Wehrmacht Panzer-Divisionen Panzer-Division Müncheberg
Panzer-Division Müncheberg

Mit Befehl vom 5. März 1945 sollte die Panzer-Division "Müncheberg" mit Hilfe der Panzer-Abteilung "Kummersdorf" gebildet werden. Am 12. März wurde befohlen, dass die Abteilung all ihre verfügbaren Panzer der I. Abteilung/Panzer-Regiment 29 der Division "Müncheberg" übergeben soll.
Die 3.(Tiger)Kompanie/Pz.Abt. "Kummersdorf" wurde umbenannt und bildete innerhalb der I. Abteilung/Panzer-Regiment 29 die 3. Kompanie. Zum 20. März sollte eine Kompanie der I.Abteilung/Panzer-Regiment 29 in Grafenwöhr mit Panthern ausgestattet werden. 10 Panther wurden vom Heereszeugamt am 29. März und nochmals 10 am 5. April 1945 verschickt.
Während ihrer Bildung war der Krieg allerdings schon zu Ende, einzelne Teile kämpften innerhalb der Heeresgruppe Weichsel und kleine Teile der Division kämpften in Berlin und wurden dort vernichtet oder gerieten in russische Gefangenschaft.

Gliederung


Stab/Pz.Div. Müncheberg
   Divisions-Kommando (5. März aus Stab/Pz.Brig. 103)
   Begeit-Kompanie "M"
   Feldgenarmerie-Trupp (mot) "M" (beide 11. März, zum Teil aus Feldgendarmerie-Polizei-Regiment 1 (WB "Böhmen und Mähren))
Panzer-Abteilung Müncheberg (11. März, umbenannt durch Panzer-Abteilung Kummersdorf)
 
  Stab, Stabskompanie
   1. Panzer-Kompanie (Panzer IV)
   2. Panzer-Kompanie (Panzer V)
   3. Panzer-Kompanie (Panzer IV)
   Versorgungskompanie (mot)
Panzer-Grenadier-Regiment Müncheberg 1
  
Stab, Stabskompanie (tmot), sIG-Kompanie (tmot Z), Panzergrenadier-Pionier-Kompanie (tmot), leFlak-Zug (mot Z)
   I. Bataillon
      Stab, 1., 2., 3. Panzergrenadier-Kompanie (tmot), Versorgungskompanie (tmot)
   II. Bataillon
      Stab, 5., 6., 7. Panzergrenadier-Kompanie (tmot), Versorgungskompanie (tmot)
Panzer-Grenadier-Regiment Müncheberg 2
  
Stab, Stabskompanie (tmot), 9. sIG-Kompanie (tmot Z), 10. Panzergrenadier-Pionier-Kompanie (tmot), leFlak-Zug (mot Z)
  
I. Bataillon
      Stab, 1., 2., 3. Panzergrenadier-Kompanie (rfbw), Versorgungskompanie (tmot) (zum Großteil aus WR "Berlin")
   II. Bataillon
      Stab, 5., 6., 7. Panzergrenadier-Kompanie (rfbw), Versorgungskompanie (tmot) (aus Pz.Gren.Eu.Ausb.Btl. 1)
Panzer-Artillerie-Regiment Müncheberg
   Stab (aus Stab/H.Art.K. (mot) 412), Stabs-Batterie (mot)
   I. Abteilung (aus V./H.Art.K (tmot) 411)
      Stab, Stabs-Batterie (tmot), 1., 2., 3. Batterie leFh (tmot Z)
   II. Abteilung/Flak-Abteilung (aus H.Flak.Art.Abt. 301)
      Stab, Stabs-Batterie (mot), 4., 5. sFlak-Batterie (mot Z), 6. m Flak-Batterie/3,7-cm-Flak (mot Z)
Feldersatz-Bataillon Müncheberg (ab 20. März 1945)
   Stab
   1.-4. Panzer-Ersatz-Kompanie (fsbw)
   Div.K-Schule
   Versorgungskompanie (fsbw)
Panzer-Späh-Kompanie (ab 11. März 1945)
   aus Pz.Aufk.Abt. "Sternberg"
   leichte Panzerspähwagen (4-Rad), schwere Panzerspähwagen (Sd.Kfz. 234/1 und Sd.Kfz. 234/4)
Panzerjäger-Kompanie (tmot Z)
  
aus 1./Pz.jg.Abt. (mot) 682, ausgerüstet mit 8,8-cm-sPak
Panzer-Pionier-Kompanie
(tmot)
Panzer-Nachrichten-Kompanie
   am 11. März aus dem Nachrichten-Zug des Stab/Pz.Brig. 103
Kraftfahr-Kompanie
(120 t)
   am 12. März aus Kraftfahr-Kompanie "Hamburg" der Infanteriedivision "Hamburg"
Sanitäts-Truppen
  
