Wehrmacht Gebirgstruppe 1. Gebirgsdivision
1. Gebirgsdivision
1. Gebirgs-DivisionAufgestellt am 9. April 1938 in Garmisch Partenkirchen aus der seit 1. Juni 1935 bestehenden Gebirgsbrigade.
Die 1. Gebirgs-Division bildete die Stammdivision der deutschen Gebirgstruppe. Ihre Garnisonen breiteten sich vom Allgäu über das Werdenfelser Land und den Chiemgau bis in das Berchtesgadener Land aus.
Ihr Bauherr war bekanntlich General Ludwig Kübler, ihr langjähriger Kommandeur General Hubert Lanz.
Das gazilische Lemberg und der französische Oise-Aisne-Kanal, Jugoslawien und die Ukraine, der Stoss durch die Stalin-Linie und die Umfassungsschlacht bei Uman und Podwyssokoje, die Eroberung des Donezgebietes und die Schlacht bei Charkow und Barwenkowo, der Kaukasus und Kuban, der Balkan und die Ionischen Inseln Kofu und Kefalonia, Belgrad und der Plattensee sind Marksteine auf dem Schicksalsweg dieser Division in die "Alpenfestung".

Am 12. März 1945 wurde die Division in 1. Volks-Gebirgs-Division umbenannt.

Kommandeure


Generalmajor Ludwig Kübler (1937-41)
Generalmajor Hubert Lanz (1942-43)
Generalmajor Hermann Kress (1943)
Generalleutnant Walter Stettner Ritter von Grabenhofen (1943-44)
Generalleutnant Josef Kübler (1945)
Generalleutnant August Wittmann

Gliederung


Gebirgsjäger-Regiment 98
I., II, III. Bataillon
 I.-V. Kompanie (3 Züge in 4 Gruppen)
  I.-III. Jägerkompanie
   1 schwere Kompanie (MG und Granatwerfer)
    Stabskompanie (mit Nachrichten- und Kradmelderzug, Stabspersonal)
Gebirgsjäger-Regiment 99
 siehe Geb.Rgt. 98
Gebirgsjäger-Regiment 100 (bis 3. November 1940)
Gebirgs-Artillerie-Regiment 79
 2 Abteilungen mit je 2 Batterien und Stabsbatterie (7,5 cm Gebirgskanone)
 1 Abteilung mit 3 Batterien und Stabsbatterie (leichte Feldhaubitze 10,5 cm)
Panzerjäger-Abteilung 44
 12 Pak 3,7 cm, später 5 cm
Gebirgs-Pionier-Bataillon 54
 Gebirgs-Pionier-Kompanie
 leichte Pionierkompanie
 Brückenkolonne
 leichte Pionierkolonne
Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 54
 Gebirgs-Fernsprech-Kompanie
 Gebirgs-Funk-Kompanie
 leichte Gebirgs-Nachrichten-Kolonne
Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung (während der Mobilmachung aus dem Kavallerie-Regiment 17 gebildet)
 Stab
 Reiter-Schwadron
 Radfahr-Schwadron
Gebirgs-Sanitäts-Abteilung 41
Feldersatz-Bataillon 54 (bis Februar 1943)
Feldersatz-Bataillon 79 (ab April 1943)
Gebirgsjäger-Bataillon 54 (ab April 1943)

Details zu Gliederung: Am 3. November 1940 kam das Gebirgsjäger-Regiment 100 zur 5. Gebirgsdivision. Das I. Abteilung des Artillerie-Regiment 79 kam ebenfalls zur 5. Geb.Div. und wurde dort das I./95. Die bisher III. Abteilung des Art.Rgt. 79 wird nun I. und die Leichte-Artillerie-Abteilung 745 wird III.
1943 wird aus dem Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 2 und des Feldersatz-Bataillon 54 das Gebirgsjäger-Bataillon 54 gebildet. Am 20. November 1943 wird das I. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiment 98 abgegeben (wird Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 3), dieses wird aber ersetzt.

