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| 30. Waffen-Grenadier-Division der SS "Russland" (russische Nr.2) |
Der Befehl zur Aufstellung der 30. Waffen-Grenadier-Division der SS "Russland" (russische Nr.2) erging am 18. August 1944. Die Division war aus der Schutzmannschaften-Brigade Siegling hervorgegangen. Sie kam bei der Partisanenbekämpfung im Bereich des Oberbefehlshabers "West" zum Einsatz. In Frankreich wurde die 30. SS-Division sofort eingesetzt. Die Angehörigen der Division erwiesen sich als äuserst unzuverlässig. Weiters hatte die Division enorm viele Desertationen zu verzeichnen. Zu Meutereien kam es innerhalb des II./1 und II./2: Russen erschossen das deutsche Rahmenpersonal und liefen zum französischen Widerstand über. Während das III./4 im Raum Pont de Roide - St. Hippolyte - Maiche im Einsatz gegen die Resistance stand, flohen große Teile des Regiments in die Schweiz. Daraufhin wurde die Division aus dem Einsatz gelöst und dem Wehrkreis V in den Raum Montbeliard zugeführt. Von dort aus erging der Befehl zum Marsch über Audincourt - Belfort in das Elsaß. Bereits am nächsten Tag wurde die Division aufgrund der verzweifelten Frontlage jedoch schon wieder eingesetzt. Am 10. September 1944 begann die Umgliederung der Division entsprechend der vom SS-FHA am 18. August 1944 befohlenen Kriegsgliederung. Hierbei wurde nach den vorangegangenen Tagen mit der Massenflucht nochmals eine strenge Auslese betrieben. Die als unzuverlässig eingestuften etwa 2.300 Angehörigen wurden in zwei Schanz-Regimenter zusammen gefasst und der Transportkommandantur Karlsruhe überstellt. In den nächsten Tagen bezogen die restlichen 5.500 Mannschaften ortsfeste Quartiere. Die Moral der fremdvölkischen Divisionsangehörigen verschlechterte sich zunehmend. Dies nicht zuletzt wegen der äuserst mangelhaften Versorgung. Um sich selbst zu ernähren entwendete allein ein Baitaillon innerhalb weniger Tage über 200 Zenter Kartoffeln, 200 Zentner Rüben und 60 Zentner Heu im Unterkunftsraum. Am 1. Oktober 1944 wurden die beiden bestehenden Regimenter von drei auf zwei Bataillone reduziert und dafür wieder ein drittes Regiment gebildet, dass zuvor aufgelöst wurde. Die Division (noch etwa 4.500 Mann) verfügte dadurch über sechs Grenadier-Bataillone. Namensgebung während des Krieges Gliederung Oktober 1944 Hans Siegling Kommentare (0)
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