Sanitäts-Kompanie (mot) "M", Kraftwagen-Kompanie (mot) "M"
Werkstatt-Kompanie
   ab 7. März aus Werkstatt-Kompanie (mot) 2./87 der 25. Panzer-Division
Feldpostamt
Verwaltungs-Kompanie

Werner Mummert
Werner Mummert

Kommandeur


Generalmajor der Reserve Werner Mummert

Chronik

Aufstellung und Bildung der einzelnen Truppenteile

05.03.1945
Die Panzer-Division "Müncheberg" wird am 05.03.1945 aufgestellt. Generalmajor d. Reserve Werner Mummert, bis dahin Kommandeur der Panzer-Brigade 103, wird mit der Führung der neuen Division beauftragt. Er bringt den Stab seiner alten Brigade mit, um den Stab der "Müncheberg" zu bilden. Die Einheiten für die Aufstellung des Divisionsstabes sind: Divisionskommando, Begleitkompanie "Müncheberg", Kartenstelle d. Division "Müncheberg" und Feldgendarmerietrupp "Müncheberg".
Die Aufstellung des Divisionskommandos erfolgte nach Kst.N 51 (01.07.1944). Die Abteilung Ia wurde am 05.03.1945 aus dem Kommando/Panzer-Brigade 103 aufgestellt. Ia (Adjutant) in Mummerts Stab ist Major Thoma.
Die ersten Befehle (vom 05 und 06.03.1945) erwähnen, dass die Panzer-Abteilung "Müncheberg" aus der Panzer-Abteilung "Kummersdorf" und der I./Panzer-Regiment 29 aufgestellt werden soll. Die neue Abteilung soll aus einem Stab, eine Stabskompanie, 1.Panzerkompanie (Tiger), 2. Panzerkompanie (Panther), 3.(gem.) Panzerkompanie (Pz.IV) und eine Versorgungskompanie (mot.) bestehen.
Die Aufstellung des Panzergrenadier-Regiments "Müncheberg" 1 und Panzergrenadier-Regiments "Müncheberg" 2, beide mit einem Stab, einem I. und II. Bataillon beginnen am selben Tag.
Panzer-Artillerie-Regiment "Müncheberg" wird auch am 05.03.1945 gebildet und besteht aus einem Stab, einer I.(Art.)Abteilung und einer II.(Flak)Abteilung.

06.03.1945
Ein detaillierter Befehl zur Aufstellung der Division wird gegeben.
Panzer-Regiment "Müncheberg" sollte aus Panzer-Abteilung "Kummersdorf" und I./Panzer-Regiment 29 gebildet werden.
Das Panzer-Artillerie-Regiment soll aus Volks-Artillerie-Korps 411, Volks-Artillerie-Korps 412 und Heeres-FlaK-Abteilung 301 gebildet werden. Die Panzerjäger-Kompanie wird aus der 1./schwere Panzerjäger-Abteilung 682 (mot.) gebildet.
Zusätzlich werden eine Pionierkompanie und Divisions-Versorgungstruppen aufgestellt.

08.03.1945
An diesem Tag wird die Ankunft des Abteilungsstabs, der Stabskompanie, 1.(Panther)Kompanie und 2.(Panther)Kompanie, der Versorgungskompanie und des Panzer Werkstattzuges der I./Panzer-Regiment 29 im Versammlungsraum der Division gemeldet. Diese Abteilung war nur aus taktischen Gründen der Division unterstellt und niemals wirklicher Teil der Panzer-Division "Müncheberg". Am selben Tag wird ein Befehl gegeben, der den Rückzug der Panzer-Abteilung "Kummersdorf" zur Reorganisation im Raum Hoppengarten veranlaßt.
Ebenfalls am 08.03.1945 wird ein Befehl erlassen, der den Transfer einer Aufklärungskompanie (VW) von der Panzer-Aufklärungs-Abteilung "Sternberg" (10. Panzer-Division) zur Panzer-Division "Müncheberg" veranlaßt, um die Panzer-Aufklärungs-Kompanie "Müncheberg" zu bilden.