Kämpfe und Einsätze


Polenfeldzug
Die 1. Gebirgsdivision war in Vorbereitung zum Polenfeldzug in der Slowakei stationiert worden. Am 5. September 1939 griff die Division dann in die Kämpfe ein und marschierte vom slowakischen Presow  aus ostwärts der HohenTatra in Polen ein. Außer einem kleinen Gefecht bei Krempna, kam es zu keinen Kampfhandlungen.
Im Raum Dukla kam es zu ersten schweren Kämpfen, wo das Gebirgsjäger-Regiment 98 auf heftigen polnischen Widerstand stieß. Es folgten Häuserkämpfe in der Nacht in Rowno.
Die Divisionerhielt den Befehl in Richtung Lemberg vorzustoßen um so die sich zurückziehenden polnischen Truppen abzuschneiden. Hierzu wurden zwei motorisierte Verfolgungskolonnen gebildet. Auf dem Weg nach Lemberg wurden die hart verteidigten Höhen von Rymanow erstürmt.
Als die Jäger die San erreichten mussten sie diese durchwaten und bildeten einen Brückenkopf, der trotz mehrerer polnischen Angriffe gesichert werden konnte. Beim weiteren Marsch in Richtung Lemberg wurde die Division immer wieder aus Waldstücken und in der Nacht angegriffen. Bei Rudki kam es zu einem heftigen Gefecht mit versprengten polnischen Truppen.
Die beiden motorisierten Verfolgungsgruppen hatten sich vor Lemberg zusammengeschlossen und die Sitzen drangen am 12. September in Lemberg ein, wurden aber aufgrund des heftigen Widerstands gestoppt. Als die unmotorisierten teile der Division eintrafen konnten die wichtigen Höhen am West- und Nordwestrand der Stadt eingenommen werden. In der Zwischenzeit sammelten sich drei polnische Divisionen im Rücken der 1. Gebirgsdivision, die ab dem 15. September zum Angriff übergingen. Hierbei wurden  zum Großteil die Kampfgruppen Schörner und Hengel attackiert. Immer wieder konnten die polnischen Angreifer einbrechen, doch ein entscheidender Durchbruch gelang nicht.
Lemberg war mittlerweile von deutschen Truppen eingeschlossen.
Am 21. September übergaben die Polen der 1. Gebirgsdivision die Stadt, doch die Lemberg musste aufgrund der Vereinbarungen mit der Sowjetunion an die Russen abgegeben werden.

Während des Polenfeldzugs verlor die Division 484 Soldaten, 918 wurden verwundet.

Frankreichfeldzug

Im Januar 1940 wurde die Division in die Eifel verlegt und dort der 1. Armee unterstellt.
Ohne in Kämpfe verwickelt zu werden marschierte die Division über Luxemburg und Belgien bis an die Maas, die am 15. Mai überschritten wurde.
Am 18. und 19. Mai gab es im Raum Vervin die ersten Kämpfe innerhalb des Westfeldzuges für die Division. Am Oise-Aisne-Kanal bezog die Division Verteidigungsstellung, wo sie bis 4. Juni 1940 in Stellungskämpfe verwickelt wurde.
Am Morgen des 5. Juni erfolgt unter hartnäckigem Widerstand das Übersetzen der Gebirgsjäger-Regimenter 99 und 100 über den Kanal. Das I./100 errichtete am Westufer einen Brückenkopf, den es unter schwersten Verlusten halten konnte. Dem Gebirgsjäger-Regiment 99 gelang es die wichtigen Höhen westlich des Kanals einzunehmen. Die französische Armee startete mehrere Gegenangriffe, die aber alle unter schweren Verlusten abgewehrt werden konnten. Am Abend waren die eroberten Stellungen gefestigt und der Feind aus diesem Sektor vertrieben oder gefangen genommen.
Nach weiterem Vorstoß erreichte die Division am 11. Juni die Marne, wo sie zwei Tage lang Stellung bezog. Anschließend ging es weiter in Richtung Süden, wo ohne Feindberührung am 19. Juni Cher erreicht wurde. Letzte Station der Division war Lyon, als der Westfeldzug dann beendet und Frankreich geschlagen war.
Am 26. Juni wurde die Division an die französich-schweizer Grenze verlegt, wo sie dem XVIII. Korps unterstellt war.

