Waffen-SS SS-Legionen und sonstige Einheiten SS-Freiwilligen-Legion Nederland
SS-Freiwilligen-Legion Nederland

Die SS-Freiwilligen-Legion Nederland wurde wenige Wochen nach dem Angriff auf die Sowjetunion gebildet.
Der Hass auf das sowjetisch-kommunistische System war fast nirgends so stark wie in den nationalsozialistischen und den faschistischen Organisationen in den Niederlanden. Sie sahen den Krieg bis zu diesem Zeitpunkt als Krieg zwischen den "zivilisierten Deutschen" gegen "barbarische und gottlose Kommunisten".
Immer mehr Niederländer schlossen sich den politischen Organisationen an um Europa vor den "roten Horden aus dem Osten" zu schützen.
Sechs Tage nach dem die Operation "Barbarossa" begonnen hatte, verkündete Arnold Meijer, Führer der Nationalen Front in den Niederlanden, dass die Niederländer eine Freiwilligen-Legion ausheben sollten um damit die Deutschen im Kampf gegen den Bolschewismus zu unterstützen. Der NSB und dessen Führer Anton Mussert unterstützte diese Idee und sah in einer solchen Legion den Vorreiter einer neuen niederländischen Armee. Die deutsche Führung begrüßte diese Idee sehr.
Nach ersten Planungen nahm Arnold Meijer wieder Abstand von seiner Idee, da er eine Legion unter holländischer Führung aufstellen wollte und nun befürchtet das die SS die Legion übernimmt.
Der NSB und Anton Mussert übernahmen diese Idee und führten weitere Planungen durch. Am 11. Juli 1941 rief der NSB seine Mitglieder auf, dieser Legion beizutreten.
Auch die SS rekrutierte jetzt Freiwillige mit dem Slogan "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" in den Niederlanden. Mehrere hundert Freiwillige dienten in der Kriegsmarine, Luftwaffe und der Wehrmacht, doch der Großteil der holländischen Freiwilligen kam in die Waffen-SS. Schlieslich war es auch die Waffen-SS die die Rekrutierungsmasnahmen und das Training in den Niederlanden regelte.
Somit wurde auch die Legion ein Teil der Waffen-SS. Die Legion war allerdings viel zu klein um eigenständig operieren zu können und so wurde sie Teil einer deutschen SS-Brigade. Der Kommandeur der Legion wurde der Holländer Seyffardt, der zwar den "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" unterstützte, sich jedoch von der nationalsozialistischen Ideologie distanzierte. Seyffardt und Anton Mussert waren eigentlich gegen die Unterstellung der Legion in die Waffen-SS.
Die Legion bestand aus einer Mischung von politischen Idealisten, Abenteurer und sogar Verbrechern. Folglich war es keine Überraschung das es während der Ausbildung und des Trainings immer wieder zu Auseinandersetzungen und Disziplinlosigkeiten kam. Das Verhältnis zwischen den deutschen Ausbildern und den holländischen Freiwilligen war anfangs ein äußerst schlechtes.

Die Legion wurde auf dem Truppenübungsplatz Arys in Ostpreußen stationiert, welcher als Haupttrainigsgelände für holländische Freiwillige galt. Als die Legion ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, wurden die Männer über Danzig, Libau und Pleskau der Heeresgruppe Nord unterstellt, die den Auftrag hatte die Stadt Leningrad zu erobern.
Selo-Gora, ein Dorf nahe Leningrad, sollte der erste Bestimmungsort für die Legion sein. Dort sollte sie das 90. Infanterie-Regiment der 20. Infanterie-Division (mot.) ersetzen. Zu ersten größeren Kampfhandlungen kam es im Januar 1942 an der Wolchow-Front:
In der Region zwischen den Städten Tschudovo und Novgorod musste die Legion das westliche Ufer des Wolchow gegen Angriffe der Roten Armee verteidigen. Die Rote Armee versuchte am westlichen Ufer einen Brückenkopf zu errichten, doch die SS-Freiwilligen-Legion Nederland, unterstützt an den Flanken von der 20. Infanterie-Division (mot.) und der 254. Infanterie-Division, stoppte dieses Vorhaben.
Eine der weiteren Hauptaufgaben der Legion war die Besetzung der Strassen rund um Pjatilipy und Gorenka. Dieses bewaldete Gebiet war schwer zugänglich, jedoch gelang des den holländischen Freiwilligen diverse sowjetische Bunker zu sprengen. Bei diesen Kämpfen kam es immer wieder zu Nahkämpfen Mann gegen Mann. Nach dem die sowjetischen Bunker ausgehoben waren, machte sich die Legion daran eigene Bunker und Verteidigungsanlagen zu bauen. Dabei wurde sie täglich von der sowjetischen Artillerie unter Beschuss genommen. Weiters wurden die holländischen Freiwilligen immer wieder von Partisanen im Raum Gorenka angegriffen. Gefangene Partisanen wurden als "Terroristen" angesehen und nach den üblichen Vernehmungen meist erschossen.
Durch die Zerstörung der sowjetischen Bunkeranlagen und den damit verbundenen Nahkämpfen, wurde die Legion im Wehrmachtsbericht genannt.

