Richtung Süden vor und trieb mehr britische Einheiten vor sich her, als jede andere deutsche Einheit. Die LAH ignorierte den Befehl Hitlers ihren blitzartigen Vorstoss zu beenden und nahm so die Wattenberg-Höhe ein, welche die Hauptposition der britischen Artillerie war. Der gesamte Frankreichfeldzug kostete die Leibstandarte rund 500 Männer. Balkan Nach dem Westfeldzug wurde die Motorisierte Brigade der SS "Leibstandarte" weiter aufgerüstet. Sie bestand jetzt aus 4 Bataillonen, einer schweren Inf.Bat. (mot.), einer Flak-Abteilung, StuG-Abteilung, SS-Pionierabteilung und einer SS-Aufklärungsabteilung. Die LAH zog von Bulgarien über Pitesti, Slatina, Turnu Magurele, Nikopol, Pleven und Sofia. Über Kustendil folgte die LAH der 9. Panzer-Division in Richtung Skopje und drehte dann südwärts ab in Richtung griechische Grenze bei Prilep und Monastir. Während der Kämpfe in Griechenland traf die LAH auf britische Expetitionstruppen. Diese Truppen standen unter dem Kommando des britischen Generals Henry Maitland Wilson und ahtten eine Stärke von rund 57.000 Mann. Zu ihnen gehörten unter anderem die 6. australische Infanterie-Division, die 2. neuseeländische Infanterie-Dvision und die 1. gepanzerte Brigade die rund 100 Panzer beinhaltete. Als Reserve wurde die 7. australische Infanterie-Division und eine polnische Brigade gehalten. Die deutschen Truppen überquerten am 6. April um 5:15 Uhr die grichische Grenze. Die 12. Armee bestand aus 8 Infanterie-Divisionen und der 2. und 9. Panzer-Division. Bereits am 7. April wurde die Metaxa-Linie an mehreren Stellen durchbrochen und am 9. April wurde Saloniki von der 2. Panzer-Division eingenommen. Dadurch wurde auch gleichzeitig der Rückzugsweg der griechischen Truppen im Osten abgeschnitten. Bereits am 16. April wurde klar das es für die griechischen und alliierten Truppen keine andere Möglichkeit als Rückzug gab. Sie zogen sich bis auf die Thermopylae-Linie zurück. Bevor die Leibstandarte Monastir erreichen sollte, traf sie bei Vevi (40 km südöstlich Monastir) auf griechische und australische Truppen. Das bergige Gebiet war von Schnee bedeckt und war ideal für die Verteidigung. Hier hatten sich die 16th/6 Australian Rifle Brigade und die 21. griechische Infanterie-Dvision verschanzt. Sie hatten starke MG-Stellungen im gesamten Gebiet ausgebaut. Die alliierten Einheiten waren sehr stark eingegraben und hatte eine Verteidigungslinie bis zum Berg Olympus aufgebaut. Die SS-Männer der Leibstandarte wurden durch das feindliche MG-Feuer regelrecht fest genagelt. Erst unter dem energischen Einsatz Kurt "Panzermeyer" Meyer und seinem Bataillon, gelang es den wichtigen Klisura-Pass einzunehmen. Die LAH nahm Monastir 3 Tage nach überschreiten der Grenze ein. Dabei trafen die SS-Männer frontal auf britische Truppen und es kam zu heftigen Kämpfen. Die Briten waren durch die Stärke und den schnellen Vormarsch der LAH überrascht und gingen in den Rückzug über. Dabei wurden sie von der LAH und der deutschen Luftwaffe verfolgt. Die britischen Truppen zogen sich über Kalmata, Kreta bis nach Ägypten zurück. Insgesamt verloren die Alliierten rund 12.000 Mann die gefallen, verwundet oder gefangen genommen wurden. Die Leibstandarte zog weiter in Richtung Athen, wo die Männer der LAH von jubelnden Griechen mit Blumen empfangen wurden. Russland Zu Beginn der Operation "Barbarossa" trug die Leibstandarte den Namen 1. SS-Motorisierte Division LAH und zählte 10.796 Mann. Unterstellt war sie der Armeegruppe Süd (von Rundstedt), Panzergruppe I (von Kleist), III. (mot.) AOK (von Mackensen) und war gruppiert mit der Division "Wiking" und der 13. und 14. Panzer-Division. Auch im Russlandfeldzug sollte sich die LAH als Eliteeinheit bewähren. Sie kämpfte stets an der Speerspitze