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| Artillerieregiment |
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Mit der hochroten Waffenfarbe der Artillerie war das jeweilige Artillerieregiment der "schwere Hammer" der Division. Mit ihrem gut geleiteten, wendigen und wuchtigen Feuer unterstützte sie in Angriffs- und Abwehrkämpfen die oft schwerringende Infanterie. Sie bekämpfte Feindbatterien, schoß Vorbereitungs- und Sperrfeuer, zerschlug feindliche Kräfte schon in den Bereitstellungen und brachte in allen Lagen stets fühlbare Entlastung. Sieht man Divisions- und Regimentsgeschichten durch, wird dort immer wieder auf die wertvolle Hilfe und Unterstützung hingewiesen, die die jeweilige Divisionsartillerie brachte. Ein Artillerieregiment gliederte sich in
Der Regimentsstab setzte sich zusammen aus Kommandeur, Adjutant, 1. und 2. Ordonnanzoffizier, 1 Artillerieverbindungsoffizier (AVO), Nachrichtenoffizier, Verpflegungsoffizier, Regimentsarzt, Regimentsveterinär, la Schreiber, Waffenmeister, Geräteoffizier, Funkmeister und Stabspersonal. - Die Regiments-Stabsbatterie bestand aus Artillerieverbindungskommando (AVKo), Nachrichtenzug (Fernsprech- und Funktrupps), Artillerievermessungstrupp, Druckereizug und Wetterzug. Jede leichte Abteilung gliederte sich in - Abteilungsstab mit Kommandeur, Adjutant, Ordonnanzoffizier, Nachrichtenzugführer, Artillerievermessungs-Truppführer, Abteilungsarzt, Abteilungsveterinär, Zahlmeister, la Schreiber und Stabspersonal. - Stabsbatterie mit Nachrichtenzug, Artillerieverbindungstrupp (AVT) und Vermessungstrupp. - Nachrichtenzug mit 1 mittleren Fernsprechtrupp a (vierspännig) 1 mittleren Fernsprechtrupp b (zweispännig) 1 großen Fernsprechtrupp a (sechsspännig) 2 Tornisterfunktrupps b (zu Fuß) 2 Tornisterfunktrupps b (beritten) ferner 1 Sammlerladegerät C (s. Kapitel »Die Nachrichtenabteilung«). - 3 Batterien - 1 leichten Artilleriekolonne (mot.) mit 36 t. Gesamtstärke der leichten Abteilungen je: 20 Offiziere, 2 Beamte, 82 Unteroffiziere und 505 Mann, zusammen 609 Mann. Die schwere Abteilung mit ihren 3 Batterien gliederte sich ähnlich, jedoch hatte jede Batterie eine leichte Artilleriekolonne (mot.) mit je 28 t. Gesamtstärke der schweren Abteilung: 20 Offiziere, 2 Beamte, 85 Unteroffiziere und 571 Mann, insgesamt 678 Mann. Jede leichte Batterie bestand aus - Batteriechef mit Führungsstaffel: Batterietruppführer, 1 bis 2 VB-Trupps (Vorderer Beobachter mit 2 Funkern), Melder, Schreiber, Pferdehalter, 1 Beobachtungswagen. - Vermessungsstaffel: Beobachtungsoffizier, Beobachtungsfeldwebel, Richtkreisunteroffizier I, Rechentruppführer, Scherenfernrohr-Unteroffizier. - Nachrichtenstaffel: Nachrichtenfeldwebel, 2 Feldkabeltrupps zu Fuß, 2 Fernsprechtrupps beritten (Kabeltrommeln auf Handpferden), 2 Funktrupps zu Fuß, 1 leichter Fernsprechwagen (Protze mit einachsigem Kabelwagen), Femsprech- und Vermittlungspersonal. In diesen 3 Staffeln waren Führungsorgane, Beobachtungs-, Vermessungs- und Rechenkräfte der Batterie zusammengefaßt. - 2 Geschützstaffeln (Batterieoffizier, Richtkreisunteroffizier II, Feuerleitfeldwebel, je 2 Geschütze mit Bedienungen, 2 leichte MG (während des Marsches in Lafette auf Fahrzeug zum Luftschutz). - 1. und 2. Munitionsstaffel mit je 4 Munitionswagen. Ein Geschütz bestand aus Protze mit angehängter