Wehrmacht Panzer-Divisionen 116. Panzer-Division
116. Panzer-Division

116. Panzer-Division WinhundDie 116. Panzerdivision ("Windhund-Division") wurde aus Resten der 16. Panzer-Grenadier-Division, die an der Ostfront schwer unter den harten Kämpfen gelitten hatte, und der 179. Reserve-Panzer-Division gebildet.
Ihr Motto und Leitspruch lautete:

"Schnell wie ein Windhund,
Zäh wie Leder,
Hart wie Kruppstahl,
Windhund Vor!"

Die Bildung fand in Rheine, im Wehrkreis VI, am 28. März 1944 statt.
Nach erfolgter Aufstellung wurde die Division umgehend nach Pas-de-Calais verlegt, da eine baldige Landung der Alliierten in Nordfrankreich befürchtet wurde.
Am Invasionstag, dem 6. Juni 1944, befand sich die Division am Nordufer der Seine und wurde erst Ende Juli an die Front verlegt.

Als Teil der 7. Armee, XLVII. Panzerkorps innerhalb Generalfeldmarschall Rommels Heeresgruppe B, nahm die Division an der Operation "Lüttich" (die deutsche Gegenoffensive in Mortain) teil, welche die größte Panzerschlacht in der Normandie war.
Sie schaffte es allerdings nicht wie vorgesehen, die 3. US-Armee in der Bretagne zu stoppen, statt dessen wurde sie im Kessel von Falaise eingeschlossen.
Mit ungeheuren Verlusten gelang es der 116. Panzerdivision aus dem Kessel auszubrechen, als Hitler letztendlich am 16. August 1944 den Befehl gab, die Division zurückzunehmen.

Am 21. August 1944 war die "Windhund-Division" bereits auf 600 Mann geschrumpft und besas nur noch 12 Panzer und keinerlei Artillerie mehr.
Die 116. Panzerdivision war die einzigste deutsche Einheit, welche sich am 16. September 1944 in Aachen befand, als die 3. US-Panzer-Division ihren Angriff auf den Westwall begann.
Die ersten Versuche der 1. US-Armee, die deutschen Verteidigungslinien zu durchbrechen, wurden erfolgreich abgewehrt.

Ende September und den gesamten Oktober wurde die Division dann in Düsseldorf neu gebildet und aufgefrischt. Die Division hatte eine Stärke von nun 11.500 Mann und 41 Panzer.
Die Division wurde wieder nach Aachen verlegt und dem I. SS-Panzerkorps unterstellt. Sie versuchte vergeblich am 10. Oktober das amerikanische XIX. Korps zu stoppen und musste sich zurück ziehen.  Am 21. Oktober fiel die Stadt letztendlich den Alliierten in die Hand.
Ende Oktober waren die Alliierten bereits in diesem Gebiet bis zum Dorf Schmidt vorgestossen, als Generalfeldmarschall Walter Model den Befehl zum Gegenangriff gab.
Die 116. Panzerdivision verlor innerhalb des 4.-8. November nur 15 Panzer und schaffte es das Dorf zurückzuerobern. Diese Kämpfe sind auch als die "Schlacht im Hürtgenwald" bekannt.
Etwas später im November wurde die Division dann nach Köln verlegt.

A 251 - Funkpanzerwagen der Windhund-Division
A 251 - Funkpanzerwagen der Windhund-Division
Als Teil der 5. Panzer-Armee, LVIII. Panzerkrops, begannen die Vorbereitungen für die Operation "Wacht am Rhein" (später umbenannt in Operation "Herbstnebel"), auch bekannt als "Schlacht in den Ardennen" oder Ardennenoffensive.
Am 16. Dezember begab sich die Division auf den Weg in die Ardennen.
In St.Vith kam es zu schweren Kämpfen und am 23. Dezember gelang es der 5. Panzerarmee die Stadt von Süden her anzugreifen und zu erobern.
Die 116. Panzer-Division bildete den Speerkopf der südlichen Flanke innerhalb der Ardennenoffensive und erlitt dabei schwerste Verluste, bis die Division schlieslich im Januar 1945 nach Kleve zurück gezogen wurde.