Insgesamt verlor die Division im Westfeldzug 1.826 Soldaten, davon 446 Tote.

Weitere Einsatzplanungen

Teile der Division (Gebirgsjäger-Regiment 100 und das I. Bataillon des Artillerie-Regiment 79) sollten am Unternehmen "Seelöwe", der Landung in England, teilnehmen. Der vorgesehene Landungsstrand der Division war bei Hastings,
Die Planungen für dieses Unternehmen wurden aber wieder verworfen.

Anfang 1941 sollte das Unternehmen "Felix" (die Eroberung Gibraltars) starten. Für dieses Unternehmen sollte die 1. Gebirgsdivision aus Teilen ihrer Einheiten eine Sturmdivision bilden. Die Division wurde für das Unternehmen speziell ausgerüstet und bewaffnet. Die Phasen des Angriffs wurden an den Sperrforts in Belfort und den Steilfelsen im Loue-Tal geübt. Aufgrund der Differenzen (Gebietsabtretungen der Pyrenäen an Spanien) zwischen Hitler und Franco konnte das Unternehmen jedoch nicht umgesetzt werden.

Jugoslawien
Bis zum 8. April 1941 wurde die Division nach Österreich an die jugoslawische Grenze verlegt. Einen Tag später marschierte das Gebirgsjäger-Regiment 99 in Jugoslawien ein. Bis zum 13. April erreichten die Spitzen der Division das kroatische Karlovac (Karlstadt). Am 15. April erreichten die motorisierten Teile das bosnische Bihac. Hier kam es nur zu kleineren Kampfhandlungen.
Am gleichen Tag wurde der Großteil der Division dann bis in das slowenische Celje (Cilli) zurück genommen.

Russlandfeldzug
Als Teil des XXXXIX. Korps stieß die Division bsi zum 27. Juni nach Lemberg vor, wo die Division bis 4. Juli blieb. Nach dem weiteren Vorstoß wurde bereits Mitte Juli die Stalin-Linie erreicht. Für den 15. Juli setzte der Korpskommandeur einen Frontalangriff auf die Stalin-Linie fest, doch der Divisionskommandeur Lanz missachtete den Befehl und brachte seine beiden Gebirgsjäger-Regimenter 99 und 98 durch Verteidigungslücken der sowjetischen Linien hinter die Stalin-Linie, von wo aus er die sowjetischen Stellungen aufrollte.
Bis zum 18. Juli wurde Vinniza erreicht, wo bei einer Kesselschlacht über 10.000 Rotarmisten gefangen genommen wurden. Auf dem Weg in Richtung Ternowka stieß die Division immer wieder auf mongolische Truppen. Am 27. Juli erreichte die Division ihr Ziel.
Anfang August stieß die Division in Richtung Uman vor. Am 2. August zerschlugen die Spitzen der Division die sich aus dem Raum Uman zurückziehenden feindlichen Truppen. Als Uman schließlich eingeschlossen war, konnte die Division Verbindung zu den dortigen Panzerkräften herstellen. Anschließend nahm die Division an der Kesselschlacht um Uman Teil, wo die 6. und 12. sowjetische Armee vernichtet werden konnte.

Als die Division den Dnepr erreichte wurde sie der 11. Armee (Manstein) unterstellt. Hier errichteten Pioniere Pontonbrücken, so dass die Division in der Nacht zum 8. September übersetzen konnten. Anschließend nahm die Division bei der Schlacht um Mogila Tokmak teil, die von 4. bis 10. Oktober andauerte und wo die ersten T-34 vernichtet wurden.
Danach stieß die Division mit dem Ziel Stalino in Richtung Süden vor, wo sie am 20. Oktober eintraf. In Verbindung mit der 1. Panzerarmee stieß die Division dann bis an den Mius vor. Bis zum 2. November konnte nach harten verlustreichen Kämpfen schließlich ein Brückenkopf errichtet werden. Danach ging die Division in Verteidigungsstellung.
Bis zum 16. Mai 1942 verteidigte die Division an der Seite der 4. Gebirgsdivision und der italienischen Division "Celere" am Mius, wo die Rote Armee immer wieder Angriff. Die Division war nach den zermürbenden Abwehrkämpfen stark angeschlagen und die Linien wurden immer dünner.