10.03.1945
Die Ankunft der Kompanie der Panzer-Aufklärungs-Abteilung "Sternberg" im Divisionsversammlungsraum wird gemeldet. Das Divisionskommado ist mit den leichten Volkswagen nicht zufrieden und beantragt beim Heeres Zeugamt die sofortige Auslieferung von vier Sd.Kfz. 234/1 und vier Sd.Kfz. 234/4 als zusätzliche Panzerwagen, die wohl auch erfolgt.

11.03.1945
Am 11.03.1945 wurde die Panzer-Aufklärungs-Kompanie "Müncheberg“ umbenannt in Panzerspäh-Kompanie "Müncheberg" und die Panzer-Abteilung "Kummersdorf" umbenannt in Panzer-Abteilung "Müncheberg".
Am selben Tag wird die Ib Abteilung für den Divisionsstab gebildet. Auch die Aufstellung der Begleitkompanie (mot.) "Müncheberg", nach Kst.N 126 (01.02.1944) für den Divisionsstab wurde an diesem Tag beendet, mit Personal aus dem Wehrkreis III. Für die Begleitkompanie wird ein Flak Zug (Sfl.) mit sechs 2cm Flak (Sfl) mit Personal Wehrkreis IV, nach Kst.N 1128 (01.03.1944).
Stab und Stabskompanie für Panzergrenadier-Regiment "Müncheberg" 1 werden nach Kst.N 1104 (01.11.1943) mit Personal vom Wehrkreis X aufgestellt, genau wie ein FlaK Zug mit sechs 2cm FlaK (Sfl.) nach Kst.N 1128 (01.03.1944) mit Männern aus dem Wehrkreis IV. Auch werden eine 7.(sIG)Kompanie (mot. Z) und die 8.(PzGren.Pi.)Kompanie aufgestellt. Die 7.Kompanie soll mit vier sIG (tmot.) nach Kst.N 1120 (01.03.1944) ausgerüstet werden und die 7. und 8.Kompanie bekommen Männer aus dem Wehrkreis XIII. "tmot" (teilmotorisiert) bedeutet, dass diese Einheit nicht vollständig motorisiert war. Diese drei Einheiten (sIG, Pioniere und FlaK) stehen unter direktem Befehl des Regimentsstab.
Das I. Bataillon wird mit einem Stab nach Kst.N 1108 (01.11.1944) und 1., 2. und 3.(PzGren.)Kompanie (mot.) nach Kst.N 1114 (01.04.1944) aufgestellt. Der Stab und alle Panzergrenadierkompanien bestehen aus Personal des Wachtregimentes "Berlin". Eine Versorgungskompanie (tmot.) wird nach Kst.N 1180a (01.11.1944) aus Männern des Wehrkreises X aufgestellt.
Das II. Bataillon wird auch am 11.03.1945 aufgestellt, mit Personal des SS-Panzergrenadier-Ausbildungs-und-Ersatz-Bataillon 1 LSSAH nach dem selben Kst.N wie das I. Bataillon, jedoch mit Panzergrenadierkompanien (mot.) mit den Nummern 4., 5. und 6.

Stab und Stabskompanie (rfbw.) für Panzergrenadier-Regiment "Müncheberg" 2 werden nach Kst.N 1104 (01.11.1943) mit Personal des Wehrkreises XIII aufgestellt ("rfbw" bedeutet mit Fahrrädern ausgerüstet). Ein FlaK Zug für die Stabskompanie mit sechs 2cm FlaK (Sfl.) wird mit Männern aus dem Wehrkreis IV nach Kst.N 1128 (01.03.1944) aufgestellt. Auch eine 7.(sIG)Kompanie (mot. Z) und eine 8.(PzGren.Pi.)Kompanie werden gebildet. 7.Kompanie soll mit vier sIG (tmot.) wie die 7. Kp. Rgt. „Müncheberg“ 1 ausgerüstet werden und ihr Personal kommt aus dem Wehrkreis XI. 8.Kompanie besteht aus Männern des Wehrkreises III und des Wehrkreises V. Auch diese drei Einheiten stehen unter direktem Kommando ihres Regimentsstabes.