Als die Division die beschädigten Dämme und Brücken der Ruhr verteidigten, starten die Alliierten in Form der 1. kanadischen Armee und des britischen XXX. Korps, am 8. Februar die Operation "Veritable".
Innerhalb dieser Operation wurde die 116. Panzer-Division von den Alliierten eingekesselt. Ihr gelang es jedoch sich über den Rhein abzusetzen und die Brücken zu zerstören.

Von nun an war die Division Teil des XLVII. Panzerkorps unter General Blaskowitz Heeresgruppe H.
Der Division wurde am 24. März 1945 befohlen den Vorstoss der amerikanischen 30. Infanterie-Division südlich des Flusses Lippe aufzuhalten.
Positioniert an der deutsch-holländischen Grenze, begann das Panzergrenadier-Regiment 60 bei Einbruch der Dunkelheit am 26. März seine Angriffe auf die Stellungen der amerikanischen 30. Infanterie-Division und verhinderte so den weiteren Vorstoss der amerikanischen Division.
Am 28. März verteidigte die Division erfolgreich die Stadt Dorsten, wurde dabei jedoch von der britischen königlichen 6. Panzer-Brigade ausgeflankt, als diese die Stadt umging.
Am 4. April wurde der Division befohlen eine Verteidigungslinie nördlich hinter dem Rhein-Herne Kanal einzunehmen, um so die Verteidigung des nördlichen Ruhrtales zu verstärken.

Die Division befand sich jetzt innerhalb des Ruhrkessels im Raum Hamm-Werl-Menden/Hemer-Iserloh. Aus dem Kessel vorsorglich nach Osten, hinter die Weser abgeschobene Teile, kämpften zuletzt im Rahmen der Kampfgruppen/AOK 11 im Harz, REste gelangten zur 12. Armee (General Wenck).
Bis zum 18. April 1945 hörte jeglicher deutscher Widerstand innerhalb des Ruhrkessels auf zu existieren und die Reste der 116. Panzer-Division ergaben sich im Ostteil des Ruhrkessels der amerikanischen 9. Armee.

In dieser Division diente unter anderem der Sohn von Heinz Guderian, Heinz Günther Guderian.

Das Divisionsabzeichen


Im Frühjahr 1943, zu diesem Zeitpunkt noch als 116. Panzergrenadier-Division geführt, fanden Soldaten der Division an der Ostfront in der Kalmückensteppe einen verwahrlosten Windhund, den die Soldaten pflegten und wieder aufpäppelten. Dieser Hund erhielt den Namen "Sascha" und war fortan das Divisionsmaskottchen.
Als aus den Resten der Division die 116. Panzer-Division gebildet wurde, wurde der Windhund das Divisionsabzeichen (oben rechts).

Gliederung


Panzer Regiment 16
Panzer Grenadier Regiment 60
Panzer Grenadier Regiment 156
Panzer Artillerie Regiment 146
Panzer Aufklärungs Abteilung 116
Heeres Flak Artillerie Abteilung 281
Panzerjäger Abteilung 226
Panzer Pionier Bataillon 675
Panzer Nachrichten Abteilung 228
Panzer Versorgungstruppen

Kommandeure


Oberst Günther von Manteuffel (28 Mär 1944 - 30 Apr 1944)
General der Panzertruppen Gerhard Graf von Schwerin (1 Mai 1944 - 1 Sep 1944)
Generalmajor Heinrich Voigtsberger (1 Sep 1944 - 14 Sep 1944)
Generalmajor Siegfried von Waldenburg (14 Sep 1944 - ? Apr 1945)

Einsatzgebiete


Frankreich (Mär 1944 - Aug 1944)
West-Deutschland (Aug 1944 - Dez 1944)
Ardennen (Dez 1944 - Jan 1945)
West-Deutschland (Jan 1945 - Apr 1945)

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 15. Januar 2010 um 13:10 Uhr
 

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