Waffen-SS SS-Divisionen 24. Waffen-Gebirgs-(Karstjäger-)Division der SS
24. Waffen-Gebirgs-(Karstjäger-)Division der SS

Am 18. Juli 1944 ordnete Himmler die Aufstellung einer neuen Division, die hauptsächlich aus Angehörigen des Adriatischen Küstenlandes bestehen sollte, an. Als Stamm dieser neuen Division diente das SS-Karstwehr-Bataillon.
Aus dem Raum Slowenien meldeten sich wenige Freiwillige, weshalb der Division ca. 500 Südtiroler aus den SS-Ausbildungslagern "Uggowitza" und "Malborghetto" zugeführt wurde. Diese bildeten später das Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 59. Im September 1944 meldeten sich noch ca. 300 italienische Freiwillige zur Division und kurzzeitig wurde auch eine Kompanie spanischer Freiwilliger der Division zugeführt.
Am 20. September 1944 zählte die Division eine Stärke von 6.626 Mann. Nach dem klar wurde, dass sich nicht genug Freiwillige melden würden, wurde die Sollstärke der Division auf die Stärke einer Brigade herab gesetzt. Weiters herrschte ein mangal an Offizieren und Unteroffizieren.

Während die neueingezogenen Rekruten vor allem im Aufstellungsraum zu kleineren Einsätzen , z. B. entlang des Cereschiatis-Pass, eingesetzt waren, war das aus dem SS-Karstwehr-Bataillon gebildete I. Karstjäger-Regiment der SS 59 im September 1944 zu größeren Unternehmen des Höheren SS- und Polizeifuhrers „Adriatisches Küstenland" nördlich Udine eingesetzt.

Am 5. Dezember 1944 wurde der bereits intern als Brigade geführte Verband auch offizielle in:
Waffen-Gebirgs(Karstjäger)-Brigade der SS umbenannt. Da die Stärke praktisch nicht über 2.500 Mann hinauskam, handelte es sich nur um ein verstärktes Regiment. Gleichzeitig folgte der Verlegungsbefehl in den Raum Grado -Lignano an die Lagune von Marano. In der Pro­vinz Venetien sollte der Verband im Hinblick auf die po­tentielle Landung alliierter Truppen, den rückwärtigen Raum vor den starken kommunistischen Partisanenver­bänden sichern. Hierbei kam es zu häufigen kleineren Gefechten und zahlreichen Einsätzen im größeren Rahmen.
Obwohl keine Verstärkung des einen Regiments realisiert worden war, befahl Himmler am 10. Februar 1945 die Umbenennung der Waffen-Gebirgs(Karstjäger)-Brigade der SS erneut in 24. Waffen-Gebrigs(Karstjäger)-Division der SS.

Ende März/Anfang April 1945 kam es zusammen mit Teilen der 1. SS-Kosaken-Division - dem SS- und Polizeiführer "Adria-West" unterstellt - zu einem letzten größe­ren Unternehmen im Raum Basischitza-Plateau - Ternovaner Wald ,nordöstlich Görz. Wenig später erhielten die Ein­heiten den Auftrag, die wichtige Rückzugsverbindung von Latisana nach Villach im Raum Osoppo - Gemona - Ven­zone von Partisanen freizukämpfen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Einheit nicht über genügend Waffen und Ausrüstung um jeden Soldaten auszurüsten.

Am 2. Mai 1945 wurde die Waffen-Gebirgs(Karstjäger)-Brigade der SS der SS-Kampfgruppe „Harmel" unterstellt, die die Karawankenpässe bei Villach und Klagenfurt für noch zurückfließende deutsche Verbände offen halten sollte. Hierbei kam es bei Avasinis zu einem Partisanen­überfall, woraufhin der in der Nähe gelegene Ort niederge­brannt und etwa 50 Einwohner erschossen wurden.
Die britische Armee berichtete von heftigem Widerstand dieser SS-Einheiten und zahlreichen zerstörten Panzerfahrzeugen, als diese mit einigen Einheiten Mussolinis Armee der Republik von Salo Triest weiterhin verbissen verteidigten, während die Wehrmacht die Stadt längst in Richtung Nordosten geräumt oder sich bereits den Briten ergeben hatte.

Die Kämpfe gegen die jugoslawischen Tito-Partisanen im Hinterland von Triest hielten noch bis zum 5. Mai 1945 an, nachdem britische Truppen (8. Armee)nach Titos Bandenarmee diese Gegend mitsamt der Stadt am 2. Mai besetzt hatten. Anschließend wurde der Kampf auf dem Rückzug zur unteren Drau bzw. im zu Kriegsende noch zum deutschen Machtbereich zählenden Teil von Slowenien bzw. Kärnten in Österreich bis zum 10. Mai fortgesetzt.
Die Reste der Division, sofern nicht schon vorher durch britische Truppen gefangen genommen, ergaben sich am 10. Mai 1945 US-amerikanischen Truppen in Kärnten.

Namensgebung während des Krieges
1942: SS-Karstwehr Batallion
Sep. 1944: 24. Waffen-Gebirgsdivision der SS
Dez. 1944: Waffen-Gebrigsbrigade der SS

Gliederung Frühjahr 1944
Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 59
Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 60
SS-Panzer-Kompanie
Waffen-Gebirgs-Artillerie-Regiment der SS 24
SS-Gebirgs-Pionier-Kompanie 24

Kommandeure
Karl Marx / Werner Hahn / Adolf Wagner
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