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| Armeen Einführung |
Armee-Oberkommandos (AOK)Der Mobilmachungsplan 1939/40 sah die Bildung von 10 Armee-Oberkommandos vor (1-5, 7, 8, 10, 12, 14), von denen 5 aus Stäben bisheriger Heeresgruppen-Kommandos zu bilden waren. Die übrigen wurden neu aufgestellt. Jede Armee sollte ein "Paket" Armeetruppen erhalten, doch war füe einen Stab nur ein Armee-Nachrichten-Regiment vorhanden. Allgemein waren für Armeetruppen die Nummern 500 und 599 vorgesehen. Die Bezeichnung der "Pakete" entsprach bei Mobilmachung 1939 noch den Gruppierungen für einen Einsatz gegen die Tschechoslowakei. Für den Einsatz gegen Polen traten dadurch Veränderungen auf, dass mit dem Beginn des Kampfes die Armee-Oberkommandos 2 und 12 nicht als solche, sondern als Heeresgruppen-Kommandos Nord und Süd eingesetzt wurden und sich dadurch auch die Zuteilung der Armeetruppen bei vier Armeen im Osten verschob: Heeresgruppenkommando Nord - nur Armee-Nachrichten-Regiment 537 des Paketes B Heeresgruppenkommando Süd - Armeetruppen N (Nürnberg) mit Nummern zw. 570 und 579 Armee-Oberkommando 3 - Armeetruppen Ostpreußen, Nummern zw. 501 und 509 Armee-Oberkommando 4 - Armeetruppen L (Leipzig), Nr. 580 - 589 Armee-Oberkommando 8 - Armeetruppen B (Breslau), Nr. 530 - 539, ferner Armee-Nachrichten_Regiment 511 der Armeetruppen P (Prag) Armee-Oberkommando 10 - Armeetruppen D (Dresden), Nr. 540 - 549 Armee-Oberkommando 14 - Armeetruppen W (Wien), Nr. 520 - 529 und im Westen Armee-Oberkommando 5 - Armeetruppen M (Münster), Nr. 560 - 569 Armee-Oberkommando 1 - Armeetruppen K (Kassel), Nr. 590 - 599 Armee-Oberkommando 7 - Armeetruppen S (Stuttgart), Nr. 550 - 559 Die Armeepakete bestanden in der Regel aus: 1 Panzer-Abwehr-Abteilung 1 Armee-Nachrichten-Regiment 1 Brückenbau-Bataillon 2 Straßenbau-Bataillonen sowie aus Nachschubdiensten: 1 Armee-Nachschubführer mit 2 Nachschub-Kolonnen-Abteilungen 2 Nachschub-Bataillonen 2 Feldwerkstätten 7 Parks (Infanterie- Artillerie, Pionier-, Kraftfahr-, Nachrichten-, Gasschutzgerät, Heergerät) an Verwaltungsdiensten: 1 Armee-Verpflegungsamt mit 2 Bäckereikompanien und 2 Schlächterei-Zügen an Sanitätsdiensten: 2 Kranken-Transport-Abteilungen 1 Kriegslazarett-Abteilung mit 4 Kriegslazaretten 1 Armee-Sanitätsabteilung mit 2 Sanitätskompanien, 6 Feldlazaretten, 6 Kranken-Kraftwagen-Zügen und 1 Sanitätspark an Veterinärdiensten: 3 Armee-Pferdelazaretten, 2 bewegliche Tierblut-Untersuchunhsstellen, 1 Veterinär-Park, 2 Armee-Pferdeparks, 6 Pferde-Transport-Kolonnen an Ordnungsdiensten: 1 Kommandanten rückwärtiges Armeegebiet 2 Wach-Bataillone 1 Feldgendarmerie-Abteilung 2 Feldkommandanturen, 6 Ortskommandanturen und an Feldpost: 1 Armee-Briefstelle, 1 Feldpostleitstelle, 5 Feldpostämter Bei der Verlegung aus olen an die Westfront erhielten die Armeen aus Tarnungsgründen andere Bezeichnungen (3=16, 8=2, 10=6, 14=12 und 5=18). Die Armeetruppen waren zum Teil im Osten geblieben und wurden zu Heerestruppen erklärt, deren Zuteilung zu den einzelnen Armeen vor dem Westfeldzug und in seinem Verlauf stark wechselte, so dass die Geschlossenheit der "Pakete" aufhörte. Für den Feldzug gegen Frankreich standen nach neubildung des Armee-Oberkommandos 9 aus dem Stab Oberost also 9 Armee-Oberkommandos zur Verfügung: 1, 2 (neu), 4, 6, 7, 9, 12 (neu), 16, 18. Die in Norwegen eingesetzte Gruppe XXI (aus dem Generalkommando XXI gebildet) wurde am 