Das I. Bataillon wird mit Stab nach Kst.N 1108 (01.11.1944) und 1., 2. und 3.(PzGren.)Kompanie (rfbw.) nach Kst.N 1114b (01.04.1944) aufgestellt. Eine Versorgungskompanie (tmot.) wird nach Kst.N 1180a (01.11.1944) aufgestellt. Der Stab, alle Panzergrenadierkompanien und die Versorgungskompanie bestehen aus Personal aus dem Wehrkreis IV.
Auch die Schaffung des II. Bataillons wird am 11.03.1945 nach Kst.N 1108 (01.11.1944) für den Stab und mit Panzergrenadierkompanien (tmot.) mit den Nummern 4., 5. und 6., nach Kst.N 1114b (01.04.1944), beendet. Eine Versorgungskompanie (tmot.) wird nach Kst.N 1180b (01.11.1944) aufgestellt.

Stab und Stabsbatterie (tmot.) für Panzer-Artillerie-Regiment "Müncheberg" werden aus dem Stab und der Stabsbatterie des Volks-Artillerie-Korps 412 (mot.) und zusätzlichem Personal aus dem Wehrkreis II gebildet.
Die I. Abteilung wird aus der V./Volks-Artillerie-Korps 411 (tmot.) gebildet und besteht aus drei (1., 2., 3.) le.FH Batterien (tmot.Z) nach Kst.N 435 (01.06.1944), ausgerüstet mit jeweils sechs 10.5cm le.FH18 (tmot.Z).
Die II. Abteilung wird am selben Tag durch Umbenennung der Heeres-FlaK-Abteilung 301 gebildet und besteht aus zwei (1., 2.) s.FlaK Batterien ausgerüstet mit jeweils sechs 8.8cm s.FlaK (mot.Z) und zwei le.FlaK (mot.Z), plus einer 3.(mittl.)FlaK-Batterie mit neun 3.7cm FlaK (mot.Z)

Panzerjäger-Kompanie "Müncheberg" wird durch Umbenennen der 1.Kompanie der schweren Panzerjäger-Abteilung 682 (mot.) gebildet. die der "Müncheberg" seit dem 05.03.1945 taktisch unterstellt war. Sie ist mit zwölf 8.8cm schweren PaK43 (mot.Z) ausgerüstet.

Panzer-Nachrichten-Kompanie "Müncheberg" wird um einen Stamm vom Nachrichtenzug der Panzer-Brigade 103 und Zusatzpersonal aus dem Wehrkreis III aufgestellt.

Pionier-Kompanie (tmot.) "Müncheberg" wird mit vom Truppenübungsplatz Döberitz angeforderten Personal nach Kst.N 712 (01.04.1944) aufgestellt.

Auch am 11.03.1945 werden die Kraftfahrkompanie "Müncheberg" (aus der Kraftfahrkomp. 3./151 der Panzergrenadier-Division "Kurmark"), Verwaltungskompanie "Müncheberg" (nach Kst.N 1292 vom 01.08.1944 mit Personal aus dem Wehrkreis III), Werkstatt-Kompanie "Müncheberg"(mot.) (durch Umbenennung der Werstatt-Komp. 2./87 der 25. Panzergrenadier-Division), Feldpostamt "Müncheberg" (mot.) (nach Kst.N 2251 vom 01.02.1944 mit Männern aus dem Wehrkreis XIII) und Sanitätstruppen "Müncheberg" (zwei Kompanien) aufgestellt.

12.03.1945
Panzer-Division "Müncheberg" meldet eine Gesamtstärke von 6836 Mann, was nahe an der offiziellen Divisions-Sollstärke ist. Am selben Tag, dem 12.03.1945, werden die Tigers der schweren Panzer-Kompanie der Panzer-Abteilung "Kummersdorf" zur I./Panzer-Regiment 29 verlegt. Später werden auch die anderen Panzer der Panzer-Abteilung "Kummersdorf" zur I./Panzer-Regiment 29 verlegt, um eine zusätzliche gemischte Kompanie zu schaffen.

