Infanterieregiment
Das Infanterieregiment (ab 15. Oktober 1942 in Grenadierregiment umbenannt) umfasste:

- Regimentsstab mit Stabszug
- Regimentstross
- Regimentseinheiten, besehend aus:
    Pionierzug
    Reiterzug
    Nachrichtenzug
    Musik
- 3 Infanteriebataillone (1. - 12. Kompanie)
- 1 Infanterieschützenkompanie (13. Kompanie)
- 1 Panzerjägerkompanie (14. Kompanie)
- leichte Infanteriekolonne

Das Regiment zählte insgesamt 75 Offiziere, 7 Beamte, 493 Unteroffiziere und 2.474 Mannschaften.
Die Bewaffnung betsand aus 288 Pistolen, 180 MPi, 115 lMG, 36 sMG, 27 Pz.Büchsen, 27 lGr.W., 18 sGr.W., 6 lIG, 2 sIG und 12 Pak.
An Fahrzeugen waren vorhanden 73 mot. Fahrzeuge, 47 Kräder und 210 Bespannfahrzeuge, dazu rund 600 Pferde einschlieslich Reitpferden.

Regimentsstab und Regimentseinheiten

Der Regimenststab war mit Kommandeur, Adjutant, Ordonnanzoffizier, Nachrichtenoffizier und Hauptmann beim Stab z.b.V. ähnlich geglidert und hatte entsprechende Aufgaben, allerdings auf höherer Ebene, wie ein Bataillonsstab. Jedoch war der Regimentsstab mit UNterstab bei mehr Unteroffizieren und Mannschaften wie Schreiber, Ordonnanzen, Melder, Fahrer usw. zahlenmäsig stärker (Stabszug).
Die Trosse des Regiments bestanden aus:
- Gefechtstross mit 1 San.Offizier (Stabsarzt) mit B-Krad, 2 Veterinäre (davon 1 Stabsveterinär) beritten, 1 Regiments-Waffenmeister, 1 Beschlagungsschmied, Waffenmeisterpersonal mit 1 zweispännigen Waffenmeisterwagen, Küchenpersonal mit 1 großen, vierspännigen Feldküche.
- V I-Tross mit 1 Verpflegungsoffizier mit B-Krad, 1 zweispännigen Fahrzeug
- V II-Tross mit 1 Oberzahlmeister (mit Regimentskasse) mit B-Krad, 2 LKW
- Gepäcktross mit 1 Offizier mit S-Krad, 2 LKW
(Alle Fahrzeuge mit Fahrer)

Regimentspionierzug
Der Pionierzug setzte sich zusammen aus:
- 1 Führer (meist ein Leutnant), beritten
- Zugtrupp mit 1 Zugtruppführer, 3 Meldern, 1 Pferdehalter, 1 San.Unteroffizier mit Fahrrad
- 6 Gruppen in Stärke von 1/9 (die 1., 3. und 6. Gruppe mit 1 lMG)
- 3 zweispännige Gerätewagen mit Schanzzeug, 1 zweispännigen Wagen mit Gasschutzgerät.
Bei diesem Zug handelte es sich um sog. Infanteriepioniere, die auch die weisse Waffenfarbe der Infanterie trugen (im Gegensatz zu den Pionieren des Pionierbataillons mit der schwarzen Waffenfarbe). Die Infanteriepioniere waren nur für kleinere pioniertechnische Aufgaben geeignet wie begrenztes Minenräumen, Wegebau, Schanz- und Stellungsarbeiten usw. Sie wurden bei bedarf auch zur Unterstützung der "scharzen" Pioniere eingesetzt.