19.12.1940 Armee-Oberkommando Norwegen. Neu aufgestelt wurden Armee-Oberkommando 11 am 5.10.1940, 15 am 15.1.1941 und 17 am 20.12.1940. Bei Beginn des Russlandfeldzuges standen im Osten: AOK 2, 4, 6, 9, 11, 16, 17, 18 im Westen: AOK 1, 7, 15 auf dem balkan: AOK 12 in Norwegen: AOK Norwegen Von den zugeteilten Heerestruppen bleiben jetzt zum mindestens das Armee-Nachrichten_Regiment, der Kommandant rückwärtiges Armeegebiegt und der Armee-Nachschubführer (später Kommandeur der Armee-Nachschubtruppen), später auch der Höhere Artillerie-Kommandeur in der Regel bei den Armeen, bei denen sie zu Beginn dieses Feldzuges eingeteilt waren, so dass sich ihre Aufzählung bei den einzelnen Armeen rechtfertigt, obgleich sie nach wie vor zu den Heerestruppen zählten. Nach dem schon während des Frankreich-Feldzuges vorübergehnd zwei Panzergruppen-Kommandos (Kleist und Guderian) gebildet worden waren, wurden im Winter 1940/41 die Panzergruppen-Kommandos 1-4 zur Führung von schnellen Verbänden eingerichtet. Von diesen wurden zwei am 5.10.1941 und die beiden anderen am 1.1.1942 in Panzerarmee-Oberkommandos umbenannt. Durch Zuteilung von Infanterieverbänden in ihrem Gefechtsabschnitt verloren sie jedoch ihren bisherigen Charakter, erhielten ihre eigenen rückwärtigen Armeegebiete und unterschieden sich ihren Aufgaben nun nicht mehr von den übrigen Armee-Oberkommandos. 1942 wurden dann weiter gebildet: - Panzerarmee-Oberkommando Afrika am 30.1.1942 aus der im August 1941 formierten Panzergruppe Afrika - seit Oktober 1942 Deutsch-Italienische Panezrarmee - Armeeoberkommando Lappland am 14.1.1942 aus der seit dem 4.6.1941 bestehenden Befehlsstelle Finnland des AOK Norwegen - am 22.6.1942 umbenannt in 20. (Gebirgs-) Armee - Panzerarmee-Oberkommando 5 in Afrika am 8.12.1942 aus dem Generalkommando LXXXX. AK Dagegen wurden: AOK 11 am 21.11.1942 Heeresgruppen-Kommando Don, AOK 12 am 23.1.1943 Heeresgruppen-Kommando "E" und das Oberkommando der Deutsch-Italienischen Panzerarmee am 22.2.1943 Heeresgruppen-Kommando Afrika. In STalingrad ging das AOK, in Tunis das Panzer-AOK 5 verloren. Neu gebildet wurden: AOK 6 am 6.3.1943 aus der Armee-Abteilung Hollidt im Osten AOK 8 am 22.8.1943 aus der Armee-Abteilung Kempf im Osten AOK 19 am 26.8.1943 aus der Armeegruppe Feiber im Westen AOK 10 am 17.10.1943 in italien AOK 14 am 18.11.1943 in italien Damit bestanden Anfang 1944: im Osten: AOK 2, 4, 6, 8, 9, 16, 17, 18, 20 und Panzer-AOK 1, 2, 3, 4 im Westen: AOK 1, 7, 15, 19 in Italien: AOK 10, 14 auf dem Balkan: Panzer-AOK 2 in Norwegen: AOK Norwegen insgesamt also 20 Armee-Oberkommandos. 1944 und 1945 enstanden dann noch (teils durch Neubildung, teils durch Umbenennung): Panzer-AOK 5 aus der Panzergruppe West SS-Panzer-AOK 6 aus der Waffen-SS SS-Panzer-AOK 11 aus der Waffen-SS (später AOK 11 des Heeres) AOK 12 aus den Resten der Heeresgruppen-Kommandos Nord (gfrüher MItte) AOK 21 aus den resten des AOK 4 AOK 24 aus dem stellvertretenden Generalkommandos V. AK AOK 25 aus den Stäben des Wehrmachts-Befehöshabers Niederlande und der Armee-Abteilung Narwa Fallschirm-AOK 1 aus dem Generalkommando XI. Fliegerkorps AOK Ligurien als gemischter Deutsch-Italienischer Verband Auser dem Heer (mit 19 AOK und 5 Panzer-AOK) war also die Waffen-SS bei Kriegsende mit 2 und die Luftwaffe mit einem Armee-Oberkommando beteiligt (AOk Ligurien nicht mitgerechnet). Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 22:45 Uhr |