|
Geschrieben von: Administrator
|
|
Mittwoch, den 18. Februar 2009 um 02:00 Uhr |
| Divisionsabzeichen |

|
| 1939 |

|
| 1940 |

|
| Variante |

|
| 1941-1945 |

|
Variante 1944
|
Die 9. Panzer-Division wurde im Januar 1940 aus der 4. Leichten Division gebildet. Im Westfeldzug kämpfte sie in Holland, Belgien und Frankreich und spielte eine wichtige Rolle als eine von drei Panzerdivisionen innerhalb der Heeresgruppe B. Bei der Invsaion Hollands schloss sich die Division am 12. Mai 1940 mit den zuvor gelandeten Fallschrimjägern der 7. Flieger-Division in Moerdijk zusammen. Danach sties sie in Richtung Rotterdam vor und als Holland am 15. Mai kapitulierte, ging ihr Marsch südwärts in Richtung Belgien. Nach der Evakuierung der Alliierten in Dünkirchen, wurde die Division Guderians XIX. Panzerkorps unterstellt. Die Division bekämpfte sich zurück ziehende französische Verbände, bis sich Frankreich schlieslich ergab. Die 9. Panzer-Division legte während des Westfeldzuges die weiteste Strecke aller beteiligten Einheiten zurück. Im September 1940 wurde die Division dann nach Polen verlegt. Sie kämpfte anschliesend im Rahmen des Balkanfeldzuges in Jugoslawien und Griechenland, bevor sie dann als Teil der Heeresgruppe Süd an der Operation "Barbarossa" teilnhemen sollte. Die Division sties schnell in die Ukraine vor und war bei den Schlachten am Dnjepr rund um Kiew beteiligt. Dabei wurden riesiege Verbände der Roten Armee eingekesselt und aufgerieben. Rund 660.000 Gefangene machte die Wehrmacht in diesem Gebiet. Die Armeegruppe Süd macht sich danach in Richtung Kaukasus auf, um die dort liegenden Ölfelder einzunehmen und startete im Sommer 1942 eine Großoffensive. Die 9. Panzer-Division konnte dem Schicksal, dass viele andere Einheiten in Stalingrad erfuhren, entgehen. Die Division wurde nun der Heeresgruppe Mitte zugeteilt und nahm 1943 an der Schlacht um Kursk teil. Hier kämpfte die Division neben der 2. und 20. Panzer-Division als Teil des XLVII. Panzerkorps innerhalb der 9. Armee an der nördlichen Flanke. Hier erhielt die Division ihre ersten neuen Jagdpanzer vom Typ Jagdpanzer Tiger (P) "Elefant" (Ferdinand). Nach Kursk hatte sich das Blatt endgültig zugunsten der Roten Armee gewendet. Die 9. Panzer-Division wurde in heftige Abwehrschlachten verwickelt und nur wenige Gegenangriffe durchführen. Im Herbst 1943 wurde die Division wieder zur Heeresgruppe Süd verlegt. Dort war sie in die heftigen Kämpfe während des gesamten Winters am Dnjepr verwickelt und musste schwerste Verluste hinnehmen. Bis zum Januar 1944 war die Division dermaßen dezimiert, so dass sie nur noch 13 einsatzfähige Panzer aufweisen konnte. Im März 1944 wurde die Division schlieslich von der Front abgezogen und nach Frankreich verlegt um neu aufgestellt zu werden. Am 9. Mai traf die Division in Nimes/Südfrankreich ein. Hier übernahm die Division die 155. Reserve-Panzer-Division. Die 60 Panzer der Reserve-Panzer-Division waren ausschlieslich vom Typ Panzer III, welche zu diesem Zeitpunkt schon total veraltet waren. Bis zum D-Day wurde die Stärke der 9. Panzer-Division wieder auf 12.768 Mann gebracht. Nach dem die Alliierten in der Normandie gelandet waren, begab sich die Division von Marseille aus, durch Avignon, in Richtung Normandie. Die Division erschien sehr spät auf dem Schlachtfeld und konnte Anfang August nur noch der angeschlagenen 7. Armee helfen. Gemeinsam wurden sie in Falaise von den Alliierten eingeschlossen. Im Kessel von Falaise musste die 9. Panzer-Division mit die schwersten Verluste hinnehmen und bis Ende des Monats hatte sie gerade noch die Stärke eines Infanterie- und eines Artilleriebataillons. Sie besas zu diesem Zeitpunkt noch 12 einsatzfähige Panzer. Bei diesen Kämpfen wurde auch der Divisionskommandeur schwer verwundet und wurde Generalleutnant Walter Scheller ersetzt. Dennoch hielt die Division ihre Stellungen und kämpfte im September vor