Wehrmacht Panzer-Divisionen 2. Panzer-Division
2. Panzer-Division
Divisionsabzeichen
2. Panzerdivision Divisionsabzeichen
1939-1940
2. Panzerdivision Divisionsabzeichen
2. Halbjahr 1940
2. Panzerdivision Divisionsabzeichen
1940-1945
2. Panzerdivision Divisionsabzeichen
Normandie+Ardennen

Die 2. Panzer-Division ("Wien") wurde im Oktober 1935 in Würzburg gebildet. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde die Division nach Wien verlegt. Dort blieb sie bis zu Beginn des Polenfeldzuges.
Erster Divisionskommandeur (bis 1938) war Generalmajor Heinz Guderian. Während der Feldzüge in Polen, Frankreich, Griechenland und während der Operation "Barbarossa", hatte Generalleutnant Rudolf Veiel das Kommando.
Die Angehörigen der Division waren bis zu Beginn des Frankreichfeldzuges zum Großteil Österreicher.

Bei Kriegsausbruch griff die Division als Teil der 14. Armee  von der Slowakei aus Polen an. Die Division musste bei ihrem Vorstoß in Richtung Lublin starke Verluste hinnehmen.

Die Division wurde in Vorbereitung auf den Frankreichfeldzug in die Eifel verlegt. Sie stellte ihr Panzer-Regiment 4 am 28. September 1941 für die Bildung der 13. Panzer-Division bereit.
Als Teil von Guderians XIX. Panzerkorps sties die Division beim Westfeldzug durch die Ardennen vor, flankte so die Maginotlinie aus und drehte ab in Richtung Atlantikküste. Nach 10 Tagen und 380 zurückgelegten Kilometern erreichte die Division Abbeville am Fluss Somme. Die 2. Panzer-Division setzte ihren Vorstoss fort und schloss so die alliierten Verbände in Dünkirchen ein.

Nach einer Neugliederung im Herbst, nahm die Division am Balkanfeldzug und im April 1941 an der Invasion in Griechenland teil. Gemeinsam mit der 6. Gebirgs-Division nahm sie Athen ein.
In Vorbereitung der Operation "Barbarossa" im Juni 1941 wurde die Division Teil des XLI. Panzerkorps unter General der Panzertruppen Hermann Hoth`s 3. Panzergruppe im Norden der Heeresgruppe Mitte.
Als die Invasion begann, sties die Division durch Smolensk und erreichte später Khimki, welches sich nur wenige Kilometer vor Moskau befand. Die sowjetische Winteroffensive brachte den Vormarsch schließlich zum stehen.
Unter dem Kommando von Generalleutnant Freiherr Hans-Karl von Esebeck verblieb die Division im mittleren Sektor der Ostfrot und musste mehrere Verteidigungsschlachten führen. Schließlich musste sich die gesamte Heeresgruppe Mitte zurückziehen.
Im Juli 1943 nahm die Division bei den Kämpfen um Kursk teil. Mittlerweile stand die Division unter dem Kommando von Generalleutnant Vollrath Lübbe.
Die Division schaffte es nur wenige Kilometer vorzustossen und wurde schließlich von einem Gegenangriff der Roten Armee aus Orel an der Flanke erwischt. Während des Winters 43/44 musste die Division beim halten ihrer Stellungen entlang des Dnjepr hohe Verluste hinnehmen. Im Frühjahr 1944 wurde die Division schließlich zur Auffrischung nach Frankreich verlegt.

Im Juni wurde die Division dann an die Front in der Normandie verlegt. Dort kämpfte sie in den Gebieten von Villers-Bocage und Chaumont, südwestlich von Caen.
Die Reste der Division führten einen Gegenangriff durch, bei dem die 1. und 3. US-Armee in Mortein geteilt werden sollte. Schließlich wurde die Division mit anderen deutschen Einheiten im Kessel von Falaise eingeschlossen. Die Division verlor Großteile ihrer Einheiten und Ausrüstung und hatte nunmehr 25 Panzer zur Verfügung. Ihr gelang es sich bis hinter den Westwall zurückzuziehen, um verstärkt zu werden.

Ihr nächster Einsatz sollte im Rahmen der Operation "Herbstnebel" erfolgen. Bei Foy-Notre-Dame und Celles traf die Division abermals auf die 2. US-Panzer-Division, welche die 2. Panzer-Division zum wiederholten Male stark beschädigte.
Ende Januar 1945 war die einst stolze 2. Panzer-Division auf eine Stärke von 200 Mann und 4 Panzer zusammengeschrumpft.
Der Krieg für die 2. Panzer-Division endete in Plauen.

Gliederung und Organisation


September 1939
2. Schützen Brigade
2. Kraftrad Bataillon
2. Panzer Brigade
5. Aufklärungs Bataillon (mot)
38. Panzerabwehr Bataillon
1/74. Artillerie Regiment
1/110. Artillerie Regiment
38. Panzer Nachrichten Bataillon
38. Pionier Bataillon
April 1941
3. Panzer Regiment
2. Schützen Brigade
2. Krad-Bataillon
38. Panzerjäger Abteilung
5. Aufklärungs Bataillon
74. Artillerie Regiment
38. Nachrichten Abteilung
38. Pionier Bataillon (mot)
76. Flak Abteilung
1 / 14. Panzer Beobachtungs Schwadron
Februar 1944
3. Panzer Regiment
2. Panzergrenader Regiment
304. Panzergrenader Regiment
2. Panzer-Aufklärungs-Abteilung
38. Panzerjäger-Abteilung
74. Panzer Artillerie Regiment
273. Heeres Flak Abteilung
38. Panzer Pionier Bataillon
38. Panzer Nachrichten Abteilung
82. Feldersatz Bataillon

Kommandeure


General der Panzertruppen Rudolf Veiel (1 Sep 1939 - 17 Feb 1942)
General der Panzertruppen Hans-Karl von Esebeck (17 Feb 1942 - 1 Juni 1942)
Generalleutnant Arno von Lenski (1 Juni 1942 - 5 Sep 1942)
Generalleutnant Vollrath Lübbe (5 Sep 1942 - 1 Feb 1944)
General der Panzertruppen Heinrich Freiherr von Lüttwitz (1 Feb 1944 - 5 Mai 1944)
Generalleutnant Franz Westhoven (5 Mai 1944 - 27 Mai 1944)
General der Panzertruppen Heinrich Freiherr von Lüttwitz (27 Mai 1944 - 31 Aug 1944)
Generalmajor Henning Schönfeld (31 Aug 1944 - 15 Dez 1944)
Generalmajor Meinrad von Lauchert (15 Dez 1944 - 20 Mar 1945)
Generalmajor Oskar Munzel (20 Mar 1945 - 1 Apr 1945)
Oberst Carl Stollbrock (1 Apr 1945 - 8 Mai 1945)

Einsatzgebiete


Polen (Sep 1939 - Jan 1940)
Frankreich, Westwall (Jan 1940 - Sep 1940)
Polen (Sep 1940 - Apr 1941)
Balkan (Apr 1941 - Sep 1941)
Ostfront, mittlerer Sektor (Sep 1941 - Feb 1944)
Frankreich, Normandie (Feb 1944 - Dez 1944)
Ardennen, deutsche Grenze (Dez 1944 - Mai 1945)
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 15. Januar 2010 um 13:05 Uhr
 

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