Estnische Legion
Adolf Hitler genehmigte die Formierung einer estnischen Legion am 1. Oktober 1942. Für deren Bildung meldeten sich rund 1.000 estnische Freiwillige. Die Aufstellung sollte auf dem SS-Truppenübeungsplatz Debica stattfinden und zum November wurden dort alle Teile der Legion gesammelt, als dann mit der Ausbildung begonnen wurde.
Die Führer wurde in den SS-Unterführerschule Lauenburg und Posen ausgebildet.
Mit Wirkung zum 22. Februar 1943 wurde zusätzlich ein Ausbildungs- und Ersatzbataillon für die Legion aufgestellt. Ende März 1943 hatte die Legion ungefähr die Stärke eines Bataillons.

Am 23. März 1943 wurde die Legion der SS-Panzergrenadier-Division "Wiking" unterstellt und in die Ukraine verlegt. Anfang April erreichte die Legion dann per Bahnstransport den Raum Losowaja und übernahm dort die Waffen und Ausrüstung des abziehenden finnischen Freiwilligen-Bataillons. Innerhalb der Division Wiking wurde die Legion dann dem SS-Panzergrenadier-Regiment "Westland" unterstellt.
Die Legion wurde dort weiter Ausgebildet und nahm auch an Gefechtsmanövern der Division Wiking teil.

Anfang Juli 1943 verlegte die Legion im Rahmen der Division Wiking in den Raum Belgorod um von dort aus in Richtung Süden von Charkow zu marschieren.
Als in diesem Sommer die Rote Armee ihre Sommeroffensive startete rückte die legion am 18. juli nach Andrejewka vor und löste dort Teile der 46. Infanterie-Divsion ab.
Anfang August wurde die Legion mit frischen Rekruten neu formiert. Am 12. August griff die Legion Charkow an, es folgten schwere Abwehrkämpfe zwischen Merefa und Valki, bei denen die Legion stark angeschlagen wurde. Schlieslich musste die Legion vom SS-Pionier-Bataillon der Division Wiking abgelöst werden. Die Legion erhielt eine 5-tägige Pause und wurde durch neue estnische Rekruten aus Debica aufgefrischt.
Am 27. September musste sich die Legion hiter den Dnjepr zurück ziehen und bezog dort Abwehrstellungen. Im Dezember erhielt die Legion nochmals neue Rekruten.

Am 9. Januar 1944 bezog die Legion Stellungen in den Wäldern von Irdyn und führten dort an der Seite von wallonischen Freiwilligen einen Gegenangriff durch.
Am 25. Januar gelingt es der Roten Armee durch die deutschen Verteidigungslinien durchzubrechen und große deutsche Verbände einzukesseln. Bis zum 16. Februar gelang dann unter hohen Verlusten der Ausbruch aus dem Kessel.
Im März 1944 marschierte die Legion dann zurück nach Estland wo bereits die 20. Estnische SS-Freiwilligen-Division gebildet wurde. Dort bildeten die Überlebenden der Legion das SS-Füsilier-Bataillon 20.
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