14.03.1945

Das letzte Element des Divisionsstabes, der Feldgendarmerietrupp (mot.) "Müncheberg", wird nach Kst.N 2033b (01.11.1943) mit Teilen des Feldgendarmerie-Polizeiregiment 1, aus dem Wehrmachtsbezirk "Böhmen-Mähren", aufgestellt. Die Divisionskartenstelle der „Müncheberg“ wurde wahrscheinlich niemals aufgestellt. In der Panzer-Nachrichten-Kompanie "Müncheberg" wird die separate Stelle des Divisions-Nachrichten-Führer eingerichtet.

15.03.1945
Am 15.03.1945 wird Pz.RStab zbV "Coburg" der Division taktisch unterstellt.

16.03.1945
Am 16.3.45 wird ein Befehl zur Ausrüstung einer Panzerkompanie der I./Panzer-Regiment 29 und einer Panzergrenadierkompanie (SPW) mit Nachtsichtgeräten ausgegeben. Die Grenadierkompanie soll Teil der I./Panzer-Regiment 29 werden. Für die Neuorganisation der Panzerkompanie wurde sie zeitweise auf den Übungsplatz Wünsdorf zurückgezogen.

17.03.1945
Am 17.03.1945 meldet die Division eine Stärke von 2,867 Mann.

20.03.1945
Während der Nacht vom 19. auf den 20.03. entlastet das 303. Füsilier-Bataillon Einheiten der 25. Panzergrenadier-Division beim Gut nahe Alt Bleyen, wo die Hauptstraße von Gorgast zur Festung Küstrin verläuft. Auf ihrem Weg kamen sie an Panzern der Panzer-Division "Müncheberg" in Golzow vorbei und ein Bataillon der LSSAH , das zur Verstärkung der Division geschickt wurde, und gerade dabei war, Stellungen an den Flanken des Korridors einzunehmen.
Die Garnison des Kessels zwischen Neu Bleyen und Kuhbucken-Vorstadt umfaßt nun auch das II. Bataillon des Panzergrenadier-Regiment 1 "Müncheberg" und das I. und II. Bataillon des Panzergrenadier-Regiment 2 "Müncheberg"

Am 20.3.45 wird ein Befehl zur Schaffung des Feld-Ersatz-Bataillons "Müncheberg" (tmot.) mit einem Stab, vier Panzer-Ersatz-Kompanien  zu Fuß und einer Versorgungskompanie (fußbew.) gegeben.

Kampfeinsatz

22.03.1945
Die Division wird als Teil der 9. Armee im Rahmen der Heeresgruppe Weichsel in ihren ersten Einsatz geschickt, kämpft gegen sowjetische Truppen am rechten Ufer der Oder nahe Küstrin.

27.03.1945
Am 27.03.1945 lag die Panzer-Division "Müncheberg" im Raum Küstrin im Kampf. An diesem Tag wurde die folgende Stärkemeldung herausgegeben:
- Kampfbereit: 4 StuG III, 5 Panther, 2 Tiger
- in kurzzeitiger Instandsetzung: 1 Pz.IV, 6 Panther, 5 Tiger
- in langwieriger Inst.: 4 Pz.IV, 1 Pz.IV/70
- vom Heeres Zeugamt in Zulauf: 10 Panther, 1 Tiger
Nach Scheitern der Küstrin-Operation wird die Panzer-Division "Müncheberg" zur Auffrischung zurückgezogen.

30.03.1945
Am 31.03.1945 wird ein Befehl zur taktischen Unterstellung der verbliebenen Teile der schweren Panzerjäger-Abteilung 682 (mot.) gegeben. Sie sollen vom Truppenübungsplatz Bergen aus verlegt werden. Diese Abteilung besteht aus einem Stab, einer Stabskompanie und 2. und 3.(Panzerjäger)Kompanie (1.Kompanie war schon als Panzerjäger-Kompanie "Müncheberg" bei der Division). Beide Panzerjägerkompanien waren mit je zwölf 88mm schw.PaK43 (mot.) ausgerüstet.