der Angriffe, was unter anderem auch damit zusammenhing, das sie eine motorisierte Einheit war. Die LAH erreichte im August die Ufer des Schwarzen Meeres und bereits im November die Stadt Rostov am Don. Mittlerweile war die LAH 960 km in das sowjetische Gebiet eingedrungen, als der Vorstoss nach 5 Monaten erbitterter Kämpfe langsam zum stoppen kam. Die extrem zahlenmäßige Überlegenheit der Roten Armee und der einsetzende Winter im schwer zugänglichen Gebiet mit dem verbundenen Schnee und Schlamm, machten eine Fortsetzung des bisherigen "Blitzkrieges" unmöglich. Während die Wehrmacht beim Marsch auf Moskau fest steckte, verteidigte die LAH bereits Rostov und wurde Ende November aufgrund hoher Verluste von der Front abgezogen. Als die gesamte Armeegruppe unter starkem Nachschubmangel litt, war ein Rückzug aus Rostov notwendig. Von Rundstedt widersetzte sich damit Hitlers "keinen Schritt zurück"-Befehl. Noch in der selben Nacht wurde von Rundstedt von Hitler durch von Reichenau ersetzt. Die LAH wurde hinter den Mius zurückgezogen und kämpfte hier bei -40°C meherere Vereidigungsschlachten gegen die Rote Armee. Zu diesem Zeitpunkt verfügten die Soldaten noch immer nicht über Winterkleidung und die Nachschubstrecken und Versorgungswege waren unter Kniehohem Schnee begraben und damit auser Betrieb. Die tägliche Ration innerhalb der LAH wurde auf 150 g herunter gesetzt. Als der Winter zu Ende war, hatten 5.281 Männer der Leibstandarte in Russalnd ihr Leben verloren. Während des Sommer und Herbst 1942 befand sich die LAH zur Auffrischung in Frankreich. Hier erhielt die LAH auch eine Panzerabteilung und wurde zu einer Panzergrenadierdivision. Kharkov Die Divisionen Leibstandarte, Das Reich und Totenkopf kehrten aus Frankreich im Januar 1943 an die Ostfront zurück. Hitler war mit der Formung eines SS-Korps, welches bereits 1942 geplant wurde, einverstanden. Er verprach sich durch den Zusammenschluss der SS-Einheiten eine schlagkräftigere Formation, als wenn die SS-Einheiten auf verschiedene Armeegruppen verteilt wären. So wurde das I. SS-Panzerkorps gebildet. Der Auftrag der Korps bestand darin zu verhindern, dass Kharkov in sowjetische Hände fällt. Kommandiert wurde das Korps von Paul Hausser. Die Leibstandarte war angehalten worden eine Stadt bei bitterkaltem und stürmischen Wetter gegen eine sowjetische Übermacht zu verteidigen. Die Rote Armee war der Leibstandarte in diesem Falle zahlenmäsig 7mal überlegen. Paul Hausser wollte nicht das Kharkov zu einem zweiten Stalingrad wird und ignorierte Hitlers Befehle. Am 15. Februar zog er sich in Richtung Krasnograd zurück und übelies der Roten Armee die Stadt. Bei Krasnograd wurde der sowjetische Widerstand schnell gebrochen. Mittlerweile waren die Nachschubwege der Roten Armee ebenfalls stark in die Länge gezogen und die sowjetischen Soldaten waren durch die monatelangen Kämpfe ebenfalls erschöpft. Von Manstein bat und erhielt 12 Panzerdivisionen - die bis dahin größte Ansammlung von Panzerdivisionen - um damit einen Gegenangriff gegen die Rote Armee bei Kharkov durchzuführen, die sich dort immer stärker sammelte. Er plante einen Angriff von drei Seiten, wobei das I. SS-Panzerkorps die Speerspitze der Offensive darstellen sollte. Die Leinstandarte enthielt mittlerweile das SS-Panzerregiment , welchem die berühmte 13.sKp/SS-Pz.Reg. 1 angehörte - die Tiger-Kompanie der Leibstandarte. Diese Einheit sollte mit 9 Tiger-Panzern und 10 Panzer III N an der Kharkov-Offensive teilnehmen. Der Angriff startete am 23. Februar in südöstliche Richtung und bereits am 28. Februar trafen die Einheiten nach fünf Tagen härtester Kämpfe auf die IV. Panzerarmee. Danach schwenke die LAH und das I. SS-Panzerkorps in Richtung Kharkov. Dort kam es zu erbittersten