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| Sturm- und Panzerartillerie |
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Die Notwendigkeit, im beweglich geführten Gefecht vor allem der Panzertruppe zu folgen, war bereits vor Kriegsausbruch deutlich geworden. Zum einen sollten gepanzerte Begleitgeschütze, rasch setzte sich der Begriff „Sturmgeschütze“ oder „Sturmartillerie“ durch, den Panzern unmittelbar im Angriff folgen, zum anderen sollte auch die Feldartillerie auf Selbstfahrlafetten umgesetzt den Angriffsverbänden unmittelbare Feuerunterstützung geben können. Bereits 1936 forderte der Inspekteur der Artillerie eine „Begleitartillerie unter Panzer für Infanterie- und Panzerabwehr“. 1937 entstand der Prototyp eines dafür entworfenen Kasematt-Panzers (Sd.Kfz. 142) mit 7,5 cm KwK L/24, des späteren Sturmgeschützes. Nach erfolgreicher Fronterprobung im Westfeldzug entstanden rasch die ersten Sturmgeschützabteilungen; die bis 1943 ausschließlich aus Freiwilligen rekrutiert wurden. Nach weiteren Kampfwertsteigerungen – verlängertes Rohr, Panzerschürzen, Beton-Zusatzpanzerung, Funkausrüstung - erwiesen sich die Sturmgeschütze als besonders erfolgreich; 1944 erhielten auch die Infanterie-Divisionen eigene Sturmgeschützbatterien; bis zu diesem Jahr hatten Sturmgeschütze bereits 20.000 Feindpanzer vernichtet. Die Bildung der Panzerartillerie vollzog sich zunächst behelfsmäßig. Nicht mehr den Frontbedingungen entsprechende Panzer wie die PzKw 38(t), PzKw I und PzKw II, aber auch französische Beutepanzer der Typen Lorraine, Somua oder Renault wurden zu „Gerätewagen“ abgerüstet und dann als Selbstfahrlafetten mit Infanteriegeschützen (s.I.G.33), Pak (7,5 cm oder 7,62 (r)) oder Feldhaubitzen (10,5 cm) bestückt. Ergebnis war eine Vielfalt verschiedener Ausführungen, am bekanntesten die Typen Marder I-III, die vorwiegend als Panzerjäger eingesetzt wurden, bis diese Aufgabe durch reine Jagdpanzer mit geschlossenem Kampfraum abgelöst wurden (Jagdpanzer V „Jagdpanther“, Jagdpanzer 38(t) „Hetzer“, Jagdpanzer „Ferdinand“/„Elefant“, Jagdpanzer VI „Jagdtiger“. Erste eigentliche Panzerhaubitzen, ebenfalls mit offenen Kampfraum, waren - die PzH „Wespe“ auf Gw II, bestückt mit der leichten 10,5 cm Feldhaubitze; eingesetzt in Batterien zu sechs Geschützen - und die PzH „Hummel“ auf Gw IV mit der 15 cm schweren Feldhaubitze. Die Panzerhaubitzen bewährten sich besonders bei den Abwehrschlachten von Welikije Luki im November 1942 und bei Charkow im August 1943. Kommentare (0)
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