03.04.1945
Am 03.04.1945 wird Pz.RStab zbV "Coburg" aus Krampnitz zur Panzer-Division "Müncheberg"geschickt.

05.04.1945
Zehn Panther, ausgerüstet mit FG1250 "Sperber", werden an die 1./29 am 05.04.1945 ausgegeben. Oberleutnant Rasim führt diese Panzer-Kompanie. Die 10 Panther der IR-Kompanie werden durch eine IR ausgerüstete Grenadierkompanie mit 3 Sd.Kfz 251/20 UHU IR Suchscheinwerfer und Falke SPWs unterstützt. Kompanieführer ist Hauptmann Steuer.

06.04.1945

Am 06.04.1945 meldet die Panzer-Division "Müncheberg" folgende Fahrzeugstärke:
- Gesamt: 4 Pz.IV, 21 Panther, 13 Tiger, 4 StuG.IV
- kampfbereit: 2 Pz.IV, 17 Panther, 7 Tiger, 1 StuG.IV
- in kurzzeitiger Inst.: 4 Panther, 2 Tiger

07.04.1945
Am 07.04.1945 wird die schwere Panzerjäger-Abteilung 682 (mot.) offiziell taktisch der Panzer-Division "Müncheberg" unterstellt. An diesem Tag werden die Panzerkompanie und Panzergrenadierkompanie mit Sperber Nachtsichtgeräten von Wünsdorf aus zur Division geschickt.
Die folgende Stärke der Panzer-Division "Müncheberg" wird von der Heeresgruppe "Weichsel" gemeldet:
Infanterie:
- 1 Bataillon mittlerer Stärke (300-400 Infanteristen)
- 3 Bataillone mittlerer Stärke (200-300 Infanteristen)
Artillerie:
- 3 Batterien le.FH (mot Z)
Mot. Mobilität (nur schwere Waffen): 85%
Kampfwert: IV

10.04.1945
Am 10.04.1945 wird ein Befehl zum Nutzen des Personals des Panzergrenadier-Ausbildungs-und-Ersatz-Bataillons 76 zur Wiederherstellung der Kampfstärke der Panzer-Division "Müncheberg" gegeben. Dieses Bataillon war Teil des Panzerverbandes "Ostsee" und wohl nicht gut in Form. Die Personalnutzung wurde mit einem separaten Befehl vom 16.04.1945 wirksam.
In der Zwischenzeit wurde die umorganisierte Panzer-Abteilung "Müncheberg" (ehemals Panzer-Abteilung "Kummersdorf") zur Division zurück geschickt.

12.04.1945
Am 12.04.1945 wird ein Befehl zur Schaffung eines improvisierten Panzer-Regiments "Müncheberg" mit der folgenden Struktur gegeben:

Stab (Panzerstab zbV "Coburg"), Kommandeur: Oberstleutnant Kuno von Meyer (Von Meyer wurde am 23.03.1945 als Kommandeur des Panzer-Regiments "Coburg" das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen)

I. Abteilung (Panzer-Abteilung "Müncheberg"): Stab, Stabskompanie, (Pz.IV)Kompanie, (Panther)Kompanie, (gem. Pz.IV)Kompanie und Versorgungskompanie

II. Abteilung (I./Panzer-Regiment 29)
Stab, Stabskompanie, (Panther)Kompanie, (Panther-Sperber)Kompanie, Panzergrenadierkompanie (SPW), Panzergrenadierkompanie (SPW/Sperber), Werkstattkompanie und Versorgungskompanie

14.04.1945
Der Kommandeur der Panzer-Abteilung, Hauptmann Horst Zobel (Bromberg/Posen, 06.05.1918 - Tunesien, 02.10.1999), wird mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

15.04.1945
Unter Aufnahme anderer Einheitenteile aus Ostpreußen meldet die Panzer-Division "Müncheberg" 13 Tiger, von denen zehn Stück am 15 April 1945 einsatzbereit waren. Die Divison untersteht dem LVI. Panzerkorps.

16.04.1945
Am 16.04.1945 meldet die Panzer-Division "Müncheberg" die folgende Stärke: 3 Pz.IV, 31 Panther, 1 Hetzer, 3 Flakpanzer, 12 8.8cm s.Pak (mot Z). Am selben Tag ergeht ein Befehl zur Nutzung des Personals der 3./Panzer-Regiment 26 für die Division. Diese Kompanie war Teil der 26. Panzer-Division und wurde aus Italien im März 1945 nach Deutschland geschickt, um mit Nachtsichtgeräten ausgerüstet zu werden. Nachdem diese Umstrukturierung fehlschlug, wurde der Kompaniepersonal zur Panzer-Division "Müncheberg" geschickt.
Vom 16.04.1945 an steht die Panzer-Division "Müncheberg" in pausenlosem Einsatz ostwärts Berlin.