Kämpfen zwischen den SS-Einheiten und den Einheiten der Roten Armee. In der Stadt kam es zu Strassen- und Häuserkämpfen. Am 14. März war Kharkov wieder in deutscher Hand. Durch die enorme Kampfkraft der verbundenen Waffen-SS-Einheiten des I. SS-Panzerkorps verlor die Rote Armee bei diesen Kämpfen rund 20.000 Mann und über 600 Panzer. Auf deutscher Seite wurden rund 12.000 Soldaten verwundet oder waren gefallen. Die Leibstandarte verlor dabei 167 Führer und 4.373 Unterführer und Soldaten. Dank der Waffen-SS war dies seit langem wieder der erste große Erfolg der deutschen Armee, auf den so lange gewartet wurde. Der Rote Platz in Kharkov wurde sogar in "Leibstandartenplatz" umbenannt, in Anlehnung an die äuserst kämpferische Leistung der LAH bei der Schlacht um Kharkov. Kursk Die Leibstandarte war Teil des I. SS-Panzerkorps unter der Panzerarmee Hoth. Das I. SS-Panzerkorps bildete die rechte Flanke des Angriffs, während die linke Flanke von der Panzerdivision "Großdeutschland" (unter dem XLVIII. Panzer-Korps) gebildet wurde. Die s.Pz.Abt. 503 wurde mit 45 Tiger-Panzern für diesen Angriff auf volle Stärke gebracht. Die schwere Panzerkompanie der LAH hatte für diesen Angriff 12 Tiger-Panzer zur Verfügung. Insgesamt standen für diese Offensive rund 100 Tiger E zur Verfügung. Die Gesamtzahl aller Panzer innerhalb des I. SS-Panzerkorps betrug 425 Panzer. Die Gesamtstärke der LAH betrug 12 Tiger, 72 Panzer IV, 16 Panzer III und II. Die Leibstandarte marschierte am 29. Juni zum Sammelplatz des Korps. Der Angriff begann am 5. Juli. Das Korps bildete das Zentrum der IV. Panzerarmee. Direkt nach Beginn der Großoffensive gab es im nördlichen Bereich von Model`s Armee enorme Schwierigkeiten. Von 200 Panzern des Typs "Panther" kamen aufgrund technischer Mängel gerade mal 40 Stück auf dem Schlachtfeld an. Die Panzerjäger vom Typ "Elefant" wurden sehr schnell von der sowjetischen Infanterie ausgeschaltet, in dem die Infanteristen einfach auf die Panzer kletterten und mit Flammenwerfer und Handgranaten die Besatzungen ausschalteten. Der Panzerangriff der Division "Das Reich" geriet ins Stocken, als die Grenadiere überraschend auf ein großangelegtes Minenfeld stiessen. Die Leibstandarte befand sich um 19:00 Uhr 500 m vom südlichen Rand von Jakovleva entfernt, einem Dorf das sich innerhalb der zweiten sowjetischen Verteidigungslinie befand. In der gesamten Nacht kam es zu heftigen Kämpfen zwischen deutschen und sowjetischen Infanteristen. Deutsche Grenadiere zerstörten unzählige Bunker und Verteidigungsstellungen, teilweise mit dem Einsatz von Flammenwerfern. Am Folgetag, dem 6. Juli, ging der Vorstoss weiter in Richtung Prokharovka. Der Morgen des 7. Juli sollte von erbitterten Gefechten gekennzeichnet sein. Aufgrund des sumpfigen Gebietes, welches durch den Regen der in der Nacht fiel entstand, schwächten die Kämpfe zum Abend hin ab. Am 8. Juli erfolgte ein sowjetischer Angriff mit 60 T-34 Panzern und einigen Infanterie-Bataillonen um die Nachschublinien des I. SS-Panzerkorps abzuschneiden, welche sich auf der Strasse von Belgorod-Oboyan befand. Dieser sowjetischer Angriff wurde erfolgreich von der deutschen Luftwaffe abgewehrt, in dem 50 T-34 Panzer zerstört wurden. Am 8. Juli meldet das Oberkommando des I. SS-Panzerkorps 290 zerstörte Sowjetpanzer innerhalb 3 Tagen. Am 9. Juli wurden die Männer der Waffen-SS neu gruppiert um weitere Angriffe durchführen zu können. Das Reich nahm eine defensive Stellung ein, während die Leibstandarte weiter in der Offensive eingesetzt wurde. Das sowjetische Oberkommando STAVKA warf seine 1. Panzer-Armee in den Kampf und lies die Division Das Reich von drei Seiten aus angreifen. Dabei wurde die Division sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch gelang es der Division seine Stellung zu halten und den sowjetischen Angriff abzuwehren. Die deutschen Truppen gingen wieder in die Offensive über und während des 9., 10. und 11. Juli kämpfte sich die Leibstandarte durch das sumpfige Gebiet zum Fluss Psel - dem letzten Hindernis vor Kursk. Die LAH übernahm die Führung und das SS-Regiment "Deutschland" schützte die rechte Flanke der LAH. Durch das I. SS-Panzerkorps wurden jetzt die sowjetischen Einheiten 1. Panzerarmee, 6.Panzerarmee und Teile der 5. Armee aus dem Kampfgebiet heraus getrieben. Sie wurden vom sowjetischen Oberkommando zurückgezogen. Das SS-Korps drang nun 40 km in sowjetisches Gebiet ein, bis die es am 12. Juli bei Prokharovka auf die 5. Panzerarmee von Kommandeur Rotmistrov traf. Die Situation war deshalb so gefährlich, da zwischen den einzelnen SS-Divisionen keine Verbindung bestand und dadurch jede Division einzeln operierte. Die Flanke des Regiments "Der Führer" und die gesamte Flanke des SS-Korps war weit offen und kaum geschützt. Es kam zum Frontalzusammenstoß der verfeindenden Verbände und es entbrannte ein erbitterter Kampf. Die 13.s.Kp/SS-Pz.Reg. 1 der LAH traf auf das 181. sowjetische Panzer-Regiment an und vernichtete die Einheit komplett ohne einen einzelnen Verlust verzeichnen zu müssen. Der Hauptteil der sowjetischen 5. Panzer-Armee führte einige unkoordinierte Angriffe auf die Einheiten des Waffen-SS aus, mit dem Ziel, die einzelnen Divisionen voneinander zu trennen um sie so leichter vernichten zu können. Am Ende des 12. Juli hatte die 5. Panzerarmee der Roten Armee 313 Panzer verloren, während die deutschen Verbände 49 Panzer verloren. Dabei verlor die LAH 19 Panzer. Die SS-Männer eroberten Prokharovka und besetzten die Eisenbahnverbindung. Beschädigte Panzer wurden teilweise wieder Instand gesetzt und mit der Eroberung des Dorfes wurde verhindert, dass die Verwundeten in sowjetische Hände fielen. Am 13. Juli wurde die LAH nach weiteren Kämpfen geschont und die Divisionen Totenkopf und Das Reich übernahmen. Am 14. Juli startete Das Reich mehrere Angriffe und griff in mehreren Wellenan, gefolgt um 4:00 Uhr von einer Speerspitze aus Infanteristen, welche um 12:00 Uhr die Randgebiete um Pavorot erreichten. Dabei zerstörten Grenadiere der I. und III. Abteilung es Regiments "Der Führer" 12 T-34 Panzer mit Hohlgranaten als diese versuchen die deutschen Soldaten aufzuhalten. Der Angriff wurde bis in die Nacht des 15. Juli fortgesetzt, als dann schwere Regenfälle das Gebiet in ein Schlammbad verwandelten und den weiteren Vorstoss unmöglich machten. Das SS-Korps stellte eine Verbindung mit dem III. Armeekorps her, welches bereits mehrere sowjetische Einheiten einkesselte und zerstörte. Durch die Landung der Alliierten auf Sizilien befahl Hitler die Operation "Zitadelle" zu stoppen. Das I. SS-Panzerkorps wurde daher aufgelöst und die Leibstandarte schnellstens nach Italien verlegt. Das Reich und die Division Totenkopf wurden Teil des III. SS-Panzerkorps. Bevir die LAH nach italien abzog, übergab sie all ihre Panzer den verbleibenden Divisionen. Normandie: Operation "Götterdämmerung" Bis zum Winter 1943 verblieb die LAH in Italien und sollte anschliesend wieder an die Ostfront verlegt werden. Teile der 13.s.Kp./SS-Pz.Reg.1 wurden dazu verwendet die neue s.SS-Pz.Abt. 101 zu bilden. Nach dem die LSSAH an einigen Operationen an der Ostfront teilgenommen hatte, wurde sie in Erwartung einer alliierten Landung in der Normandie nach Belgien verlegt. Das I. SS-Panzerkorps unter dem Kommando von SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich befand sich bereits in Frankreich. Die LSSAH wurde jetzt von Theodor Wisch kommandiert. Das Panzerkorps bestand neben der Leibstandarte unter anderem aus den