Nach dem harten Winter begannen die deutschen Verbände Mitte Mai wieder an der gesamten Ostfront in die Offensive zu gehen. Bei der Schlacht um Charkow machte allein die 1. Gebirgsdivision über 25.000 Gefangene.
Danach marschierte die Division in Richtung Rostow, wo sie  Ende Juni 1941 eintraf um dann am 5. August den Don zu überqueren. Am 11. August sicherte die Division den Übergang über den Kuban.
Bis zum 21. August eroberte die Division dann wichtige Pässe am Elbrus im Kaukasus. Im Gebirge gelang es der Division eine sowjetische Brigade zu zerstören. Die Division ging zum Angriff auf Tuapse über, doch die Division war zu diesem Zeitpunkt zu stark angeschlagen und aufgrund des heftigen sowjetischen Widerstands blieb der Angriff erfolglos.
Mitte September wurde die Division dann aus der Front heraus gelöst, wobei das Gebirgsjäger-Regiment 99 an der Front verblieb. Die Division bildete die Kampfgruppe "Lanz" (hauptsächlich aus dem Gebirgsjäger-Regiment  98) um mit ihr in Richtung Schwarzmeerküste vorzustoßen, doch der am 2. November 1942 durchgeführte Angriff traf auf so heftigen sowjetischen Widerstand, das die Kampfgruppe teilweise aufgerieben wurde.
Ende 1942/Anfang 1943 setzte sich das gesamte XXXXIX. Korps bis an den Kuban ab, da es durch die sowjetische Winteroffensive im Begriff war eingeschlossen zu werden. Bis Ende Januar 1943 sammelte sich die 1. Gebirgsdivision bei Maikop und war von nun an wider vereint im Einsatz.
Es folgten Abwehrkämpfe am Kuban-Brückenkopf, als dann im März 1943 der Befehl zur Verlegung auf den Balkan eintraf.

Balkan
Über Bulgarien marschierte die Division bis nach Montenegro, wo sie bis 16. Juni 1943 gegen die dort aktiven Partisanen vorgehen sollte. Im Hochkarst des Durmitor kämpften die Jäger gegen eingeschlossene Tito-Partisanen.
Anfang Juli ging der Weg weiter bis nach Griechenland n den Raum Epirus nahe der albanischen Grenze, wo die Division eventuelle Landungen der Alliierten abwehren sollte. Von hier aus gingen Teile der Division gegen Partisanen in Griechenland und Albanien vor. Als die italienischen Truppen in Griechenland aufgrund des Waffenstillstands zwischen Italien und den Alliierten abgezogen wurde, musste die 1. Gebirgsdivision die ionischen Inseln besetzen, die zuvor von italienischen Verbänden gehalten wurden. Auf Kephalonia und Korfu wurden die italienischen Truppen nach zweitägigen Kämpfen entwaffnet.

Ab dem 4. Dezember bis 10. April 1944 war die Division in Bosien und Kroatien eingesetzt und unterstand dort dem V. SS-Gebirgs-Korps/2. Panzerarmee. Am 2. Januar 1944 versuchte die Division einen entscheidenden Schlag gegen die Tito-Partisanen durchzuführen, in dem sie Titos Hauptquartier in Drvar angriff, allerdings konnte Tito entkommen.