18.04.1945
Am 18.04.1945 sind die gemeldeten Verluste der Panzer-Division "Müncheberg" 14 Panther und 5 Tiger als Gesamtverluste für den Zeitraum vom 14.04 bis 17.04.1945.

20.04.1945
Der Kommandeur der Panzer-Abteilung, Hauptmann Horst Zobel, wird zum Major befördert.

24.04.1945
Panzer-Division "Müncheberg" besetzt Stellungen im Nordosten Berlins, nördlich der Spree, mit Nordland zur rechten und der 9. Fallschirmjägerdivision zur linken Seite. Zu diesem Zeitpunkt hat die Division noch etwa ein Dutzend Panzer und 30 SPWs.

25.04.1945
Die hektische Umstrukturierung der Verteidigung Berlins in der Nacht vom 24. auf den 25.04. trägt weiter Verwirrung bei und erhöht den Druck auf Offiziere wie Wöhlermann. Um Weidling eine Konzentration seiner Aufmerksamkeit auf die Verantwortung als Stadtkommandant zu erlauben, wird Generalmajor Werner Mummert, Kommandeur der Panzer-Division "Müncheberg", das Kommando über die ostwärtigen Verteidigungssektoren A und B übertragen, sowie nominelle Führung des LVI. Korps. Weidling nimmt seinen Stabschef, Oberst Theodor von Dufving, mit, um sich um die militärische Seite seiner Aufgabe zu kümmern, doch Reymanns ehemaliger Stabschef, Oberst Hans Refior, bleibt, um die zivilen Angelegenheiten, einschließlich der Zusammenarbeit mit Goebbels und der Partei, zu bearbeiten. Wöhlermann wird das Kommando der Panzer-Division "Müncheberg" angeboten, während er noch das Kommando der gesamten Artillerie inne hat. Die ganze Nacht hindurch arbeiten Weidling und seine Stabsoffiziere an einem Sinn ihrer Aufgaben.

26.04.1945
Nordland und "Müncheberg" werden von Weidling angewiesen, einen Gegenangriff zur Säuberung der Einbruchstellen am Tempelhofer Flugfeld und in Neukölln durchzuführen. Am Morgen des 26.04.1945 beginnt "Müncheberg" einen Angriff nach Süden aus der Nordwestecke des Tempelhofer Feldes mit den letzten zehn Panzern, doch durch das russische Abwehrfeuer kommt der Angriff bald zum erliegen. Weidlings Kommandostruktur wurde an diesem Morgen erneut geändert, wieder auf direkten Befehl Hitlers. Dieses Mal jedoch war der Wechsel etwas Gutes. Hitler hatte Oberstleutnant Erich Bärenfinger befördert, der für einen Tag sein Adjutant war, als er selbst Verteidigungskommandant von Berlin war, bevor Weidling diese Aufgabe übertragen wurde. Der 30jährige Bärenfinger, Träger des Eichenlaubes mit Schwertern zum Ritterkreuz und ein eifriges SA-Mitglied seit 1933, war nun Generalmajor und wurde Kommandeur der Sektoren A und B. Das heißt, dass Mummert zur Panzer-Division "Müncheberg" zurückkehren konnte, zur Entlastung von Wöhlermann, der sich wieder seiner Aufgabe des Artilleriekommandeurs widmete. Für Weidling ist dies eine sehr gute Verbesserung der Verhältnisse. Für die Männer der „ Müncheberg“ Division, einen weiteren Kommandeurswechsel in 24 Stunden erlebend, trägt es viel eher zur weiteren Disziplin- und Hoffnungslosigkeit bei.