Divisionen "Hitlerjugend" , 21. Panzerdivision, und der Panzer-Lehrdivision. Als die LSSAH an ihrem Bestimmungsort ankam, betrug ihre Stärke rund 14.000 Mann und beinhaltete neben den Stammeinheiten folgende Einheiten: - III./SS-Artillerieregiment 1 - SS-Werferabteilung 1 (eine Kompanie fehlte) - 5./SS-FlaK.Abt. 1 (37 mm Flak) - 1./SS-Aufkl.Abt. 1 Teile der I./SS-Pz.Reg. 1 blieben zum Training in Belgien zurück, was sich als großer Nachteil heraus stellen sollte. Während die Division "Hitlerjugend" nach der Landung der Alliierten in der Normandie umgehend an die Front geworfen wurde, waren das I./ and II./SS-Panzergrenadierregiment 1 die einzigsten Einheiten der LSSAH die im Juni kämpften. Sie attackierten die östliche Flanke der britischen Truppen bei der Operation Epsom. Die einzigsten Verbände die auf amerikanische Truppen trafen waren die Divisionen Das Reich und "Götz von Berlichingen". Da die eigentliche Invasion in einem anderen Sektor vermutet wurde, war nicht ein einziger Tiger-Panzer verfügbar um die Amerikaner bei ihrem Ausbruchversuch aus deren Brückenkopf zu hindern. Die Briten hingegen mussten höchste Verluste hinnehmen, bevor sie sich im offenen Gebiet ausbreiten konnten. Die LSSAH hatte ihre entschiedenste Rolle in der Normandie bei der Operation Goodwood (Schlacht um Caen). Am 18. Juni stießen 3 stark gepanzerte britische Divisionen, an den Flanken von Infanterie geschützt, in Richtung Caen und den östlich gelegenen Höhen vor. Dort war das Ziel die Hügel bei Bourgébus zu überqueren und sich im offenen Gelände zu verteilen. Während dieser Operation gab es das größte Bombardement im Westen (und eines der größten während des gesamten Krieges): 2.500 Flugzeuge bombardierten rund 3 Stunden die deutschen Stellungen und vernichteten dabei Unmengen von deutschen Panzern, MG-Stellungen und Infanteristen. Direkt nach diesem Bombardement rollten die britischen Panzer in Richtung ihrer Zielvorgaben. Das 2.Kp./SS-Panzerregiment 1, dass sich nahe den Wäldern von Garcelles aufhielt, erhielt Order die britischen vorpreschenden Panzer in Soliers anzugreifen. SS-Obersturmführer Malkomes setzte sich mit seinen 13 "Panthern" in Richtung Bourguébus in Gang. Dort entdeckte er rund 60 feindliche Panzer südöstlich der Stadt. Er ging zum Angriff über und zerstörte 20 Feindpanzer. Gegen 12:00 Uhr war das gesamte Panther-Bataillon des I./SS-Panzerregiment 1 (46 Panther) im Kampf gegen die 29. britische Panzer-Brigade der 11. britischen Panzer-Division. Der Hauptteil der Leibstandarte eilte von Falaise, wo sie als Reserve gehalten wurde, zur Front und ging gegen 17:00 Uhr gemeinsam mit der 21. Panzerdivision zum Gegenangriff über. Die britischen Truppen mussten sich nach Caen zurück ziehen und verloren 126 ihrer Panzer. Am 19. Juli wurde Operation Goodwood von den Briten vorerst nicht fortgesetzt, lediglich einzelne Panzerangriffe wurden gestartet. Gegen 13:00 Uhr erhielten die britischen Streitkräfte Verstärkung und setzten ihre Offensive fort. Sie überranten mehrere deutsche Stellungen und griffen in mehreren Wellen an, an denen Panzer die Speerspitze bildeten. Als die Panzerspitzen, bestehend aus Sherman, Firefly und Cromwell-Panzern, gegen 16:00 Uhr die Hügel bei Bourguébus erreichten wurden sie nach und nach unter Feuer genommen und zerstört - die Panzer der Leibstandarte hatten vorher auf den Hügeln Stellung bezogen. Gegen 15:00 Uhr trafen die ersten Teile der Division "Hitlerjugend" ein und entlasteten die rechte Frontseite. Die Briten schafften es nicht aus ihrem Brückenkopf auszubrechen, sie erweiterten ihren Brückenkopf jedoch auf rund 9 km. Insgesamt hatten die Briten bis dahin 493 Panzer verloren und über 4.000 gefallene Soldaten zu beklagen. Trotz dieses Sieges seitens der