Regimentsreiterzug
Der Reiterzug setzte ich zusammen aus:
- 1 Führer (meist Oberfeldwebel oder Feldwebel)
- Zugtrupp mit 1 Unteroffizier und 3 Mann
- 3 Gruppen zu je 1 Unteroffizier und 7 Mann, je Gruppe teilbar in 2 "Abmärsche" zu je 4 Mann.
- 1 zweispännigen Gefechtsfahrzeug mit 1 Fahrer und 1 Beschlagschmied, 1 kleinen Feldküche mit 1 Fahrer und 2 Feldköchen, 1 Rechnungsführer mit Fahrrad.
Die Gefechtsstärke betrug 29 Mann beritten, 1 Pferd in Reserve.
Die Bewaffnung bestand aus Pistolen für den Führer und die Gruppenführer sowie Gewehr und Seitengewehr für alle Reiter. Leichte MG besas der Reiterzug nicht. Etwa ab Mitte 1943 wurde das Gewehr 98 k durch das Sturmgewehr 44 ersetzt, Führer und Gruppenführer erhielten eine Maschinenpistole. Dadurch wurde die Feierkraft des Reiterzuges erheblich gesteigert.
Entsprechend ihrer Aufgabe wurden die Reiterzüge der Regimenter im nahbereich besonders im Aufklärungs-, Sicherungs- und Medledienst eingesetzt. Die große Bewährung kam im Ostfeldzug, wo täglich Ritte von 70-80 km während des Vormarsches keine Seltenheit waren. Voraus der vorgehenden Infanterie klärten als dünne Schleier die Spähtrupps der Reiterzüge auf, überbrachten rasch wichtige Beobachtunegn und Meldungen, sicherten rastende Truppen und Kolonnen und mussten auch schon im ersten Jahr des Feldzuges entgegen ihrer Einsatzgrundsätze kleinere Kampfaufträge übernehmen, wobei sie meist durch Schützengruppen mit MG verstärkt wurden.
Teilweise wurden die Reiterzüge während des Krieges auch durch Radfahrzüge ersetzt.

Regimentsnachrichtenzug
Der Nachrichtenzug umfassten:
- 1 Zugführer (meist ein leutnant), zugleich Nachrichtenoffizier des Regiments und Führer des Unterstabes, beritten
- Zugtrupp mit 1 Funkmeister, beritten, 2 Nachrichtenmechaniker
- 1 kleinen Fernsprechtrupp a, 2 mittlere Fernsprechtrupps a
- 4 Tornisterfunktrupps d
- 2 vierspännige Fernsprechwagen, 1 zweispännigen kleinen Funkwagen, alle 3 Fahrzeuge mit Gerät und Instandsetzungsmitteln.
Der Zug verfügte an nachrichtengerät über:
- 10 Feldfernsprecher 33 (Truppenfernsprecher), Gewicht 5,9 kg mit Induktionsrufstrom
- 2 Klappenschränke für kleinere Vermittlung zu 10 und 20 Leitungen
- 8 Kilometer leichetes Feldkabel einadrig, auf kleiner Kabeltrommel mit Längen von je 500 Metern für frontnahe Verwendung
- 14 Kilometer schweres Feldkabel einadrig, auf großen Kabeltrommeln mit Längen von 750 bis 1.000 (hauptsächlich verwendetes Material)
- Tornisterfunkgerät d (Dora), von zwei Mann tragbare 3 Watt-Sender und Empfänger mit einem Frequenzbereich von 33,8 - 38 MHz, ausgelegt für Telegrafie- und Telefonbetrieb, Gewicht je Kasten 11 kg. Reichweite im Telegrafie-(Morse-)verkehr ca. 15 Kilometer, im Telefonieverkehr etwa ein Drittel davon. Die Stromversorgung bestand aus wiederaufladbaren Nickel-Cadmiumbatterien.

