Waffen-SS SS-Legionen und sonstige Einheiten Albanisch-Muselmanische SS-Freiwilligen-Legion
Albanisch-Muselmanische SS-Freiwilligen-Legion
Nach dem Waffenstillstand zwischen italien und den Alliierten besetzten am 8. September 1943 deutsche Truppen des XXI. Gebirgskorps das bisher von italienischen Truppen besetzte Albanien.
Hier bekämpften sich albanische Nationalsiten (Nationale Front) und Kommunisten (Kommunistischen Befreiungsfront LCN). Deutschland hatte kein Interesse an einer Besatzung Albaniens und unterstützte die Nationalisten. Man plante in Deutschland für Albanien eine von albanischen Nationalisten geführte Verwaltung und Regierung des Landes.
Die Kommunsiten beschuldigeten die Nationalisten der Kollaboration und so flammte im Oktober 1943 erneut der Bürgerkrieg auf.  Zu diesem Zeitpunkt sammelten sich auf serbischem Gebiet zwischen 6.000 und 8.000 muselmanische National-Albaner, die mit italienischen Beutewaffen ausgerüstet waren. Die albanischen Kommunistwen und britische Agenten versuchten wehemend mit Bestechung diese unter ihren Einfluss zu bringen.

Der Kommandeur des Ersatzkommando Südost der Waffen-SS machte daraufhin am 8. Oktober 1943 dem SS-Hauptamt den Vorschlag diese "Volksalbanesen" zusammenzufassen und unter den Befehl der Waffen-SS zu nehmen. Bereits am 10. Oktober 1943 begann das Ersatzkommando Südost damit die Albaner zu mustern. Wehrsold und Verpflegung wurden rückwirkend ab dem 25. September 1943 gezahlt und gestellt. Einen Tag später erfolgte die Zustimmung des SS-Hauptamtes.

Durch den Höheren SS- und Polizei-Führer Serbien mit Hilfe des Hauptamtes Ordnungspolizei und des Generalkommandos V. SS-Gebirgs-Korps, die Personal abstellten, wurde dann mit diesen Albanern die "albanisch-muselmanische SS-Legion" aufgestellt.
Einzelne Abteilungen dieser neuen Legion übernahmen dann die Sicherung im Sandschak- und Kosovo-Gebiet.
Am 17. März 1944 bestimmte der Reichsführer-SS das Sandschak-Gebiet als SS- und Polizei-Gebiet". Zudem wurde der SS-Hauptsturmführer Krempler zum SS-Standartenführer und vom Oberst der Polizei zum SS-und Polzei-Führer befördert und war in dieser Position für das Sandschak-Gebiet verantwortlich. Die von ihm inzwischen aus Milizen aufgestellte "albanisch-muselmanische SS-Freiwilligen-Legion" war als Selbstschutzverband zu formieren und der Ordnungspolizei zu unterstellen.

Am 9. Mai 1944 befahl der Chef der Ordnungspolizei die Aufstellung des "Selbstschutz-Regiment Sandschak", welche durch den Befehlshaber der Ordnungspolizei in Belgrad aus Angehörigen der Ordnungspolizei als Rahmenpersonal und den muselmanischen Milizen erfolgen sollte. Hierzu wurde ein Stab und 4 Bataillone gebildet. Unifromen, Waffen udn Ausrütung stellte das SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamt (WVHA), das Hauptamt Ordnungspolizei, das SS-Führungshauptamt und das Generalkommando V. SS-Gebirgskommando.
Als Kommandeur wurde Oberstleutnant Mechow benannt, der später durch Major Arndt abgelöst wurde.

Noch während der Aufstellung wurden die ersten Einheiten zur Bandenbekämpfung im Sandschak-gebiet eingesetzt.

Juni 1944: Beteiligung des Selbstschutz-Regiments Sandschak, zusammen u.a. mit dem SS-Gebirgsjäger-Regiment 14, am Bandenkampfunternehmen "Endlich“ im Raum südwestlich Sienica.

04.07.1944 – 31.07.1944: Aufbau einer Sicherungslinie durch das Selbstschutz-Regiment Sandschak zwischen Bijelo-Polje und Uglo sowie Sicherung im Sandschak

18.07.1944 – 28.07.1944: Teilnahme des Selbstschutz-Regiments Sandschak am Unternehmen "Draufgänger“ gegen die feindlichen Versorgungszentren Andrijevica und Berane, Teile des Regiments waren in Kämpfen um den Cakor-Paß verwickelt.

01.08.1944 – 02.08.1944: Abwehr feindlicher Bandengriffe nordostwärts Bijelo-Polje durch das Selbstschutz-Regiment Sandschak

03.08.1944 – 00.08.1944: Säuberung des Raumes nordostwärts Bejelo-Polje von Bandenkräften durch das Selbstschutz-Regiment Sandschak

12.08.1944 – 24.08.1944: Teilnahme des Selbstschutz-Regiments Sandschak am Unternehmen "Rübezahl“ aus dem Raum Sijenica gegen die aus Kroatien in das Sandschakgebiet überwechselnden Tito-Kräfte.

24.08.1944 – 25.08.1944: Versammlung des Selbstschutz-Regiments Sandschak im Raum Prijepolje

26.08.1944 – 00.09.1944: Beteiligung des Selbstschutz-Regiments Sandschak an dem Bandenkampfunternehmen "Rübenschnitzel“ gegen die über das Zlatibor-Gebirge gegen das Ibar-Tal vordringenden Feindkräfte.

07.09.1944 – 00.00.1944: Sicherung des Sandschaks im Dreiländereck westlich Novi Pazar durch das Selbstschutz-Regiment Sandschak.

12.09.1944: Kämpfe des Selbstschutz-Regiments Sandschak um Bijelo-Polje und befehlsmäßiges Ausweichen in den Raum Sjenica. Freihalten und Sicherung der Straße Sjenica, Prijepolje, Pljevlija.

Das weitere Schicksal des Selbstschutz-Regiments ist ungewiss. Evtl. sind Teile des Verbandes in die 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Handschar" (kroat. Nr. 1) eingegliedert worden.

Quellen: Unterlagen des Bundesarchiv: BA-MA N 756, BA R 19 – 326/125 -
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Januar 2010 um 04:57 Uhr
 

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