deutschen Armee gegenüber einem zahlenmäsig weit überlegenen Feind, sahen die Amerikaner 5 Tage später die Chance auf einen Ausbruch aus ihrem Brückenkopf. Die deutsche Verteidigung war stark geschwächt und die deutschen Einheiten wurden nur wenig oder überhaupt nicht verstärkt. Hinzu kam, dass die Nachschubwege der deutschen Einheiten nonstop von alliierten Flugzeugen bombardiert wurden. Durch die Luftüberlegenheit der Alliierten, konnten sich die deutschen Truppenteile nur noch in der Nacht fort bewegen. Als die amerikanischen Truppen ausbrachen, stürmten diese in Richtung Avranches, während andere Teile der amerikanischen Truppen sich in einer Zangenbewegung in Richtung St. Lô bewegten. Hitler, der seinem Kredo "keinen Schritt zurück" treu blieb, ordnete umgehend einen Angriff gegen die amerikanischen Truppen an. Die Leibstandarte, zusammen mit 4 anderen Panzerdivisionen und 3 Panzerdivisionen der Wehrmacht, startete am 7. August einen Angriff, nach dem sich alle betreffenden Einheiten bereits am 5. und 6. August versammelt hatten. Das SS-Panzer-Regiment 1, gemeinsam mit zwei Panzergrenadier-Bataillonen, einer Pionierkompanie und der Flak-Abteilung waren für diesen Angriff bestimmt. Am Tag des Angriffs herrschte schlechtes Wetter und so konnten die alliierten Flugzeuge keine Einsätze fliegen. Obwohl die Alliierten von diesem Angriff wussten, begann der Angriff für die LSSAH erfolgsversprechend. Das Reich versuchte Mortain zurückzuerobern und die Kampfgruppe Peiper wollte in Richtung Bourlopin vorstossen, wurde jedoch von den massiven Luftangriffen der Alliierten gestoppt. Ein weiterer versuch am nächsten Tag schlug ebenfalls fehl. Ein Bericht von SS-Obersturmführer Preuss (10.Kp./SS-Panzergrenadierregiment 2) zeigt die unglaubliche Situation in der sich die SS-Männer befanden:
Es ist wahr, dass ein von uns abgeschossener Kampfbomber auf unseren Panzern landete um sie somit zu zerstören. Die meisten unserer Panzer und Schützenpanzerwagen fielen den massiven Bombardements zum Opfer. Jene Grenadiere die noch zum kämpfen fähig waren, stürzten sich rechts und links in die Büsche und Hecken. Die Bomber schwirrten wie Bienen über unseren Köpfen. Ich hörte das Peiper einen Herzanfall erlitten hatte. Diefendahl (Kommandeur der III./2) verlor sein Gehör nach dem direkt neben ihm eine Bombe detonierte. Kuhlmann war nicht in der lage den Angriff weiter fort zu setzen. Mein tapferer Nachrichtenmann, Sturmmann Horst Reinicken, wurde getötet als er versuchte den Kommandoposten der Herres-Panzerabteilung, der wir unterstellt waren, zu erreichen. Er sollte die Nachricht überbringen, dass unser Kommandant und dessen Adjutant tot neben uns in einer Hecke lag. Danach war die Operation in der Normandie beendet. Die Leibstandarte wurde im Kessel von Falaise von britischen und amerikanischen Truppen eingeschlossen. Dabei wurde die LSSAH in kleine Kampfgruppen aufgeteilt und stark dezimiert. Die einzelnen Kampfgruppen waren auf sich alleine gestellt und durchbrachen den Belagerungsring am 22. August um sich zurückzuziehen. Die Normandie forderte alleine von der Leibstandarte rund 5.000 Opfer. Ungarn und das "Frühlingserwachen" Hitler war von Sepp Dietrichs 6. Panzerarmee und deren Erfolge in den Ardennen so beeindruckt, dass er sie in 6. SS-Panzeramree umbenannte. Hitler glaubte die Situation im Osten durch eine große Ansammlung von Einheiten der Waffen-SS noch ändern zu können. Ziel war die alte Situation in Ungarn wieder herzustellen und die letzten verbliebenen Ölquellen am Balaton-See zu sichern. Das Gebiet in Ungarn war vom linken Flügel der Roten Armee durchzogen, welche im Januar 1945 in Budapest eine komplette Waffen-SS-Garnison vernichtete, trotz eines Entlastungsversuchs durch das