Im Gegensatz zu den Nachrichtengruppen, zu denen auch die Nachrichtenabteilung der Division gehörte, wurden kleinere nachrichtenverbände als Truppennachrichten-Einheiten bezeichnet. Zu diesen gehörte der Regimentsnachrichtenzug ebenso wie die Bataillonsnachrichtenstaffeln, die Nachrichtenstaffeln der MGK und Infanteriegeschützkompanien sowie die Nachrichtenzüge der Artillerie.
Der Regimentsnachrichten hatte diie Verbindung zu den Bataillonen, jeweils zum rechten Nachbarregiment und zu den dem Regiment unmittelbar unterstellten Einheiten herzustellen und zu unterhalten, notfalls auch die Artillerie-Nachrichtenzüge bei der Herstellung von Verbindungen zum Regiment zu unterstützen.
Wenn auch bei einm gut arbeitenden personal durch Fernsprechverbindungen einausgezeichnete und pausenlose Verständigung über größere Entfernungen gewährleistet war, so waren doch Fernsprechleitungen, die je nach Lage für Linien- oder Sternverkehr gebaut wurden, mit manchen Nachteilen verbunden. Der Leitungsbau, d.h. die Verbindungsherstellung zweire Sprechstellen zu Fuss, nahm viel Zeit in Anspruch. Unter günstigen Geländeverhältnissen betrug die Bauzeit für einen Kilometer leichtes Feldkabel bis 20 min, für einen Kilometer schweres Feldkabel bis 30 min. DIe Leitungen wurden im Hoch-, meist jedoch im Tiefbau verlegt. Besonders im Bewegungskrieg hatten es die Fernsprecher schwer, rechtzeitig mitzubaue. Auch konnte jede äusere Einwirkung auf die Kabel, besonders durch Feindbeschuss, aber auch durch eihene schwere Fahrzeuge usw. eine Verständigung unterbrechen. Dann mussten die Störungssucher für die Wiederherstellung der beschädigten Leitungen sorgen, was bei Nacht, im Schlamm oder tiefem Schnee oder unter Feindfeuer bis zum Auffinden und beseitigung der Störung oft gefährlich und mit Zeitverlust verbunden war.
In der vordersten Kampflinie kamen nur Doppelleitungen in Betracht. bei diesen war ein Abhören nur möglich, wenn dazwischen geschaltet wurde oderein Drahtstück blank war.
Dagegen war das Tornisterfunkgerät (Kurzwellengerät) schnell zur Verwendung bereit, eine Sende- und Empfamngsbereitschaft in etwa 5-8 Minuten hergestellt. Es hatte den Vorteil, dass es auch in der Bewegung benutzt werden konnte.
Ein Tonrister-Funktrupp bestand aus dem Truppführer, der Antennenmaterial, Ersatzbatterien und - röhren, Kopfhörer, Schreibzeug usw. in einem Zubehörtornister hatte. Ein Funker trug in der Bewegung den Empfänger, ein zweiter den Sender in einem Kasten. Aber auch die Funkgeräte besasen große nachteile. Sie hatten ein ziemlich hohes Gewicht und waren Wechselsprechgeräte, d.h. es konnte nur auf dem gleichen Kanal abwechselnd empfangen oder gesendet werden, und zwar sowohl mündlich als auch durch Morsezeichen. Auch waren die Reichweiten, und damit die Verständnismöglichkeiten vom Gelände, viel stärker aber von atmosphärischen Einflüssen abhängig. Mit den zur Verfügung stehenden Funkgeräten konnten nur im Telegrafieverkehr die in der Praxis auftretenden Entfernungen überbrückt werden. Im Sprechverkehr waren die erzielten Reichweiten auf alle Fälle zu gering.
Wegen der Abhörgefahr bei Fernsprech- und auch Funkverkehr musste stets mit wechselnden Decknamenlisten für Einheiten und Tarntafeln für bestimmte Fälle, z.B. feindliche Angriffe usw., gearbeitet werden.