Im März 1944 unterstand die Division direkt dem OKW und wurde nach Ungarn verlegt um dort unagrische Truppen zu entwaffnen. In Fünfkirchen und Kaposvar ging das ohne Waffengewalt.
Ende April erfolgte die Verlegung in die Karpaten, wo sie dich Pässe sichern sollte. Anfang Mai 1944 wurde die Division dann wieder nach Griechenland verlegt, wo die Division die südalbanische alte Türkenfestung Argyrokastron niederkämpfte.
Ende Juli befand sich die Division dann wieder in Montenegro wo sie gegen die Partisanen eingesetzt wurde. Hier wurden die Einheiten der Division tagsüber von englischen Tieffliegern und Nachts von Tito-Partisanen attackiert.
Bis Anfang September sammelte sich die Division dann nach und nach innerhalb der Heeresgruppe F in Serbien.
Im September 1944 wurde die Division gemeinsam mit der 7. SS.Gebirgs-Division an der jugoslawisch-bulgarischen Grenze eingesetzt und war dort in sehr heftige Abwehrschlachten verwickelt und dabei teilweise von der Roten Armee eingekesselt. Den Gebirgsdivisionen satnden über 5 sowjetische Divisionen gegenüber, die die 1. Gebirgsdivision in verschiedene Teile spaltete. Noch bevor es zur Vernichtung der Division kommen konnte, wurde die Division Mitte Oktober bis auf den Morava zurückgezogen. Auch dort kam es zu heftigen Kämpfen, bei denen ein Feldersatz-Bataillon verloren ging. Danach zog sich die Division in Richtung Belgrad zurück, wo bereits die Rote Armee am Nordufer der Donau stand.
Anstatt bis nach Belgrad durchzustossen, entschloss die Division nun sich in Richtung Westen durchzukämpfen. Da eine Einkesselung unmittelbar bevorstand, musste alle schwere Ausrüstung zurückgelassen oder vernichtet werden. Verwundete die nicht mehr gehen konnten mussten ebenfalls zurückgelassen werden. Diese erreichte ein grausames Schicksal durch die Rote Armee.
Durch die Übermacht der Roten Armee wurde die Division dennoch am 19. Oktober 1944 eingeschlossen. Ein groß angelegter Ausbruchsversuch der Division wurde von der Roten Armee zerschlagen. Aufgeteilt in mehrere kleine Gruppen gelang Teilen der Division schließlich der Ausbruch aus dem Kessel, allerdings blieben rund 5.000 Mann samt dem Kommandeur im Kessel eingeschlossen. Kommandeur Generalleutnant Walter Stettner Ritter von Grabenhofen war seitdem nie wieder gesehen und gilt bis heute als vermisst.

Die ausgebrochenen Teile des Feld-Ersatz-Bataillon 54 wurden kurz nach ihrem Ausbruch von Tito-Partisanen attackiert und nahezu aufgerieben.
Die anderen Reste der Division bildeten an der Drina eine neue Abwehrfront. Dort war sie bis Ende November 1944 in harte Abwehrkämpfe gegen Partisanen und die Rote Armee verwickelt. Nach dem die Division in mehrere Kampfgruppen aufgeteilt wurde, sammelte sie sich südlich des Plattensee wieder. Dort wurde die Division direkt an der Front aufgefrischt.
Der Division gelang es zwischen Plattensee und der Drau bis zum 5. März 1945 alle sowjetischen Angriffe abzuwehren. Die Division erlitt während dieser Abwehrkämpfe riesige Verluste.
Einen Tag später kam es zur drei-wöchigen Entscheidungsschlacht in Ungarn innerhalb des XXII. Armeekorps. Die deutschen Truppen gingen noch einmal zur Offensive über, doch entscheidende Durchbrüche konnten aufgrund der zahlenmäßig weit überlegenen feindlichen Kräfte nicht mehr erzielt werden.

Nach dem die 1. Gebirgsdivision im März in 1. Volks-Gebirgs-Division umbenannt wurde, gelang der Roten Armee am 26. März 1945 nördlich des Plattensees der entscheidende Durchbruch. Daraufhin musste die Division ihre Linien nach hinten verlagern. Schließlich musste man sich bis in den Südostwall (Reichsschutzstellung) zurück ziehen. Ende April 1945 gab es ein letztes Aufbäumen der Division, als sie eine Lücke am Semmering schließen musste. Die Division konnte ihre Stellungen bis Kriegsende halten.
Am 8. Mai 1945 setzten sich die Großteile der Division bis hinter die Enns ab.
Der Divisionsstab leitete bis 12. Mai 1945 noch das Einschleusen der aus dem Osten kommenden Soldaten hinter die amerikanische Demarkationslinie.
Die Angehörigen der Division gingen teilweise in sowjetische und teils in amerikanische Gefangenschaft. Von den Amerikanern wurden die Gebirgsjäger meist an die Rote Armee übergeben.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 04:03 Uhr
 

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