IV. SS-Panzerkorps. Der sowjetische Geheimdienst fing Nachrichten ab, welche das Vorbereiten der Operation in Ungarn als Inhalt hatten. Daraufhin zerbombten sowjetische Bomber die deutschen Schienenwege um die Vorbereitungen der Waffen-SS zu stoppen. Als erste deutsche Einheiten kamen die Leibstandarte und die Division "Hitlerjugend" als Teil des Teil des I. SS-Panzerkorps im betreffenden Bereich an. Sie wurden am 17. Januar 1945, mit dem Ziel den Brückenkopf am Gran zu zerstören, in die Schlacht geworfen. Dies sollte die Voraussetzung für weitere Offensiven sein. Insgesamt hatten beide Divisionen nur ca. 150 Panzer und Geschütze zur Verfügung, doch sie schafften es den Brückenkopf zu zerstören und dabei die sowjetische 7. Armee äußerst hart zu treffen. Die zurückziehenden sowjetischen Truppen hatten rund 8.500 Gefallene zu verzeichnen. Mit diesem Erfolg wurde eine Bedrohung für Wien abgewendet und die Operation "Frühlingserwachen" konnte beginnen. Die Operation "Frühlingserwachen" war so geheim, dass Hitlers Adjutant SS-Sturmbannführer Günsche Sepp Dietrich mündlich einwies. Hitler verbot sogar jegliche Flaggen und Hakenkreuze im Gebiet bis zum Tag des Beginns der Operation. Selbst Aufklärung durfte nicht betrieben werden. Der Plan sah vor alle vorhandenen sowjetischen Einheiten zwischen Donau, Plattensee und dem Fluss Drava einzuschließen und zu vernichten. Der Kommandeur der 3. Ukrainischen Front, Tolbukin, erhielt von den Alliierten die vorhergesehenen Daten über die deutsche Offensive. Der Hauptangriff sollte zwischen dem Plattensee und dem Velenczsee statt finden. Sofort gab er Befehl entsprechende Verteidigungsmaßnahmen durchzuführen. Es wurden umgehend Gräben und Verteidigungsstellungen gebaut. Weiters errichteten die sowjetischen Einheiten eine Front mit Panzerabwehrgeschützen. Die 6. SS-Panzeramree griff auf beiden Seiten des Sarviz-Kanals in südliche Richtung an. Sepp Dietrich positionierte die Leibstandarte im Zentrum der Offensive, das II. SS-Panzerkorps auf der linken Seite und das I. Kavalleriekorps auf der rechten Seite. Die s.SS-Panzerabteilung 503 war der Leibstandarte unterstellt, welche nun von SS-Brigadeführer Otto Kumm kommandiert wurde. Ziel war es die sowjetische Kommunikation über die Donau zu unterbrechen und danach nach Norden in Richtung Budapest vorzustossen. Normalerweise war zu dieser Jahreszeit das gesamte Gebiet mit Frost bedeckt, doch 1945 setzte sehr bald Tauwetter ein und tauchte das Gebiet in Wasser und Schlamm. Es gab kaum eine Möglichkeit vorzurücken und die Fahrzeuge die sich auf den wenigen befestigten Strassen befanden, blieben im dichten Verkehr hängen. 132 Fahrzeuge blieben unbeweglich im Schlamm stecken und 15 Panzer des Typs "Königstiger" sanken teilweise bis zum Turm in den Schlamm ein. Der Angriff sollte eigentlich am 7. März um 5:00 Uhr beginnen, doch dann wurde fest gelegt den Angriff einen Tag früher zu beginnen. Die SS-Männer waren aber wegen des Marsches durch das sumpfige Gebiet zu sehr ausgelaugt, so das der ursprüngliche Termin beibehalten wurde. Die deutsche Artillerie schoss eine Welle auf die feindlichen Stellungen, doch größerer Schaden wurde dadurch nicht angerichtet - im Gegenteil, denn jetzt war der Feind gewarnt. Als der 7. März hereinbrach, gingen die SS-Einheiten zum Angriff über. Wegen des Wetters und des weiterhin in Schlamm getauchte Gebiet, musste die Soldaten auf Panzerunterstützung und gepanzerte Fahrzeuge verzichten. Die Rote Armee war in ihren zuvor ausgebauten Verteidigungsstellungen gut vorbereitet und brachte den SS-Divisionen hohe Verluste bei, dennoch war der Angriff von Erfolg gekrönt. Die LSSAH hatte eine Stärke von 12.461 Mann und war mit 14 Panzer IV H, 26 Panzer V "Panther", 15 Jagdpanzer IV und