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| 33. Waffen-Grenadier-Division der SS "Charlemagne" |
Die Division, welche aus der Waffen-Grenadier-Brigade der SS Charlemange (franzönische Nr. 1) - vormals SS-Sturmbrigade Frankreich, gebildet wurde (28.8.1944 - 30.9.1944 auf dem SS-Truppenübeungsplatz Westpreußen bei Konitz), bestand aus 7340 Mann und wurde in zwei Regimenter unterteilt. Dabei wurde das 57. Regiment hauptsächlich aus Angehörigen der LVF und das 58. Regiment aus Personal der SS-Sturmbrigade Frankreich gebildet. Hinzu kamen noch französisches Milizen- und Marinepersonal. Ihr Divisionskommandeur war SS-Brigadeführer Dr. Gustav Krukenberg. Sie wurde in Wildflecken, 40 km von Schweinfurt entfernt, aufgestellt. Hier erhielten die französischen Freiwilligen auch ihre Ausbildung. Die Division wurde mit deutscher und italienischer Ausrüstung und Bewaffnung ausgerüstet. Bis zum Mittag des 26. Februar 1945 hatte der Großteil der Division Neustettin erreicht. Von den 4.500 Männern die bis dahin die Division bildeten, wurden bereits 1.000 inkl. 15 Offiziere vermisst oder waren gefallen. Allerdings hatte es die Division geschafft rund 50 sowjetische Panzer zu zerstören und der Roten Armee riesige Verluste beizufügen. In Neustettin erhielten 30 Angehörige der Division das Eiserne Kreuz. Es wurde beschlossen die Stadt zu evakuieren und in in Richtung Belgard, welches sich 72 km entfernt befand, auszubrechen, um sich dort neu zu formieren. Um die 250 Mann begaben sich in Verteidigungsstellung um den Rückzug der "Charlemagne" und anderen deutschen Einheiten, welche sich ebenfalls auf dem Rückzug befanden, zu decken. Am 1. und 2. März 1945 wurden hierzu drei kleine Kampfgruppen gebildet: Die erste Gruppe wurde "1. Régiment of Marche" genannt, welches die wichtigsten Elemente des Regiment 57, unter SS-Obersturmführer Fenet, beinhaltete. Die zweite Gruppe, "2. Régiment of Marche", bestand aus dem Regiment 58, welches hauptsächlich aus Mitglidern der LVF und ehemaligen Milizen bestand. Diese Gruppe wurde von SS-Hauptsturmführer Bassompierre geführt. Die dritte Gruppe war das "Régiment de Reserve" und setzte sich aus zwei Gruppen (in Größe jeweils eines kleinen Bataillons) zusammen, welche von SS-Hauptsturmführer Monneuse kommandiert wurde. Am 2. März erhielt SS-Brigadeführer Krukenberg Befehl sich in Richtung Körlin zu begeben, um dort Verteidigungsstellung zu beziehen. Körlin befand sich 8 km nord-westlich von Belgard. Zwischen 5. und 7. März 1945 waren die Reste der "Charlemagne" bereits in Körlin von starken russischen Verbänden eingeschlossen. Kampfgruppen in Regimentsgröße machten sich daran aus dem Kessel in Richtung Belgard auszubrechen. Die Kampfgruppe "Régiment de Reserve", welche mittlerweile vom SS-Hauptsturmführer de Boumont befehligt wurde, versuchte im Schutze des Nebels durch den nahe gelegenen Wald auszubrechen. Während des Ausbruchversuches lichtete sich jedoch der Nebel und die Kampfgruppe geriet in heftiges russisches Artilleriefeuer. Das "2. Régiment of Marche" glaubte die baltischen Häfen bereits in russischer Hand und entschloss sich einen kämpfenden Rückzug in Richtung Westen anzutreten. Bei diesem Versuch wurden alle Männer der Kampfgruppe getötet oder einige wenige gefangen genommen, darunter auch ihr Kommandeur Bassompierre. Die letzte Kampfgruppe, "1. Régiment of Marche", schaffte es in den Wäldern südlich von Belgard unentdeckt zu bleiben. Teile davon erreichten die Küste bei Danzig und waren dort allerdings wieder von der Roten Armee eingeschlossen. SS-Brigadeführer Krukenberg erhielt den Befehl seine restlichen Einheiten mit Hilfe der deutschen Kriegsmarine zu evakuieren. Die restlichen Überlebenden teilten sich in kleine Gruppen auf und verstreuten sich in alle Richtungen. Am 10. März erreichten die französischen Freiwilligen die Oder und überquerten diese mit Hilfe einer Pontonbrücke. Damit gelang es ihnen den sowjetischen Ring zu durchbrechen. Mitte März wurde alles was von der Division "Charlemagne" noch übrig war in Neustrelitz neu gruppiert. Die Division hatte zu diesem Zeitpukt nicht mal mehr die Stärke eines Regiments. In Neustrelitz erhielt Krukenberg ein Telegramm mit dem Befehl sich mit einem Bataillon nach Berlin zu begeben. Krukenberg fragte nach Freiwilligen innerhalb seiner französischen Freiwilligen und entband jeden von seinem Treueid, der nicht mehr länger dienen wollte. 500 Franzosen meldeten sich freiwillig zur Verteidigung von Berlin, während ca. 700 in Neustrelitz blieben. Die Freiwilligen wurden auf ihrem Weg nach Berlin ununterbrochen von sowjetischen Feindfliegern angebgriffen und verloren so rund 100 Männer, bis sie endlich Neukölln in Ostberlin erreichten. Die restlichen 400 Freiwilligen wurden der 11. SS-Panzer-Grenadier-Division "Nordland" unterstellt. Die Männer kämpften unglaublich hart und mit großen Verlusten gegen die Sowjets. Zu Beginn der Kämpfe um Berlin zerstörten die französischen Freiwilligen 30 Feindpanzer. Drei Freiwillige ("Apolot", "Fenet" und "Vaulot") erhielten das Ritterkreuz. In den verlustreichen Strassenkämpfen in Berlin schrumpfte die Stärke der Franzosen auf 120 Mann. Bis zum 29. April wurden weitere 60 Feindpanzer durch die französischen Freiwilligen zerstört. Die letzten Überlebenden schlugen sich in Richtung Westen durch, um sich dort den Alliierten zu ergeben. Diejenigen die in Neustrelitz blieben wurden entweder von den Sowjets getötet oder gerieten in sowjetische Gefangenschaft. Namensgebung während des Krieges Gliederung Kommandeure SS-Oberscharführer Francois Appolot (29. April 1945) SS-Hauptsturmführer Henri Joseph Fenet (29. April 1945) SS-Unterscharführer Eugene Vaulot (29. April 1945) SS-Obersturmführer Wilhelm Weber (29. April 1945) Kommentare (0)
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