Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!
| 21. Waffen-Grenadierdivision der SS "Skanderbeg" |
|
Albanien war im März 1939 vor Ausbruch des Krieges von den Italienern erobert worden und blieb bis zur Kapitulation der italiener 1943 unter deren Kontrolle. Dann übernahmen die Deutschen die Macht und verhielten sich, zumindest zu Beginn, den Albanern gegenüber recht zurückhaltend. Himmler sah in den albanischen Moslems ein Potenzial an Soldaten für den Krieg gegen die Partisanen, die meist serbischer Abstammung waren. So versuchte er, die traditionelle Feindschaft zwischen diesen beiden ethnischen Gruppen für seine Zwecke auszunützen. Im April 1944 stellte Himmler eine neue albanische Freiwilligendivision auf, die er nach dem großen albanischen Moslemheld Iskander Beg bennante. Unter dessen Führung hatten die Albaner im 15. Jahrhundert die Türken aus ihrem Land getrieben. Die Division zog auch eine recht hohe Zahl von Rekruten aus dem ehemaligen jugoslawischen Kosovo an, der vom itlaienisch kontrollierten Albanen 1941 annektiert worden war. Die Qualität der Rekruten war jedoch schlecht und nur an die 6.000 von ihnen wurden schließlich zur Ausbildung aufgenommen. Die Offiziere und Unteroffiziere waren meist Deutsche oder Volksdeutsche die aus anderen Waffen-SS-Divisionen abgezogen wurden. Im August 1944 stand die Division bereit und wurde als kampftauglich erklärt. Man vertraute ihr jedoch nur Polizeiaufgaben an und auch hier war ihre Leistung eher dürftig. Der Großteil der moslemischen Angehörigen war nur daran interessiert, alte Rechnungen mit dem serbischen Feind zu begleichen. Als Folge kam es zu zahlreichen Gräueltaten. Innerhalb von nur 2 Monaten kam es auserdem zu mehr als 3.500 Fällen von Desertion. Himmler berief dann mehr als 4.000 Matrosen zur Division ein, die mangels Schiffen bei der Marine nicht zum Einsatz kommen konnten. Dies hatte jedoch wenig Auswirkungen auf die Kampfmoral der Truppe und Himmler befahl dann ihre Auflösung Anfang 1945. Das deutsche Kader wurde in eine Kampfgruppe umformiert, die dann für den Rest des Krieges der Division "Prinz Eugen" zugeteilt wurde. Trotz ihrer dürftigen Leistungen wurden für die Mitglieder der Division eine Reihe von speziellen Abzeichen entworfen. Ein Kragenspiegel, der einen Helm mit einem Ziegenkopf darauf darstellt, wurde zwar hergestellt, aber nur selten verwendet. Die Ärmelstreifen mit dem Schriftzug "Skanderbeg" fanden hingegen großen Anklang, ebenso wie das Hoheitsabzeichen mit dem albanischen schwarzen Doppeladler auf rotem Feld. Viele der Moslems in der Division sollten auch die traditionelle feldgraue Kopfbedeckung an Stelle der üblichen SS-Feldkappe getragen haben. Leider gibt es keine nennenswerte Kämpfe der Division "Skanderbeg" zu nennen. Sie machte sich hauptsächlich einen Namen durch ihre grausamen Verbrechen im Kosovo gegenüber den Serben. Mehrere tausend Frauen wurden vergewaltigt, Dörfer niedergebrannt und mehrere hundert Kinder ermordet. Die Division "Skanderbeg" trägt einen großen Teil zu der bis heute weit verbreiteten Meinung, Soldaten der Waffen-SS wären besonders grausam und verbrecherisch gewesen, bei. Schon bei einer ersten Auseinandersetzung mit Partisanen desertierten die Ersten oder liefen gar über. Neben den vielen anderen Waffen-SS-Einheiten, die zu Recht den Status einer Elite-Division hatten, war die "Skanderbeg" das genaue Gegenteil von dem was die Waffen-SS bis dahin dargestellt hatte. Namensgebung während des Krieges April-Okt. 1944: 21. Waffen-Grenadier-Division der SS Skanderbeg (albanische Nr. 1) Gliederung Frühjahr 1944 Kommandeure Kommentare (0)
![]() |