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| Verwaltungs- und Nachschubdienste |
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Eine Infanteriedivision mußte nicht nur marschieren und kämpfen können, ihre Soldaten mußten auch versorgt werden und alles zum täglichen Leben und Kämpfen Notwendige ausreichend und rechtzeitig erhalten. Und dies galt ebenso für Pferde und Fahrzeuge. Diesen Aufgaben dienten innerhalb der sog. Rückwärtigen Dienste die Verwaltungs- und Nachschubdienste (hellblaue Waffenfarbe). Sie unterstanden der Quartiermeisterabteilung der Division unter dem Ib. Die Führung dieser Dienste hatte ein Intendant, im Divisionsstab als IVa bezeichnet. Die Verwaltungsdienste (Versorgungsdienste) Sie gliederten sich bei einer Gesamtstärke von 3 Offizieren, 28 Beamten und 195 Unteroffizieren und Mannschaften in
Dieser ganze umfangreiche Geräte- und Fahrzeugpark mußte besonders im Bewegungskrieg häufig auf- und wieder abgebaut werden, um der eigenen Division im Abstand von 20 bis 30 Kilometern jeweils so nahe wie möglich zu sein, dies war besonders bei den späteren Rückzügen schwierig. Rechtzeitige Straßen-, Wege- und Brückenerkundungen waren deshalb ebenso wichtig wie das Auffinden geeigneter ortsfester Anlagen oder günstiger Plätze. Die Nachschubdienste Alle gewaltigen Mengen an Verpflegung, Munition, Futter, Bekleidung, Kampfmitteln aller Art und sonstigen Verbrauchsgüter mußten natürlich laufend antransportiert, befördert und mitgeführt werden bis zu den eingerichteten Ausgabestellen an die Truppe. Dies war Aufgabe der Divisions-Nachschubtruppen unter dem Befehl des Divisionsnachschubführers (Dinafü) im Rang eines Majors. Sein Stab (zur Hälfte, die andere Hälfte befand sich beim Divisionsstab Ib) bestand aus Adjutant, z.b.V. Offizier, Oberzahlmeister, Kolonnenarzt und Kolonnenveterinär sowie 24 Unteroffizieren und Mannschaften, dazu 4 Pkw, 3 Lkw, 3 Solo- und 1 Beiwagenkrad. Dem Dinafü unterstanden
Die Nachschubkompanie stellte insbesondere das Personal für die Einrichtung der verschiedenen Ausgabestellen, meist in Form einer Verteilerspinne, die von den V-Trossen der Einheiten angefahren wurden. Die Aufgaben der Werkstattkompanie sollen ebenfalls an einem Beispiel aufgezeigt werden: 6. Infanteriedivision: Die Werkstattkompanie 6 machte im ersten Jahr des Ostfeldzuges 1941/42 wieder betriebsbereit: mit dem Werkstattzug 442 Bespannfahrzeuge, 54 Feldküchen und 181 Fahrräder; der Waffenmeisterzug setzte instand: 1 191 Handwaffen, 699 MG, 171 schwere Infanteriewaffen und 70 Geschütze; der Instandsetzungszug machte wieder fahrbereit: 999 Pkw, 430 Lkw, 787 Kräder und 342 Sonderfahrzeuge. Die wenigen aufgezeigten Beispiele mit ihren Zahlen, wie sie ähnlich für alle Infanteriedivisionen galten, zeigen, daß auch die Verwaltungs- und Nachschubdienste kein faules »Etappenleben« führen konnten, zumal sie besonders im Ostfeldzug vor ungeheure Klima-, Wetter- und Wegeschwierigkeiten gestellt wurden und sich zudem im rückwärtigen Divisionsgebiet häufig gegen Partisanenüberfälle und durchgebrochene Feindteile mit ihren wenigen Handwaffen zur Wehr setzen mußten. Sie taten abseits der großen Ereignisse, entfernt von Gefechten und Schlachten, im Hinterland unbekannt und ungenannt selbstverständlich ihre Arbeit, bei der es weder Auszeichnungen noch ruhmvolle Berichte zu ernten gab, und ohne die dennoch der Landser vorn an der Front nicht hätte leben und kämpfen können. Ihn tagaus, tagein, Woche für Woche, Monat um Monat, Jahr um Jahr auf Vormärschen, im Stellungskrieg und bei Rückzügen unter selbstlosem Einsatz nach größter Möglichkeit mit allem, was er brauchte, zu versorgen, das war ihre stille, doch große Aufgabe, die sie oft unter den schwierigsten Bedingungen erfüllen mussten. Kommentare (0)
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