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Während der Sommer-Offensive 1944 setzen die sowjetischen Einheiten alles daran um Mitau und Tuckum zurückzuerobern, welche für den Raum Kurland eine große Bedrohung darstellen. Um den Weg nach Riga offen zu halten werden das SS-Reserve-Regiment (in Dondangen, Litauen stationiert) und das SS-Panzer-Trainings-Regiment Seelager (stationiert auf dem SS-Truppenübungsplatz Windau (Ventspils), Lettland) schnell zusammengeführt um die Sowjets aus dem Raum Mitau zurückzudrängen. Da das Trainingsgelände Seelager geräumt werden musste, wurden die Regimenter und die SS-Panzer- Aufklärungs-Ausbildungs-Abteilungen 1 & 2 zusammengefügt um so die SS-Panzerbrigade Gross zu bilden. Die Bildung der Brigade begann am 8. August 1944 und unterstand dem Kommando von Ritterkreuzträger und SS-Sturmbannfüher Martin Gross. Die Formierung dauerte drei Tage und am Ende hatte die Brigade zwei Infanterie-Bataillone, ein gemischtes Panzer-Bataillon mit zwei Kompanien (mit ca. 10-15 Panzer III+IV), ein StuG-Bataillon (mit 12 StuG III), einer provisorischen Pionier-Kompanie und einer Flak-Kompanie (mit Einheiten der Luftwaffe und des SS-Flak-Bataillon 54). Direkt nach Bildung der SS-Panzerbrigade Gross wurde sie auch schon in die ersten Kämpfe verwickelt: Am 8. August 1944 startete sie einen Gegenangriff gegen die vorrückenden sowjetischen Truppen und wurde in erbitterte Kämpfe im Raum Libau (Lettland) gegen ein sowjetisches Kavallerie-Korps verwickelt. Der Versuch Tuckum zurückzuerobern schlug fehl. Am 15. August erhielt das Panzer-Bataillon der Panzerbrigade Gross Verstärkung in Form von einer Kompanie mit 7 Tiger-Panzern der schweren SS-Panzer-Abteilung 103 und zwei Artillerie Batterien der 19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr.2). Bis zum 19. August zählte die Einheit rund 2.500 Mann. An diesem Tag wurde die Brigade ein Teil der Panzer-Division Strachwitz, wo sie nochmals um 5 Panzer IV verstärkt wurde. Am folgenden Tag kämpfte sie gegen die sowjetische 51. Armee und eroberte Mitau zurück. Damit ermöglichten sie die Fortführung der Evakuierung der deutschen Streitkräfte und Zivilisten über die Ostsee, in dem sie die Küstenlinie bis Reval sicherten. Als die Brigade am 22. August der 18. Armee unterstellt wurde, betrug ihre Stärke nur noch 720 Mann, 3 Panther Panzer, 5 Panzer III+IV, 3 erbeutete T-34 Panzer und 20 SPW. Am 28. August wurde die Division Strachwitz nach Joesuu und durch Bulduri nach Estland gebracht. Die erste Septemberwoche verbrachte die Einheit am See Peipus. Als der Kommandant Strachwitz verwundet wurde, erhielt die Einheit einen neuen Kommandeur und wurde fortan Panzer-Division Lauchert genannt. Am 12. September zählte das Panzer-Battaillon der Panzerbrigade Gross einen Panzer III (L42), 7 Panzer III (L60), 1 Panzer IV (L24), 1 Panzer IV (L43), 3 Panther, 1 StuG (L48) und 17 SPW. Das SS-Infanterie-Battalion 2 zählte nicht mehr zur Brigade und die Aufklärungs-Abteilung zählte nur noch 8 Panzerspähwagen. Die Brigade Gross wurde Mitte September von der Division getrennt und zurück nach Dorbet in Lettland verlegt. Wegen der dauernden Kämpfe gegen die sowjetischen Truppen, fiel die Stärke der Brigade auf 300 Mann, 2 StuG, ein T-34 Beutepanzer, 3 Panzer III, 2 Panzer IV und 4 SPW. Bis nach Litauen zurückgeschlagen, wurde die Brigade Gross ein Teil der 3. Panzer-Armee. Im Oktober erreichte sie Memel und aufgrund ihrer schweren Verluste am 16. November, wurde sie weiter zurückgezogen. Die Überlebenden wurden auf das Trainingsgelände Sennelager (Steinhagen,Westfahlen) verlegt. Dort wurde die Brigade aufgelöst und die Männer wurden zu verschiedenen Einheiten geschickt, unter anderem zur 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte SS Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich, 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen and 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend, welche ein Teil der 6. Armee war. Kommandeure SS-Obersturmbannführer Martin Gross (8 Aug 1944 - ? Nov 1944) Einsatzgebiete Ostfront, Nord-Sektor (Aug 1944 - Nov 1944) Unterstellt 18. Armee (Aug 1944 - Sep 1944) 3. Pz. Armee (Sep 1944 - Nov 1944) Mannstärke 19 Aug 1944: 2.500 22 Aug 1944: 720 20 Sep 1944: 300 Schlachtordnung / Organisation (15 Aug 1944) Brigade-Stab Feldgendarmerie Trupp Versorgungskompanie Werkstattkompanie SS-Infanterie-Bataillon 1 4x Kompanie SS-Infanterie-Bataillon 2 Kradmeldestaffel 4x Kompanie SS-Panzer-Abteilung "Gross" 3x Kompanie Schwere Panzer Kompanie SS-Sturmgeschütz-Abteilung 1 Artillerie-Batterie x2 SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung "Gross" Kradschutzen-Kompanie Panzer-Späh.-Kompanie RAD/Kettenrad-Kompanie Flak-Kompanie 4x Zug Pionier-Kompanie Pionierzug (mot.) Werferzug Instandsetzungskompanie
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