Regimentsmusik
Die Regimentsmusiker trugen gleiche feldgraue Uniformen wie alle Soldaten, jedoch auf den Schultern sog. "Schwalbennester" mit weissem Grundtuch und aluminiumfarbenen Tressenbesatz.
Es gab auch anderstlautende Dienstgradbezeichnungen:
Musiker = Soldaet bis Obergefreiter mit entsprechenden Rangabzeichen
Musikleiter = Oberfeldwebel
Musikmeister = Leutnant
Obermusikmeister = Oberleutnant
Stabsmusikmeister = Hauptmann.
Ab Musikmeister wurde die übliche Offiziersuniform getragen. Die Schulterstücke zeigten je vier rote Längsstreifen und eine goldfarbene Lyra, dazu die dem Rang entsprechenden Sterne. Entgegen vieln anderen europäischen Armeen war im deutschen Heer die Einteilung der Musiker und die Instrumentenbesetzung genau vorgeschrieben. So gehörten zu einem Inf.Rgt. ein Musikmeister und 37 Musiker, und zwar:
2 Musiker mit je 2 großen und kleinen Flöten in C
2 Musiker mit Oboen (bei Marschmusik schlug ein oboist das Glockenspiel, ein Fagottist die Becken)
2 Musiker mit Fagotts
1 Musiker mit Klarinette in Es
8 Musiker mit Klarinetten in B
4 Musiker mit Waldhorn in F
2 Musiker mit Soprankornett in B
2 Musiker mit Tenorhorn in B
1 Musiker mit Bariton-Tuba in B
2 Musiker mit Bass-Tuba in Es
2 Musiker mit Bass-Tuba oder Helikon in B
2 Musiker mit Trompeten in Es
2 Musiker mit Trompeten in B
3 Musiker mit Tenor-Zugposaune in B
1 Musiker mit kleiner Trommel
1 Musiker mit großer Trommel (Pauke).
Bemerkenswert ist, dass neben den Musikorps der Regimenter ausnahmsweise auch jedes Pionierbataillon über eine eigene Militärmusik mit einem Musikmeister und 27 Musikern verfügte.
Eine besondere Note der deutschen Militärmusik waren noch je Regiment die zwölf Spielleute (6 Trommler und 6 Pfeifer), die von der truppe (je Kompanie 1 Spielmann) gestellt wurden.
Im Krieg wurden die Musiker, deren Instrumente beim mot.Tross des Regimenst mitgeführt wurden, als Hilfssanitäter zur Verwundetenbergung und -versorgung, und je nach bedarf auf den Verbandsplätzen eingesetzt. In ruhigen Zeiten wirkten sie ihrer eigentlichen Bestimmung entsprechend als Regimentsmusik bei ernsten Anlässen (Beerdigung gefallener, Feldgottesdiensten o.ä.) mit oder trugen zur Aufheiterung in Soldatenheimen und Lazaretten bei, gaben in den besetzten Gebieten für Soldaten udn Einheimische Standkonzerte usw.
Darüber ist z.B. in der Geschichte der 61. Infanteriedivision zu lesen (Sommer 1942):
"Vor allem aber konnten die Musikkorps, monatelang in schwerstem Einsatz stehend, endlich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden."
Ab Ende Mai 1944 wurden auf Befehl des OKH die Regimentsmusiken abgeschafft, fortan gab es nur noch je Division ein gekürztes Musikkorps.

Infanteriegeschützkompanie
Zu den "schweren Waffen" der Infanterie gehörten neben den schweren Maschinengewhren und schweren Granatwerfern in den Bataillonen auch die leichten und schweren Infanteriegeschütze (lIG und sIG). Sie befanden sich in einer eigenen, der 13. Kompanie eines jeden Infanterieregiments. Mit diesen Geschützen verfügte der Regimentskommandeur über seine eigene "Artillerie".
Die Infanteriegeschützkompanie zählte etwa 180 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten und zwar mit insgesamt 133 Pferden vollkommen bespannt. Die einzelnen Führer waren beritten, die Bedienungen sasen auf den Protzen der geschütze und der Munitionsfahrzeuge auf.
Die Kompanie gliederte sich in:
- Kompaniechef (meist ein hauptmann), beritten
- Kompanietrupp mit 1 Nachrichtenoffizier, 3 Fernsprecher, 3 Melder, 2 Vermessern, 2 Rechner, 1 Entfernungsmessmann, 1 Pferdehalter (beritten) und 1 vierspännigen B-Wagen mit 2 fahreren vom Sattel
- 3 leichte Infanteriegeschützzüge mit je Zugführer und Zugtrupp mit stellvertr. Zugführer zugleich Stellungsunteroffizier, 2 Richtkreisunteroffiziere (I und II), 1 Entfernungsmessmann, 1 Melder, 1 Pferdehalter, alle beritten. Nicht beritten waren 3 Fernsprecher und 1 Melder, die zur Herstellung der Feuerleitungsverbindungen mit Fernsprechgerät und Winkerstäben ausgerüstet waren. 2 leichte Infanteriegeschütze 7,5 cm,  jedes Geschütz vierspännig mit Protze und 2 Fahrern vom Sattel, 1 berittener Geschützführer und 5 Mann bedienung, (Richtschütze, Ladeschütze, 3 Munitionsschützen) dazu 1 Munitionsstaffel und 2 vierspännige Munitionsanhängern hinter Protzen mit je 2 Fahrern vom Sattel und 2 Munitionshelfern.
Die 3 Fernsprecher, der Melder und die Geschützbedienungen sasen während des Marsches auf den Protzen.
- 1 schweren Infanteriegeschützzug mit Zugführer und Zugtrupp wie IlG-Zug, 2 schweren Infanteriegeschützen 15 cm, beide Geschütze mit Protzen sechsspännig mit 3 Fahrern vom Sattel gefahren, je Geschütz ein berittener Geschützführer, die 6 Mann der Bedienung (Richtschütze, Ladeschütze 1 und 2, 3 Munitionsschützen) auf den Protzen aufgesessen. Auserdem verfügte dieser Zug neben den 2 Munitionsanhängern mit Protzen noch über eine eigene Munitionstsaffel mit 2 vierspännigen Munitionswagen.
- Gefechtstross mit 1 großen Feldküche, 1 Feldschmiedwagen, 1 Beschlagschmied, 1 Futtermeister und sontigem Personal.
- Verpflegungstross I wie bei anderen Einheiten
- Gepäcktross wie bei anderen Einheiten