Aachen, bevor letzten Überlebenden (einige hundert Männer) in Reserve unter der Heeresgruppe B gehalten wurden. Zum wiederholten Male wurde die Division auf ihre alte Stärke gebracht. Rund 11.000 Mann aus den verschiedensten Formationen wurden herangezogen und das Panzer-Regiment 33 wurde sogar wieder auf Sollstärke gebracht. Zusätzlich erheilt die 9. Panzer-Division die schwere Panzer-Abteilung 301, die mit Panzern des Typs Panzer VI "Tiger" Ausf. E ausgestatt war. Mitte Oktober begab sich die Division zurück an die Front und bekämpfte die 1. US-Armee bei Aachen, Geilenkirchen und nahe Venlo/Holland. Im November war die Division Teil der 15. Armee. Im Dezember wurde die Division wieder in OKW-Reserve gesetzt. Nach den letzten Kämpfen hatte die Division noch 28 Panzer IV im I./33. Panzer-Regiment und 57 Panther in der zweiten Abteilunng. 27 Tiger überlebten in der schweren Panzer-Abteilung 301 und 24 Jagdpanzer IV/70 standen in der Panzerjäger-Abteilung 50. Nach einem Tag stillstand aufgrund von Treibstoffmangel, erreichten die ersten Einheiten der Division Rochfort am Weihnachtstag und trafen ort auf die 2. Panzer-Division. Mit dieser sicherten sie die Nordflanke. Am 26. Dezember nahm die Division Humain ein. Die Division wurde jedoch zweiTage später von der 2. Panzer-Division der Alliierten und weitern Einheiten wieder aus der Stadt geworfen. Später wurde die Division dem LVIII. Panzer-Korps zugeteilt und verteidigte bis 14. Januar 1945 ihre Stellungen in der Eifel. Dann wurde die Division bis über den Fluss Erft zurückgetrieben. Der Division verblieben 29 Panzer. Die Division zog sich schlieslich bis an das Ostufer des Rheins zurück. Im Februar startete die Division noch einige fehlgeschagene Gegeangriffe gegen den alliierten Brückenkopf in Remagen. Nun bestand die 9. Panzer-Division nur noch aus rund 600 Männern und 15 Panzern und so konnte sie dem Angriff der Alliierten am 5. März nicht stand halten. Freiherr von Elverfeldt fiel bei diesem Angriff und Oberst Dingler, bisher Kommandeur des Panzer-Regiment 10, übernahm das Kommando über die letzten Überlebenden. Letztendlich wurde die 9. Panzer-Division im Ruhr-Kessel eingeschlossen und ergab sich am 26. April 1945 der US-Armee.
Gliederung und Organisation
Herbst 1940 33. Panzer Regiment 9. Schützen Brigade 50. Panzerjäger Abteilung 9. Aufklärungs Bataillon 102. Artillerie Regiment 85. Nachrichten Bataillon 86. Pionier Bataillon(mot)
1943 33. Panzer Regiment 10. Panzergrenadier Regiment 11. Panzergrenadier Regiment 50. Panzerjäger Abteilung 9. Aufklärungs Bataillon 76. Panzer Artillerie Regiment 287. Heeres Flak Abteilung 86. Panzer Pionier Bataillon 85. Panzer Nachrichten Abteilung
Kommandeure
General der Panzertruppen Alfred Ritter von Hubicki (3 Jan 1940 - 15 Apr 1942) Generalleutnant Johannes Bäßler (15 Apr 1942 - 27 Juli 1942) Generalmajor Heinrich-Hermann von Hülsen (27 Juli 1942 - 4 Aug 1942) Generalleutnant Walter Scheller (4 Aug 1942 - 22 Juli 1943) Generalleutnant Erwin Jolasse (22 Juli 1943 - 1 Okt 1943) Generalmajor Dr. Johannes Schulz (1 Okt 1943 - 27 Nov 1943) Generalleutnant Erwin Jolasse (27 Nov 1943 - 10 Aug 1944) Oberst Max Sperling (10 Aug 1944 - 3 Sep 1944) Generalmajor Gerhard Müller (3 Sep 1944 - 16 Sep 1944) Generalleutnant Harald Freiherr von Elverfeldt (16 Sep 1944 - 6 März 1945) Oberst Helmut Zollenkopf (6 März 1945 - 26 Apr 1945)
Einsatzgebiete
Polen (Jan 1940 - Mai 1940) Holland, Belgien, Frankreich (Mi 1940 - Sep 1940) Polen (Sep 1940 - Apr 1941) Balkan (Apr 1941 - July 1941) Ostfront, Südsektor (Juli 1941 - Okt 1941) Ostfront, mittlerer Sektor (Okt 1941 - Sep 1943) Ostfront, Südsektor (Sep 1943 - März 1944) Frankreich (März 1944 - Sep 1944) Westdeutschland (Sep 1944 - Dez 1944) Ardennen (Dez 1944 - Feb 1945) Westdeutschland, Ruhrkessel (Feb 1945 - Apr 1945)
 |
|
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 15. Januar 2010 um 13:06 Uhr |