StuG IIIG ausgerüstet. Die unterstellte sSS-Panzerabteilung 501 verfügte über 4 Königstiger. Das SS-Panzerregiment 1 (unter SS-Standartenführer Joachim Peiper) schaffte den größten Durchbruch und war nur noch 32 km von seinem ersten Zielobjekt der Donau entfernt, als die Rote Armee am 16. März zum Gegenangriff überging. Die überlastete VI. SS-Panzerarmee wurde eingeschlossen und die Divison Das Reich wurde von drei unterschiedlichen Richtungen aus angegriffen. Dennoch schaffte es die Division einen kleinen Korridor aus dem Kessel heraus frei zu halten und so den eingeschlossenen Einheiten die Flucht zu ermöglichen. Die Loyalität der ungarischen Verbände lies über Nacht stark nach und so lösten sich ganze Einheiten in der Nacht und am Morgen einfach auf. Die volle Kampfkraft der sowjetischen 2. und 3. ukrainischen Front war mehr als die ausgemergelten SS-Soldaten aushalten konnten. Die SS-Männer waren nur noch ein Schatten ihrer selbst. Von nun an gab es nur noch einen langsamen kämpfenden Rückzug in Richtung Deutschland und Österreich. Dabei brachten die Männer der Waffen-SS wie so oft ein Selbstopfer und ermöglichten so die Evakuierung von verletzten Soldaten und deutschen Zivilisten. Für die Männer der Waffen-SS waren die Tage der Kriegsführung gezählt. Nachspiel Nach der Niederlage in Ungarn ordnete Hitler an, den Soldaten der Divisionen Leibstandarte, Das Reich , Hitlerjugend und Wiking die Ärmelbänder abzunehmen. Himmler persönlich sollte nach Ungarn fliegen um die Ärmelbänder der betreffenden Einheiten abzunehmen, doch Himmler traute sich vermutlich nicht diesen Schritt zu gehen und so wurde dieser Auftrag nie ausgeführt. Als Sepp Dietrich von diesem Vorhaben erfuhr, sagte er, dass er sich lieber erschießen würde anstatt einen solchen Befehl auszuführen. Es gab Gerüchte, nach denen die Soldaten der Leibstandarte vor hatten, all ihre Abzeichen zu sammeln und zusammen mit dem Arm eines gefallenen Kameraden, an Hitler senden wollten. Hitler glaubte fest an die Ehre und Loyalität der Waffen-SS gegenüber seiner Person, doch von dem Tag an, an dem die Leibstandarte an die Front geschickt wurde, galt ihre Ehre und Loyalität den Kameraden und Offizieren und weniger Adolf Hitler. Auch die Alliierten verstanden den "Geist" der Waffen-SS nicht wirklich und das Vorhaben mit den Ärmelbändern war eine Sache, doch die spätere Verfolgung und Jagd seitens der Alliierten auf Angehörige der Waffen-SS hinterlies viel schlimmere Narben. Es war ein trauriges Ende für die gesamte deutsche Armee und für eine Division, die den höchsten militärischen Ruhm und militärische Ehren erhalten hatte - sie sollte jetzt die "Gerechtigkeit" der Alliierten zu spüren bekommen. Doch bevor es so weit kommen sollte, hatte die Leibstandarte noch einen letzten Auftrag: die Sicherung der Evakuierung deutscher Zivilsten. Dabei war der Rückzug der Leibstandarte stets organisiert und ihre Linien brachen zu dieser schweren Zeit kein einziges mal. Namensgebung vor dem Krieg | Namensgebung im Krieg | | SS-Stabswache Berlin | Infanterie Regiment (mot.) LSSAH | | SS-Sonderkommando Berlin | SS-Division (mot.) LSSAH | | SS-Sonderkommando Zossen | SS-Panzergrenadier-Division LSSAH | | SS-Sonderkommando Jüterbog | 1. SS-Panzer-Division LSSAH | | Adolf Hitler Standarte | | | Leibstandarte Adolf Hitler | | | Leibstandarte SS Adolf Hitler | | Gliederung 1944 SS-Panzergrenadier-Regiment 1 SS-Panzergrenadier-Regiment 2 SS-Panzer-Regiment 1 SS-Artillerie-Regiment 1 SS-Panzerjäger-Regiment 1 SS-Flak-Abteilung 1 SS-Sturmgeschütz-Abteilung 1 SS-Panzeraufklärungs-Abteilung 1 SS-Panzer-Pionier-Batallion 1 Kommandeure Josef "Sepp" Dietrich / Theodor Wisch / Wilhelm Mohnke / Otto Kumm
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