Waffen-SS SS-Divisionen 31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division
31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division
 Böhmen Im Dienst seit: 1944, existierte nur auf dem Papier
Zusammensetzung/Nationen: Deutsche und Volksdeutsche
Mann-Stärke: 11.000
Schlachten: -

Aufgestellt wurde die Division am 1. Oktober 1944 in Ungarn. Ursprünglich sollte die Einheit aus Volksdeutschen, die in der Batschka lebten, gebildet werden. Das Rahmenpersonal dieser Einheit wurde dann aber von der aufgelösten 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Kama" übernommen.
Nachdem die Aufstellung abgeschlossen war, ging die Division an die Ostfront. Kurz nach ihrem eintreffen gab sie eine einsatzfähige Kampfgruppe unter dem Kommando von  Obersturmbannführer Syr ab, um die in schweren Kämpfen liegende Division Brandenburg an der Theiß zu unterstützen.

Anfang November 1944 half die Division bei der Evakuierung der Batschkadeutschen und bezog danach am Westufer der Donau eine neue Hauptkampflinie. Dort führte sie zunehmend schwere Abwehrkämpfe.
In den letzten Tagen des Novembers erfolgte die Rücknahme der Gesamtfront bis an den Plattensee. Hier wurde die 31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division gemeinsam mit zwei weiteren Heeresdivisionen zur Auffrischung von der Front abgezogen.

Im Januar 1945 wurde die Division zur 17. Armee nach Schlesien verlegt. Dort wurde sie dem XXXXVIII. Panzerkorps unterstellt. Anfangs stand sie an der HKL vor Jauer und beteiligte sich dann an der Wiedereinnahme von Striegau.
Von März 1945 bis Kriegsende unterstand sie dem XVII. Armeekorps und führte zwischen Strehlen und Schweidnitz schwerste Abwehrkämpfe. Bei der deutschen Waffenstreckung wurden auf den Befehl von Generalfeldmarschall Schörner alle schweren Waffen der Division zerstört.
Sie erhielt den Befehl sich nach Pilsen in Böhmen abzusetzen und vor den amerikanischen Truppen zu kapitulieren.
Im Raum von Königgrätz gelang es aber einer sowjetischen Panzerarmee, die sich auf dem Rückmarsch befindliche 31. SS-Division zusammen mit der 100. Jägerdivision des Heeres einzukesseln.
Die Gefangennahme erfolgte durch Tschechen, die bis zu 4.000 Mann der 31. SS-Division ermordeten. Hierbei lassen sich die Soldaten von den Tschechen entwaffen, gleichzeitig versprechen die Tschechen freies Geleit bis zu den amerikanischen Linien, doch dies ist nur ein Vorwand und die meisten Soldaten werden mit den eigenen Waffen gefangen genommen und der Roten Armee übergeben oder ermodert.
In Tschechien kommt es zu dieser zeit zu einer regelrechten "Jagd" auf deutsche Soldaten, besonders die der Waffen-SS, die auf bestialische Weise gefoltert und ermordert werden. Paradoxerweiße rettet gerade die Rote Armee beim Einmarsch in die Tschechei viele deutsche Soldaten. Die von der Roten Armee gefangen genommenen kommen in das Sammellager Breslau-Hundsfeld, wo es allerdings auch zu Ermordungen von deutschen Soldaten durch sowjetische Soldaten kommt.
Die großten Verluste hatte die Division also nicht auf dem Kriegsschlachtfeld, sondern in den letzten beiden Kriegs- und den ersten Freidenstagen in der Tschechei.

Gliederung
SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 78 (SS-Obersturmbannführer Robert Schneider)
   I., II., III. Bataillion
SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 79 (SS-Sturmbannführer Josef Syr)
   I., II., III. Bataillion
SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 80 (SS-Sturmbannführer Rudolf Schoen)
   I., II., III. Bataillion
SS-Panzerjäger-Abteilung 31 (SS-Sturmbannführer Albert Landwehr)
SS-Freiwilligen-Artillerie-Regiment 31 (SS-Standartenführer Hans-Kurt Kaestner)
SS-Füsilier-Bataillon 31 (SS-Hauptsturmführer Ludwig Zeitz)
SS-Nachrichten-Abteilung 31 (SS-Hauptsturmführer Albert Reimann)
SS-Pionier-Bataillon 31 (SS-Sturmbannführer Otto Hermann)
(ab Feb. 1945 mit SS-Frw.Regt. 80 / Polizei-Regiment "Brixen" / SS-Regt. Schön ; SS-Frw.Füs.-Abt. 31 / W Bn der SS Szalazi
SS-Feldersatz-Bataillon 31 (SS-Sturmbannführer Morisse)

Kommandeure
Gustav Lombard / Wilhelm Trabandt
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Januar 2010 um 02:49 Uhr
 

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