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| 34. SS-Freiwilligen-Grenadierdivision "Landstorm Nederland" |
Am 10. Februar 1945 wurde aus der SS-Freiwilligen-Grenadier-Brigade "Landstorm Nederland" die 34. SS Freiwilligen-Grenadierdivision "Landstorm Nederland". In Wirklichkeit hatte diese Division bestenfalls die Stärke eine Brigade. Die Division sollte das am Rhein eingegrabene Fallschirmäger-Regiment 7 entlasten. Dazu nahm das SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 83 der Division eine defensive Stellung hinter den Flüssen Meuse und Waal im Bereich Betuwe und Bommelerward ein. Das SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 84 verteidigte den Süden von Veluwe, ein großes Waldgebiet in mitten der Niederlande. Um die Wirksamkeit der Verteidigung zu verbessern hatten deutsche Einheiten Teile von Betuwe geflutet. Die Einheiten der 34. SS Freiwilligen-Grenadierdivision "Landstorm Nederland" trafen nun auf die "Prinses Irene"-Brigade, die 49. britische Division und einige kanadische Einheiten. Die "Prinses-Irene"-Brigade war eine holländische Einheit, was jetzt natürlich eine merkwürdige Situation darstellte, da sich nun zwei holländische Einheiten gegenüber standen. Die Division "Landstorm Nederland" griff am 23. Februar 1945 die alliierten Stellungen an. Die SS-Grenadiere der Division stürmten erfolgreich die britischen Stellungen in der Nähe von Zetten und wurden durch diesen Angriff sogar im Wehrmachtsbericht erwähnt. Alleine das Hallamshire-Bataillon der britischen 49. Division, dass sich in einem Bauernhof verschanzt hatte, verlor bei diesem Angriff 31 Männer. Doch auch die Division "Landstorm Nederland" hatte hohe Verluste zu verzeichnen. Hinzu kamen diverse Desertationen innerhalb der Division. Einige Soldaten sollen sogar geplant haben, die Offiziere zu töten und ihre Stellungen den alliierten zu übergeben. Als dieser Plan aufflog, wurden die Verschwörer am 9. März 1945 erschossen. Als der Krieg langsam zum Ende kam, gab es den letzten starken Widerstand der Division "Landstorm Nederland" im März 1945 in den Dörfern Oosterbeeck und Otterlo. In den folgenden Tagen nahmen kanadische Truppen rund 300 Gefangene und zwischen 16. März und 28. April weitere 187 Gefangene der Division "Landstorm Nederland". Der Krieg in Holland endete am 5. Mai (offiziell am 6. Mai), doch einige Teile der Division "Landstorm Nederland" setzten sich ab und leisteten weiter Widerstand. Nach dem sich die deutschen Truppen in Holland ergeben hatten, wurde Veenendaal weiterhin von deutschen Einheiten und den Resten der Division "Landstrom Nederland" besetzt. Veenendaal war praktisch eine Enklave in mitten des durch die alliierten Trupen eroberten Niederlande. Am 7. Mai sprengten die SS-Männer noch eine Brücke um ihre Verteidigung besser ausbauen zu können. Am gleichen Tag traf in dem Dorf eine holländische Widerstandsgruppe ein, die eigentlich gedacht hatte das das Dorf mittlerweile auch wie das restliche Holland bereits von den Alliierten erobert worden wäre. Daraufhin kam es zu einem Gefecht zwischen den Resten der Division "Landstrom Nederland" und der Widerstandsgruppe, bei dem es einige Tote und Verwundete auf Seiten der Widerständler gab. Das Ende der DivisionErst am 9. Mai gelang es den Alliierten Veenendaal einzunehmen. Die britische 49. Infanterie-Division erhielt den Auftrag die restlichen Soldaten der Division "Landstorm Nederland" in den Dörfern Elst, Veenendaal, Doorn und Amerongen zu entwaffenen.In Doorn trafen sich die Kommandeure beider Divisionen. Der britische Kommandeur Crosse forderte SS-Oberführer Martin Maximiliaan Kohlroser auf, dass die 3.000 Angehörigen der Division "Landstrom Nederland" ihre Waffen und Ausrüstung in Elst abgeben sollten. Kohlroser lehnte ab und wollte voll bewaffnet zu den Kriegsgefangenenlagern der Alliierten marschieren. Als Crosse die Entwaffnung mit Gewalt androhte, blieb Kohlroser schlieslich keine andere Wahl und er lenkte ein. Am 10. Mai 1945 wurden die SS-Männer in die Jugendherberge "De Eikelkamp" in Elst gesammelt und anschliesend marschierten die Reste der Division ins Kriegsgefangenenlager "De Harskamp". Bis 16. Mai war die Division vollends entwaffnet und 212 Offiziere und 5744 Soldaten begaben sich in Kriegsgefangenschaft. Obwohl die 34. SS Freiwilligen-Grenadierdivision "Landstorm Nederland" nie den Elitestatus einer Division "Wiking" oder "Das Reich" erreichte, verfügte sie doch über eine durchaus hohe Kampfkraft. Namensgebung während des Krieges Okt. 1943: Landstorm Nederland Nov. 1944: SS-Freiwilligen-Grenadier-Brigade "Landstorm Nederland" Feb. 1945: 34. SS-Freiwilligen-Grenadierdivision "Landstorm Nederland" Gliederung Ende 1944 Friedrich Ziegler / Jürgen Wagner / Martin Kohlroser Kommentare (0)
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