leichter Feldhaubitze, sechsspännig gezogen, 1 Geschützführer (beritten) und 5 Kanonieren (3 auf Protzfahrzeug vorn und 2 rückwärts aufgesessen, dazwischen Stauraum für das Gepäck). Die Fahrer saßen auf den Pferden der linken Seite (Fahrer vom Sattel — Sattelpferde). Die Pferde auf der rechten Seite hießen Handpferde. Die Gespanne wurden genannt (in der Reihenfolge von vorn): Vorderpferde, Mittelpferde, Stangenpferde. Bis auf Femsprech- und Luftschutzwagen waren alle Fahrzeuge sechsspännig. - Gefechtstroß I mit Feldküche, Versorgungsunteroffizier, Instandsetzungstrupp und Schirrmeister mit Personal - Verpflegungstroß II mit Rechnungsführer, Schreibstube mit Hauptwachtmeister (Hauptfeldwebel) - Gepäcktroß mit Sattler, Schuster und Schneider usw. Die Gesamtstärke einer leichten Batterie IFH 18 umfaßte 4 Offiziere, 30 Unteroffiziere und 137 Mann mit 153 Pferden. Die Gliederung einer schweren Batterie glich der einer leichten Batterie. Sie verfügte jedoch über einen Funktrupp mehr, und statt der dort berittenen Fernsprechtrupps besaß die sFH-Batterie einen zweiten leichten Fernsprechwagen mit Personal zum Leitungsbau. Führungs- und Feuerleitorgane: Feuereinheit war die Abteilung. Ihr Einsatz wurde vom Regimentskommandeur befohlen, der sich meist beim Divisionskommandeur befand. Die Verbindung zur Divison hielt der Artillerieverbindungsoffizier (AVO). Das Artillerieverbindungskommando (AVKo) (1 Offizier mit Nachrichtentrupp) war verantwortlich für die Verbindung vom Abteilungsstab zur zuständigen Infanterieeinheit (Infanterieregiment usw.). Auf der Haupt-Beobachtungsstelle (Haupt-B-Stelle) befanden sich der Batteriechef mit Beobachtungsoffizier, Scherenfernrohr-Unteroffizier, Richtkreisunteroffizier sowie Nachrichtenstaffelführer mit Fernsprechern und Funkern, um das Feuer der Batterie zu leiten. Daneben konnten, nach Notwendigkeit und Bedarf, weitere B-Stellen eingerichtet werden. Von diesen B-Stellen mußten sich die Gefechtsaufträge erfüllen lassen. Die B-Stellen waren die "Augen" der Artillerie, von ihnen aus sollte soviel wie möglich von Feind, Gelände und eigener Truppe gesehen werden. Von der Haupt-B-Stelle aus gab der Batteriechef auch seine Einsatzbefehle für die vorgeschobene Beobachter (VB), von hier aus wurden auch Gefechtsmeldungen und Lageberichte erstattet, ebenso bestand ständige Verbindung zum Gefechtsstand der Abteilung. Der (bzw. die) vorgeschobene Beobachter (VB), ein Leutnant, Wachtmeister, später auch bewährte Unteroffiziere, wurde der jeweiligen Schwerpunkt-Einheit bzw. den vordersten Teilen der Infanterie zugeteilt und zwar entweder mit einem Funktrupp (Funktruppführer, 1 Funker) oder einem berittenen Fernsprechtrupp (1 Truppführer, 2 Fernsprecher, 1 Pferdehalter, 1 Handpferd mit Kabeltrommel). Der VB begleitete die Infanterie im Angriff oder stand mit ihr im Abwehrkampf. Mit seinem Nachrichtentrupp nahm er Verbindung mit der Batterie (Feuerstellung) auf, meldete unmittelbare Feindbeobachtungen, Ziele und Entfernungen, leitete das Einschießen und überwachte das Wirkungsschießen, entweder nach seinen eigenen Beobachtungen, nach Anweisungen der Batterie oder der Abteilung bzw. des Artillerieregiments. Feuerbereitschaft nach Auftragserteilung 45 Minuten für die Batterie IFH 18. Kommentare (0)
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