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Die Panzer-Brigade 106 wurde im Juli 1944 aus Resten der Panzergrenadier-Division "Feldherrnhalle" aufgestellt. Ihr Kommandeur war der berühmte Oberst Dr. Franz Bäke. Dieser wurde von erfahrenen und hoch dekorierten Kommandeuren unterstützt. Der Großteil jedoch, bestand aus unerfahrenen Männern. Aufgrund von Treibstoffmangel wurde nur sehr wenig ausgebildet und geübt. Eigentlich war die Panzer-Brigade 106 für den Einsatz an der Ostfront bestimmt, doch Anfang September fand sich die Panzerbrigade an der Westfront in Lothringen wieder. Sie war für einen Gegenangriff gegen General Patton`s 3. US-Army Ende September gedacht. Anfang September zog sich die Frontlinie in Lothringen entlang der Mosel von Nancy bis Thionville. Die Amerikaner versuchten immer wieder nach Schwachstellen in der deutschen Verteidigung, um einen Brückenkopf uber die Mosel zu bilden. Von dort aus sollten die Truppen in die Industriegebiete im Saarland vorstossen. Am 5. und 6. September waren die deutschen Verteidigungslinien der I. Armee entlang der Mosel sehr dünn, doch sie wehrten die ersten Überquerungsversuche der Amerikaner erfolgreich ab. Nach diesen ersten Erfolgen war der Kommandeur der I. Armee, General von Otto von Knobelsdorff, überzeugt davon, dass genügend Spielraum für einen Gegenangriff vorhanden wäre, da die amerikanischen Truppen ins Stocken gerieten. Hitler übergab Knobelsdorff für 48 Stunden die Panzer-Brigade 106, mit der er die offene Flanke der 90. US-Infanterie-Division nördlich von Thionville attackieren wollte. Knobelsdorff und Bäke waren beide erfahrene Offiziere, die viel Erfahrung im Russlandfeldzug gesammelt hatten. Sie waren davon überzeugt, dass ein Angriff mit Panzern auf die entblöste Flanke der 90. US-Infanterie-Division und das Eindringen in die amerikanischen Reihen genug Verwirrung und Panik verursachen würde, so das die US-Einheiten zusammenbrechen und flüchten - so wie es die sowjetischen Einheiten in verschiedenen Fällen an der OStfront taten. Die Panzer-Brigade 106 befand sich bereits Anfang September einsatzfähig im Sektor von Luxemburg. Nach der Ankunft von unterstützender Infanterie ging die Panzer-Brigade 106 in den frühen Morgenstunden des 8. September zum Angriff über. Es gab zuvor keinerlei Aufklärung und die genauen Positionen der Amerikaner waren dadurch auch nicht bekannt. Bäke teilte seine Truppen in zwei paralell bewegende Kolonnen, ohne zu wissen, wo sie genau zuschlagen sollten. Als eine Kolonne nach Westen hin ausschwärmte wurde sie von den Amerikanern entdeckt. Doch anstatt wie von den deutschen Kommandeuren erwartet, flüchteten die amerikanischen Einheiten nicht beim Anblick der deutschen Panzer, sondern stellten sie zun Kampf. Die deutschen Einheiten waren nun in der Landschaft verstreut, während die Amerikaner ihre Truppen mobilisierten um einen Gegenangriff zu starten. Die amerikanische Infanterie war mit schlagkräftiger Panzerabwehr bewaffnet und wurde von der Artillerie unterstützt. Amerikanische Panzer feuerten sofort auf die deutsche Kolonne und die US-Infanterie besetzte umgehend die Strassen im Gebiet, um so die Bewegungen der deutschen Panzer einzuschränken. Nun nahm auch die amerikanische Artillerie die deutschen Truppen unter Beschuss. Als die Dämmerung einsetzt, haben die amerikansichen Truppen die westliche Kolonne der Panzer-Brigade 106 bereits eingekesselt und ein Rückzug war nun unmöglich. Bäke verlor die Kontrolle über seine Einheiten, die nun versuchten der tödlichen Umklammerung zu entgehen. Die umliegenden Dörfer und Wälder boten den amerikanischen Einheiten den Vorteil, dass sie nun die mächtigen deutschen Panzer aus nächster Nähe zerstören konnten. Die östliche Kolonne der Panzer-Brigade 106 versuchte nun die westliche Kolonne zu unterstützen, doch die amerikanischen Truppen waren bereits alamiert und warteten auf diesen Angriff. Die Kolonne fuhr in den Hinterhalt der US-Truppen. Es gab enorme Verluste auf deutscher Seite und der Angriff wurde schnellstens abgebrochen. Der erste Kampftag für die Panzer-Brigade 106 war ein Debakel und sie verlor die viele ihrer Panzer und Männer. Mehr als 750 Soldaten gerieten in amerikanische Gefangenschaft. 21 von 47 Panzer und Panzerjägern gingen verloren und mehr als 60 gepanzerte Halbkettenfahrzeuge wurden von den Amerikanern zerstört. Damit verlor die Panzer-Brigade 106 dreiviertel ihrer Kampfkraft und war eigentlich nicht mehr in der Lage weitere Operationen durchzuführen. Dieser Vorfall zeigte die Schwächen in der Organisation und der Taktik der Panzer-Brigaden: 1. der Angriff wurde ohne jegliche Aufklärung ausgeführt und ohne zu wissen wo sich die feindlichen Stellungen befinden, 2. die Panzer-Brigade wurde ohne klares Ziel in den Kampf geworfen. Die grobe Unterschätzung der amerikanischen Moral wirkte sich fatal für die beiden Kommandeure aus, da die amerikanischen Einheiten nicht nur die Moral, sondern auch die Mittel für einen Gegenangriff hatten. Hinzu kam, dass völlig unerfahrene deutsche Soldaten auf einen gut organisierten Feind trafen. Brigadekommandeure Oberst Dr. Franz Bäke Major von Schkopp Oberleutnant Sommer Oberstleutnant Drewes Hauptmann Pohl Gliederung Brigadestab Panzer-Abteilung 2106 schwere Panzerjäger-Kompanie Panzer-Grenadier-Bataillon 2106 Panzer-Pionier-Kompanie 2106 Versorgungs-Kompanie 2106 Werkstatt-Kompanie
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