Am 10. Februar 1942 startete die Rote Armee groß angelegte Infanterieangriffe auf die Stellungen der holländischen Legion. Während die Angriffswellen der sowjetischen Soldaten erfolgreich abgewehrt wurden, kam es trotzdem zu vielen Opfern innerhalb der Legion. Den ganzen Februar hindurch gab es immer wieder Angriffswellen der Roten Armee die erfolgreich abgewehrt werden konnten, doch diese Angriffe zehrten an der Moral der holländischen Freiwilligen.
Ende März setzte das Tauwetter ein und es gab immer wieder heftige Kämpfte mit den sowjetischen Truppen. Die Bedingungen für die holländischen Freiwilligen wurden immer schlimmer. Die Gräben und Stellungen waren teilweise durch Wasser überschwemmt und dort wo kein Wasser war, war alles voller Schlamm.
Am 6. April setzte die Rote Armee zu einem neuen Großangriff gegen die Legion Nederland an. Dabei wurden die sowjetischen Infanteristen von Flugzeugen der Roten Armee unterstützt, die die Stellungen der holländischen Freiwilligen unter Beschuss nahmen. Doch abermals konnte dieser Angriff unter schweren Verlusten abgewehrt werden.

Im Sommer 1942 konnte die Legion Nederland endlich wieder in die Offensive gehen und selbst die Initiative ergreifen. Es gelang eine Eliteeinheit der Roten Armee am Fuhovga-See zu eliminieren. Dabei erbeutete die Legion große Mengen an Waffen, Munition und Ausrüstung. 3.500 sowjetische Kriegsgefangene wurden gemacht, dabei war auch der berühmte sowjetische General Vlassow.
Im Juli 1942 war die Legion Teil der 2. SS-Infanterie-Brigade und wurde von der Wolchow-Front an die Leningrad-Front verlegt. Die Legion Nederland nahm somit an der Belagerung der Stadt Leningrad teil. Die hohe Anzahl von Gefallenen reduzierte die Legion auf 1.000 kampfbereite Soldaten und 400 Unteroffiziere und Offiziere. Der Rest des Julis verlief für die Legion relativ ruhig und so konnte sie sich etwas erholen.
Der neue Kommandant SS-Obersturmbannführer Josef Fitzthum nutzte die zeit um die holländischen Freiwilligen weiter zu trainieren. Für die erfolgreichen zurückliegenden Kämpfe wurden 18 mal das Eiserne Kreuz I. Klasse und 158 mal das EK II. Klasse verliehen.

Als Teil des 18. Armee-Korps L, gemeinsam mit der 6. Infanterie-Division und der SS-Polizei-Division, nahm die Legion an der Operation "Nordlicht" teil. Diese Operation war eine Offensive die die letzten Verteidiger der Stadt Leningrad vertreiben sollte.
Als die Legion im Kampfgebiet ankam, war sie nicht gut genug vorbereitet. Hinzu kam ein Überraschungsangriff der Roten Armee nahe Krasnoje-Selo und ein stetiger Versorgunsmangel. Die Moral innerhalb der Legion Nederland litt sehr unter diesen Umständen. Die Operation "Nordlicht" war ein totaler Misserfolg und nur 13 deutsche Divisionen konnten an der Offensive teilnhemen. Hinzu kam, dass die Rote Armee von den Plänen der deutschen Wehrmacht wusste und eine Gegenoffensive startete. Diese Schlacht wurde als die erste "Ladoga-Schlacht" bekannt und die sowjetische Gegenoffensive kam erst Ende 1942 zum Stillstand als die sowjetischen Truppen von der deutschen Verteidigung gestoppt wurde.
Im Januar 1943 verstärkte eine Luftwaffen-Felddivision den Frontabschnitt der Legion Nederland.
Am 12. Januar begann die zweite "Ladoga-Schlacht", als die Rote Armee mit Panzern und schweren Geschützen versuchte, die deutschen Linien zu durchbrechen. Gemeinsam mit der Freiwilligen-Legion Norwegen gelang es der Legion Nederland mehrere sowjetische Panzer und Geschütze zu zerstören. Dabei stellte sich die 75mm Pak als sehr hilfreich heraus. Nach dieser Schlacht wurde der Holländer Gerardus Mooyman am  26. Februar 1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Er hatte  13 sowjetische T-34 und KV I Panzer zerstört.

Im April 1943 wurde die Legion Nederland von der Leningrad-Front abgezogen und wurde in die SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Brigade "Nederland" umformiert.

Kommandeure
SS-Oberführer Otto Reich
Wehrmachtsmajor Friedrich
SS-Obersturmbannführer Arved Theuermann ab 1. April 1942
SS-Obersturmbannführer Fitzthum ab 10. Juli 1942
Kommentare (2)Add Comment
Franz Reuter
Februar 17, 2010
188.193.197.228
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Hallo,
hier finden Sie weitere Einzelheiten über die Division Nederland. Ich finde, dass der eingestellte Bericht verbessert werden sollte.

Mit besten Grüßen

Franz Reuter

Franz Reuter
Februar 17, 2010
188.193.197.228
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Eine Ergänzug:

Hier gibt es weitere Einzelheiten:

tp://guenthersteffen.blogspot.com/

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