Der Narvik-Schild
Adolf Hitler stiftete zur Erinnerung an den heldenhaften Kampf, den die in echter Waffenbrüderschaft bei Narvik fechtenden Verbände des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe siegreich bestanden haben, am 19. August 1940 den Narvik-Schild. Der Schild ist nur zur Uniform am linken Oberarm zu tragen, und zwar für Heer und Luftwaffe silberfarben, Kriegsmarine goldfarben. Der Narvikschild wird verliehen an alle Wehrmachtsangehörigen, die an der Landung in Narvik oder an den Kämpfen der Gruppe "Narvik" ehrenvoll beteiligt waren. Die Verleihung vollzieht im Auftrage des Führers der Befehlshaber der Gruppe "Narvik", Generaloberst Dietl.
Der Krim-Schild
Adolf Hitler stiftete am 25. Juli 1942 zur Erinnerung an die heldenhaften Kämpfe um die Krim den Krim-Schild. Der Krim-Schild wird zur Uniform am linken Oberarm getragen. Er wird verliehen an alle Wehrmachtsangehörigen und der Wehrmacht unterstellten Personen, die in der Zeit vom 21. September 1941 bis 4. Juli 1942 an den Kämpfen im due Krim zu Lande, in der Luft und zu Wasser ehrenvoll beteiligt waren. Die Verleihung vollzieht im Namen des Führers Generalfeldmarschall von Manstein. Den Krim-Schild erhält, wer während der Zeit vom 21. September 1941 bis 4. Juli 1942 südlich der Landenge von Perekop zu Lande, in der Luft oder zur See eine der nachstehenden Vorraussetzungen erfüllt hat; Teilnahme an der Hauptschlacht; Verwundung; ununterbrochener Aufenthalt von drei Monaten auf der Krim.
Der Cholm-Schild
Zur Erinnerung an die mehrmonatige heldenhafte Verteidigung von Cholm gegen eine zahlenmäsig überlegenen Feind stiftete Adolf Hitler am 1. Juli 1942 den Cholmschild. Der Cholmschild, der zur Uniform am linken Oberarm getragen wird, wird verliehen als Kampfabzeichen an alle Wehrmachtsangehörigen und der Wehrmacht unterstellten personen, die in dem eingeschlossenen Raum um Cholm an dem Verteidigungskampf ehrenvoll beteiligt waren. Die Verleihung vollzieht im namen des Führers der Verteidiger von Cholm, Generalmajor Scherer. Die Verteidigung von Cholm dauerte vom 21. Januar 1942 bis 5. Mai 1942. Den Cholmschild erhält, wer innerhalb dieser zeit in dem eingeschlossenen Raum an der Verteidigung ehrenvoll beteiligt war. Zur Verteidigung zählt auch Landung im eingeschlossenen Raum, jedoch nicht Durchführung der versorgung auf dem Luftwege mittels Abwurf.
Der Demjansk-Schild
Am 25. April 1943 hat Adolf Hitler zur Erinnerung an eine der härtesten Kampfphasen im Osten den Demjanskschild gestiftet. Den Demjanskschild erhält, wer in der zeit vom 8. April 1942 bis 21. April 1942 an der verteidigung ehrenvoll beteiligt war. Ihn tragen alle Wehrmachtsangehörige, die im Raum von Demjansk Inbegriff der Härte und Opferbereitschaft das namenlosen Grenadiers, der monatelang auf verlorenem Posten kämpfend, im unerschütterlichen Glauben an den Sieg aushielt und das Unmenschliche möglich machte. Unter der Führung ihres ruhmreichen Generals der Infanterie, Graf von Brockdorff-Ahlefeld, haben sie den Verteidigungskampf siegreich durchgestanden, bis sie aus dem eisernen Ring der Umklammerung befreit wurden.