27.04.1945
Der Hauptteil der Panzer-Division "Müncheberg" ist in Berlin seit dem 25.04.1945 eingeschlossen. Der II. Abteilung ihres Panzer-Regiments (die ehemalige I./Panzer-Regiment 29), oder ihrem Hauptteil, gelingt am 27.04.1945 der Ausbruch und es wird gemeldet, dass die Reste der Abteilung im Raum Neuruppin liegen. Am selben Tag ergeht ein Befehl zur Personalnutzung der Panzer Werkstattkompanie der Abteilung mit der 7. Panzer-Division und der 25. Panzergrenadier-Division. Der Rest der Abteilung wird von der 24. Panzer-Division aufgenommen, deren Reste gerade aus Ostpreußen nach Schleswig-Holstein entkommen waren.

28.+29.04.1945
Teile der Division stehen am Anhalter Bahnhof, ca. einen dreiviertel Kilometer von der Reichskanzlei entfernt. Dort sammeln sich auch Versprengte Teile der SS-Division "Nordland". In der Nacht zum 29. April lag das Gebiet unter schwerem russischen Artilleriefeuer und die russischen Soldaten kämpften sich durch die U-Bahn-Tunnel in Richtung Potsdamer Bahnhof vor. Am 29. April verlief die Frontlinie des südlichen Verteidigungsabschnittes entlang der Leipziger Strasse, 5 U-Bahn-Stationen entfernt vom mittlerweile sowjetisch besetzten Flughafen Tempelhof. Am gleichen Tag ziehen die Reste der Division durch Tunnel zum Nollendorfplatz ab.

01.05.1945
Die letzten Reste der Division, 5 Panzer, 4 Geschütze und einige wenige Soldaten, kämpfen im Tiergarten am Auarium und dem Zoobunker. in dem sich tausende Zivilisten befanden.
Die Sowjets stossen durch U-Bahn Tunnel vor. Als das Gerücht von Hitlers Tod die Runde macht, plant man nach Westen auszubrechen. Ziel sollen die bisher schwach verteidigten Havelbrücken bei Spandau sein.

02.05.1945 Durchbruch udn Ausbruch aus Berlin
Als bereits Lautsprecherdurchsagen und Flugblätter über die Kapitulation Berlins ausgebreitet wurden, beschlossen die letzten Männer der "Münchberg", zu denen kurz zuvor noch Männer der 17. Panzer-Grenadier-Division gestossen waren, den Durchbruch nach Westen zu wagen.
Auf dem Weg in Richtung Freybrücke/Spandau kam es zu mehreren Gefechten bei denen der Kommandeur verwundet wurde. Kurze zeit später verschwand der Kommandeur spurlos. Dies war die gleiche Route die der Stab im Führerbunker Verband die Freybrücke an der Havel in Spandau. Als die russische Artillerie die Brücke unter Beschuss nimmt bricht Panik aus, da sich hier auch Unmengen von flüchtenden Zivilisten aufhalten. Die Brücke war bereits von deutscher Seite aus für eine Sprengung vorbereitet. Gegen 18:00 Uhr trifft ein sowjetisches Geschoss die vorbereitete Sprengkammer an der  Brücke und zerstört diese. Es ist unklar ob und wie viele Angehörige der Müncheberg die Brücke vor dem Treffer überqueren konnten.
Letzte Möglicheiten um Berlin zu verlassen sind die Schulenburg- und Charlottenbrücke, welche bereits drei mal den Besitzer gewechselt hatten und nun für einen Ausbruch zurückerobert werden musste. Man entschied sich für einen Durchbruch über die Charlottenbrücke, welcher von Major Horst Zobel, Kommandeur der I. Abteilung des Panzerregiment "Müncheberg" geführt wurde. Um eien bessere Sicht zu haben entschied er sich den Angriff in einem SPW anstelle eines Panzers zu leiten.

Schließlich gelingt es dem Verband die Brücke frei zu kämpfen und zu überqueren. Danach beschließt man in kleineren Gruppen weiter zu gehen und so löst sich der Verband und damit auch die Division "Müncheberg" auf.
In kleinen Gruppen versuchte man nun die amerikanischen oder britischen Linien zu erreichen, doch die meisten gerieten dennoch in russische Gefangenschaft.


Quellen
Totentanz Berlin, Helmut Altner, Tony LeTissier
Fire Brigades: The Panzer Divisions 1943-1945, Kamen Nevenkin


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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 15. Oktober 2010 um 16:07 Uhr
 

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