Die Infanteriegeschütze hatten besonders die Aufgabe, im Punkt-Zielbeschuss kleine, schwer sicht- und erkennbare offene Ziele oder solche in und hinter Deckungen wie z.B. feindliche MG-Nester, B-Stellen usw. zu bekämpfen, die entweder für die schweren Granatwerfer zu weit waren, von den schweren MG im Flachfeuer nicht gefdasst werden konnten oder für die Artillerie nicht lohnend genug schienen. Sie wurden mit großem Erfolg auch gegen wiederstandsstarke Einzelziele wie Bunkeranlagen, stark befestigte und ausgebaute Stützpunkte usw. eingesetzt, gegen die andere Waffen nicht genügend Wirkung versprachen.
Im allgemeinen wurden die IlG-Züge den Infanteriebataillonen zugeweise unterstellt (der Zug mit 2 geschützen bildete die Feuereinheit), doch wurden auch Einzelgeschütze eingesetzt. Sie erhielten ihre Kampfaufträge von den jeweiligen Btl.Kommandeuren. Zur Bildung von Schwerpunkten wurden vom Rgt.Kommandeur mehrere IlG-Züge und die beiden sIG unter der Führung des IG-Chefs zusammengefasst.
Die aufgeführten Stärken an Soldaten, Pferden, Geschützen und fahrzeugen konnten im Verlauf des Krieges nicht mehr beibehalten werden, und es wurden einige Änderungen eingeführt. Etwa ab 1942 wurden die IlG-Züge ind die Infanteriebataillone eingegliedert und in der Infanteriegeschützkompanie durch sIG ersetzt. Bei neuaufstellung von Infanteriedivisionen wurde das bis dahin schon vielfach fehlende IlG durch die doppelte Anzahl 8,1 cm-Granatwerfer ersetzt. Wenn die Werfer auch keine Präzisionswaffe wie die Infanteriegeschütze waren, so war die Wirkung der Geschosse etwa gleich, die Werfer jedoch weitaus weniger aufwendig an Personal und Transportmitteln.
Ab 1943 wurden auch die sIG in vielen Regimentern durch die doppelte Anzahl 12 cm-Granatwerfer ersetzt. In manchen Infanterieregimentern bestand schon ab 1942 die ganze Infanteriegeschützkompanie als Granatwerferkompanie mit 8,1 cm-Werfern, ab 1943/44 auch mit 12 cm-Werfern.
Die Bedienungen marschierten zu Fuss, die zerlegten Werfer waren entweder in Karetten verladen oder angehängt, wa sauch hier eine wesentliche Einsparung an Soldaten, Pferden und Fahrzeugen bedeutete.

Panzerjägerkompanie
Die Panzerjägerkompanie des Infanterieregiments war voll motorisiert und bestand aus 4 Zügen zu je 3 Pak und insgesamt 12 lMG.
- siehe Panzerjägerabteilung -

Leichte Infanteriekolonne
Die leichte Infanteriekolonne führte die zur 1. Ausstattung gehörende Munition mit. Sie bestand aus dem Kolonnenführer (beritten), 2 Kradmeldern und 3 Zügen mit je 1 Zugführer und 8 zweispännigen Fahrzeugen mit Fahrern vom Bocm und Begleitern. Die Kolonne wurde (wie andere) von der Quartiermeisterabteilung des Divisionsstabes geführt. 
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