Der Kuban-Schild
Als der Befehl Grenadiere, Gebirgsjäger und Jäger von den Höhen und Pässen des Kaukasus herabrief, glaubten die nachdrängenden Bolschewisten leichtes Spiel zu haben. Mit schwerster Artilleriemassierung, mit stärksterm Einsatz von Mensch und Panzern versuchten die Sowjets die Planmäsigkeit der deutschen Bewegungen zu verhindern und einzubrechen, um die Divisionen vernichten zu können. Blutig brachten vor den Sperr-Riegeln der deutschen Infanterie selbst die schwersten Massenangriffe der Sowjets zusammen. Wo auch der deutsche Grenadier- meisterhaft unterstützt durch die Pioniere - sich fest setzte, in den Lagunen zwischen Kuban und Asowschen Meer, in Krymskaja oder vor Noworossijsk, er hielt stand, Tage wie Monate. Am 22. September 1943 stiftete Adolf Hitler den Kubanschild. Den Kubanschild erhält, wer in der zeit seit dem 1. Februar 1943 an den Kämpfen am Kubanbrückenkopf zu Lande. in der Luft oder zu Wasser ehrenvoll beteiligt war und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllte: Teilnahme an der Hauptschlacht, Verwundung oder ununterbrochener Einsatz von mindestens 60 Tagen.
Weitere geplante und unoffizielle Schilder
Balkanschild Der Balkanschild war für Einheiten geplant, die an der Partisanenbekämpfung in den Jahren 1944 und 1945 auf dem Balkan teilgenommen hatten. Entworfen wurde der Balkanschild von Benno von Arent und enthielt den Text "Balkan" und die Jahreszahlen "1944" und "1945" an den Seiten des Reichsadlers, welcher sich auf einer Karte des Balkan befand. Dünkirchenschild Die Kriegsmarinebasis in Lorrient wurde von den alliierten Verbänden, die zuvor in der Normandie gelandet waren, eingeschlossen. Soldaten der Kriegsmarine und Einheiten der 226. Infanterie-Division kämpften jedoch bis Ende des Krieges unter dem Konteradmiral Frederich Frisius gegen die Alliierten. Der Dünkirchenschild enthielt den Text "Dünkirchen" und die Zahlen "19" und "44" an den Seiten des Leuchtturmes von Dünkirchen. Lorientschild Die Kriegsmarinebasis in Lorrient war die Heimat der 2. und 10. Unterseebootsflottille und der 14. Unterseebootsjagdflotille und wurde 1944 nach der Landung der Alliierten von diesen eingeschlossen. Unter dem Kommando von General der Artillerie Wilhelm Fahrmbacher kämpften die eingeschlossenen Einheiten jedoch bis zum Ende des Krieges weiter. Ein grober Entwurf des Loreintschild wurde Ende 1944 produziert. Er enthielt den Text "1944" und "Lorient". Auf dem Schild war ein nackter Krieger, der ein Schwert und einen Schild trug und auf einem U-Boot stand, abgebildet. Memelschild Während des Winters 1944/45 war Memel von der Roten Armee belagert und ein unoffizieller Schild von Generalleutnant Dr. Karl Mauss, Kommandeur der 7. Panzer-Division, eingeführt. Auf dem Schild waren die drei Türme von Memel abgebildet. Darüber befand sich der Schriftzug "Memel", darunter die Inschrift "Njemenfront". Vom Memelschild wurden nur sehr wenige produziert und es ist nicht sicher ob er auch genutzt wurde. Stalingradschild Der Stalingradschild war zu Ehren der Angehörigen der 6. Armee geplant, welche im Herbst 1942 in Stalingrad kämpften. Der erste Entwurf wurde von Ernst Eigener entworfen, welcher in der Propagandakompanie 637 in Stalingrad diente. Am Kopf des Schildes befand sich ein Reichsadler mit geschlossenen Flügeln und darunter die Inschrift "Stalingrad". Darunter befanden sich die 3 Silos von Stalingrad und ein toter deutscher Soldat mit einer Stacheldrahtkrone im Vordergrund. Das Design wurde wieder verworfen und ein zweiter Entwurf enthielt nun anstelle des toten deutschen Soldaten einen Fluss mit der Inschrift "Wolga". Dieser zweite Entwurf stammte nun von Generalfeldmarschall Friedrich Paulus. Eigener fiel im Kampfe um Stalingrad. Der Stalingradschild wurde jedoch niemals offiziell eingeführt.
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